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 Das Apartment von Lau

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Asami
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BeitragThema: Das Apartment von Lau   So 28 Apr 2013 - 1:53


Das Apartment von Lau


Das Apartment von Lau befindet sich in einem etwas älteren Gebäude der Stadt, welches relativ zentral liegt. Die Räumlichkeiten darin sind eher dunkel gehalten, dennoch in keinster Weise klein und in einem traditionellen Stil eingerichtet. Zu der Einrichtung zählen unter anderem ein kleiner, aus Mahagoniholz gefertigter Tisch, eine einfache Couch und mehrere Wandschirme.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   So 28 Apr 2013 - 2:02


Ich hatte wirklich nicht die geringste Ahnung wie viel Zeit inzwischen vergangen war, seitdem der Mann mich aus der Gasse mitgenommen und mich an einen mir wahrscheinlich gänzlich unbekannten Ort bringen würde, doch das war nun mein geringstes Problem. Das Einzige worüber ich mir momentan stark bewusst war, war dass ich zum einen niemals wieder auch nur etwas ähnliches wie eine Gasse allein betreten würde und zum anderen es derzeit nicht einmal schaffte nur einen Ton von mir zu geben, mit Ausnahme eines Schluchzens, welches so lange anhielt bis meine Tränen nach einer Weile endlich versiegten. Mein ganzer Körper zitterte und ich versuchte mich so gut es ging zu beruhigen, wobei ich mich offenbar nicht allzu klug anstellte, da ich noch immer nur einen geringen Teil meines Umfeldes wirklich wahrnehmen konnte. Was ich wusste war, dass mich dieses Mann gerade hochgehoben hatte und irgendwo hintrug, wobei mich seine Berührung schon beinahe in Panik versetzte, trotz dessen dass er mir vor wenigen Minuten das Leben gerettet hatte, da immer wieder die Erinnerung daran in meinem Kopf erschien. Ich konnte nicht anders als erneut zu schluchzen und vergrub meinen Kopf in dem Oberteil des Mannes in der Hoffnung alles einfach nur vergessen zu können. Möglicherweise war dies alles nur ein Alptraum und ich würde gleich in meiner Suite aufwachen und feststellen, dass dieser Vorfall sich niemals ereignet hatte. Leider war dies nicht der Fall. Allerdings hörte ich kurz darauf etwas anderes was mich in gewisser Weise beruhigte und zwar einen Herzschlag. Ich wusste nicht wieso es dadurch zu dieser inneren Ruhe meinerseits kam, doch ich schaffte es tatsächlich mit der Zeit wieder normal zu atmen und meine Tränen versiegen zu lassen. Zudem begann ich langsam aber sicher wieder mein Umfeld wahrzunehmen und spürte wie der Mann sich bewegte um irgendetwas zu öffnen, schätzungsweise eine Tür. Nachdem dies auch ein zweites Mal geschehen war, fand ich mich auf irgendetwas weichen lieber und bemerkte gerade noch wie mein mehr oder weniger unfreiwilliger Retter (hero) den Raum verließ. Ich atmete mehrere Male tief durch und schloss kurz die Augen, was sich daraufhin als Fehler erwies. Schnell öffnete ich diese und sah mich anschließend in dem Zimmer um, während mein Verstand nach und nach zurück kehrte und sich mir die Frage stellte, wo ich mich nun eigentlich genau befand.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   Mi 15 Jan 2014 - 21:40

Ziemlich beunruhigt hatte ich festgestellt, dass die Frau zwar bei Bewusstsein blieb, jedoch noch immer unter dem Schock zu leiden hatte, was sich hauptsächlich dadurch äußerte, dass sie immer wieder schluchzte und Tränen über ihre Wangen rannen. Das alles musste sie stark eingeschüchtert haben und ich wollte mir lieber nicht genauer ausmalen wie es ausgegangen wäre, wenn ich ihr nicht gefolgt wäre. Immerhin ein Vorteil der dieses Stalker-ähnliche Verhalten mit sich gebracht hatte. Jedoch stellte ich mit einer gewissen Erleichterung fest, dass die Tränen nach einiger Zeit versiegten und das Schluchzen verebbte. Ich hatte das Apartment inzwischen geöffnet und trug die Frau in den Wohnraum, wo ich sie schließlich an die große und wirklich sehr gemütliche Couch übergab. Die Suche nach dem Desinfektionsmittel stellte sich allerdings als etwas kompliziert heraus, da ich keinerlei Ahnung hatte wann ich es das letzte Mal benutzt hatte und wo zum Teufel ich es danach hingestellt hatte. Nach einer schier unendlich Suche fand ich es schließlich in der hintersten Ecke eines Schrankes und trat mit diesem und einem sauberen Tuch bewaffnet zurück in das Wohnzimmer, wo sich die Frau inzwischen leicht aufgesetzt hatte und sich umsah. Ich lächelte freundlich um sie nicht zu erschrecken. Sie wirkte immer noch sehr sensibel auf alles um sie herum und es war sicher nicht ratsam sie mit irgendwelchen hektischen Bewegungen in Unruhe zu versetzen. Ich kniete mich vor die Couch um nicht von oben auf sie herabzusehen. "Entschuldige bitte, dass ich dich ohne zu fragen mitgenommen habe, aber es schien mir nicht ratsam dich dort zu lassen." sagte ich in ruhigem Ton. "Mein Name ist Shikamaru Lau." Ich lächelte kurz, ehe ich nur ganz sacht die Finger an ihr Kinn legte. "Darf ich?" fragte ich und befeuchtete auf ein kaum wahrnehmbares Nicken das Tuch mit dem Desinfektionsmittel, was ich wenig später auf die Wunde auftrug, so wie einen schmalen Verbandsstreifen, welchen ich noch mitgenommen hatte, darüber befestigte. "Nicht dass es sich entzündet." sagte ich lächelnd und erhob mich dann vom Boden, welcher nicht gerade äußerst bequem war, um mich anschließend auf die Lehne eines Sessels zu setzen von wo aus ich die Frau anblicken konnte. "Würdest du mir verraten wie du heißt?"

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   Mi 15 Jan 2014 - 21:43

Ich hatte mich inzwischen aufgesetzt und meinen Blick ein wenig durch den Raum gleiten lassen, während ich noch immer nicht den Hauch einer Ahnung hatte, wo ich mich derzeit eigentlich befand. In einer Wohnung. Auf einer Couch. Das würde mich wirklich unglaublich weit bringen, jetzt fehlte nur noch ein Baum. Allerdings stellte ich kurz darauf fest, dass mein ganzer Körper noch immer zitterte, trotz dessen dass ich mich längst nicht mehr in der Gasse befand, wo sich all das zuvor zugetragen hatte, was ich mit aller Mühe zu verdrängen versuchte. Ich kniff die Augen zusammen und schüttelte den Kopf, in der Hoffnung dass die Bilder und die Erinnerungen an alle Berührungen verschwinden würden. Immer wieder sah ich die Szene vor mir, spürte die Hände, die über meinen Körper glitten und an meinen Kleidern zerrten, welche nach wie vor zerrissen waren. Ich musste mich wirklich beherrschen nicht erneut in Tränen auszubrechen und unterdrückte ein Schluchzen. "Entschuldige bitte, dass ich dich ohne zu fragen mitgenommen habe, aber es schien mir nicht ratsam dich dort zu lassen. Mein Name ist Shikamaru Lau." Ich zuckte zusammen als eine Stimme ertönte und der Mann, welcher mich kurze Zeit zuvor gerettet hatte sich vor mich kniete, woraufhin er sogleich mein Gesicht anhob. Wieder blitzte das Bild von der Gasse vor meinen Augen auf, wie der Mann, welcher ein Chi-Blocker gewesen war mein Gesicht ebenfalls angehoben und mich angegrinst hatte. Nein, das hier war nicht die Gasse und der Mann vor mir war auch nicht der Chi-Blocker. Vorsichtig sah ich den Mann, welcher sich soeben als Lau vorgestellt hatte an und entspannte mich etwas, als ich nicht das Gesicht des Chi-Blockers vor mir sah. Allerdings fiel mit etwas auf, als ich Lau genauer musterte und zwar das es sich tatsächlich um jenen Mann handelte, der mich in dem Café um einen Stuhl gebeten und sich anschließend derart unhöflich benommen hatte. Dann hatte ich mich in der Gasse tatsächlich nicht geirrt, als ich meinte seine Stimme gehört zu haben. "Darf ich? Nicht dass es sich entzündet." Wäre ich mit den Nerven nicht gerade vollkommen am Ende gewesen, hätte ich mich vermutlich für geisteskrank abgestempelt oder das hier für einen schlechten Scherz gehalten. Das sollte der Mann sein, den ich heute im Café getroffen hatte? Der gänzlich überheblich gewesen war und sich für so toll gehalten hatte? Dieser Mann sollte mich gerettet und was noch viel wichtiger war, sich noch bei mir entschuldigt haben? Ich zweifelte in diesem Moment wirklich an meiner Intelligenz und dachte an den Sack Reis zurück, den Lau in der Gasse genannt hatte. Möglicherweise war dieses Ding letztendlich doch klüger als ich, so wie ich mir gerade vorkam. Als Antwort auf Laus Frage brachte ich ein kurzes Nicken zustande, wobei ich bei seinen Berührungen meinte sterben zu müssen, bei all den Dingen die in meinem Geist vor sich gingen, was durch das Brennen der Wunde dank dem Desinfektionsmittel nicht besser gemacht wurde. "Würdest du mir verraten wie du heißt?" Inzwischen war Lau mit der Behandlung fertig und ich legte eine Hand an meinen Hals, wo ich nun einen Verbandsstreifen spüren konnte. Um auf seine Worte reagieren zu können benötigte ich zunächst einen kurzen Moment, in dem ich versuchte mich zu beruhigen, so dass ich nicht alle zwei Minuten wegen jeder Kleinigkeit den Tränen nahe war, was sich als äußerst schwer entpuppte. "Mein Name ist Sato Asami."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   Mi 15 Jan 2014 - 21:44

So langsam fragte ich mich wirklich ob es eine so gute Idee gewesen war Asami mitzunehmen, nicht dass es eine bessere gewesen wäre, sie dort auf der Straße einfach so sitzen zu lassen, allerdings machte ich mir Gedanken darum wie sich Angehörige oder Freunde von ihre verhalten würden. Wenn sie mit einem Lebensgefährten zusammenlebte, dann dürfte dies wirklich ein Problem darstellen, da sich dieser mit der Zeit Sorgen um sie machen würde und das Gleiche traf auch darauf zu, falls sie noch bei ihren Eltern leben würde. Es war draußen nun schon fast dunkel und ich würde sie sicherlich nicht allein zurückgehen lassen, da konnte ich auch gleich ihr Todesurteil unterzeichnen, vor allem in dem Zustand in dem sie sich noch immer befand würde ich das nicht riskieren. Wie ich erwartet hatte, zuckte Asami trotz meiner vorsichtigen Berührung zusammen und wirkte noch immer äußerst verängstigt zudem wirkte sie sehr blass. Nachdem ich den Schnitt an ihrem Hals desinfiziert und mit dem Verbandsstreifen abgeklebt hatte entfernte ich mich vorerst einige Schritte von der Couch. Und da sollte noch einer sagen ich war unsensibel. Nun ja im geschäftlichen Sinne war Sensibilität oftmals fehl am Platz und daher war ich auch eher als kalte und berechnende Persönlichkeit bekannt. Ich ließ mich auf die Armlehne des Sessels sinken und beobachtete wie Asami die Hand hob um den Verbandsstreifen an ihrem Hals zu befühlen. "Mein Name ist Sato Asami." Ein Lächeln bildete sich auf meinen Zügen als ich bemerkte wie sie das Wort an mich richtete, das war doch schon mal ein Fortschritt. "Kommst du aus Kyōwakoku Asami?" fragte ich anschließend und sprach damit einen Gedanken laut aus, bevor mir auffiel dass ich mich nicht gerade charmant verhielt. Ich erhob mich von der Armlehne und ging zu ihr herüber, wobei ich eine Decke von der Rückenlehne nahm, welche ich ihr anschließend um die Schultern legte, ohne sie großartig zu berühren. "Möchtest du einen Tee oder Ähnliches?" fragte ich anschließend, wurde jedoch unterbrochen als aus der Nebenwohnung plötzlich lautes Geschrei einer Männerstimme zu hören war. Na toll, ich sollte mir wirklich andere Nachbarn suchen.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   Mi 15 Jan 2014 - 21:47

Ich beobachtete wie Lau sich, nachdem er meine Wunde versorgt hatte auf der Lehne eines Sessels niederließ und mich von dort ansah. Langsam ließ ich meine Hand, welche ich kurzzeitig auf dem nun auf dem Hals vorhandenen Verband gelegen hatte, wieder sinken und legte diese in den Schoß, bevor ich diese einen kurzen Moment lang betrachtete. Trotz dessen, dass der Vorfall in der Gasse inzwischen schon etwas zurückliegen musste, ließen sich noch immer einige Spuren auf meinen Armen und Händen erkennen, wo die Männer mich festgehalten hatten. Ich schluckte kurz und wandte den Blick wieder davon ab, woraufhin ich meine Aufmerksamkeit versuchte auf etwas anderes zu lenken, nämlich den Raum und auch auf Lau. "Kommst du aus Kyōwakoku Asami?" Als Antwort auf Laus Frage schüttelte ich kurz den Kopf, versuchte jedoch nicht einmal zu lächeln, da dieser Versuch ohnehin zum Scheitern verurteilt war. "Nein, ich stamme aus Shirasu, falls dir das etwas sagt." Obwohl ich noch wenige Stunden zuvor von dieser Stadt geschwärmt hatte, wollte ich nun nichts lieber als nach Shirasu zurückzukehren um endlich wieder zuhause sein zu können, doch dies war mir leider nicht vergönnt. Technisch gesehen hätte ich dies zwar durchaus tun und die Rückreise antreten können, allerdings hatte meine Mutter mich bestimmt nicht ohne Grund hierher geschickt, vor allem da sie solche Aufgaben am liebsten persönlich erledigte. Selbst wenn ich ihr meine Hilfe anbot musste ich sie schon beinahe zu zwingen ihrer Gesundheit wegen endlich einmal eine Pause zu machen. Meine Gedanken bezüglich dessen wurden allerdings unterbrochen, als Lau sich erhob und auf die Couch zukam. Augenblicklich zuckte ich zusammen und ließ ihn nicht einen Moment aus den Augen, um anschließend festzustellen dass er mir lediglich eine Decke über die Schulter hatte legen wollen. Erleichtert atmete ich aus. Auch wenn ich es nicht glaubte, dass Lau mir nach allem was er heute für mich getan hatte etwas antun wollte, so waren diese Reaktionen einfach unbewusst und traten jedes Mal zum Vorschein, wenn mich etwas an den Vorfall in der Gasse erinnerte, was nun wirklich nicht allzu schwer war. "Möchtest du einen Tee oder Ähnliches?" Lau schaffte es nicht einmal seine Worte ganz auszusprechen, da von nebenan plötzlich das laute Geschrei eines Mannes zu hören war. Augenblicklich zuckte ich zusammen und brachte es nicht einmal zu einem Aufschrei, wobei ich nie eine Person gewesen war die oft geweint oder geschrien hatte. Nun, das hatte sich ja heute offensichtlich schon einmal zum Teil geändert. Allerdings geschah dieses Mal etwas, das ich nun wirklich nicht vorhergesehen oder gar bedacht hatte, da ich mich in meiner Angst an Lau geklammert hatte, welcher derzeit neben mir gestanden hatte. Ich schloss kurz die Augen und zwang mich anschließend den Kopf zu heben und Lau anzusehen, wobei ich ihn noch immer nicht losgelassen hatte. Hoffentlich hatte ich jetzt nichts Falsches getan.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   Mi 15 Jan 2014 - 21:48

Noch immer auf etwas Abstand bedacht, betrachtete ich Asami und ging innerlich die nächsten Schritte durch, welche mir offen blieben. Sie zurück in ihr Hotel zu schicken, grenzte schon geradezu daran sie in den Tod laufenzulassen und schied damit vollständig aus. Sie hierzubehalten war eine andere, eher sinnvolle Idee, war sie allerdings mit Freunden oder Verwandten in diese Stadt gereist, würde dies sich als äußerst großes Problem herausstellen. Die letzte verbliebene Möglichkeit war sie zurück zu begleiten, aber auch hier sprach etwas gegen den Plan. Asami wirkte äußerst verstört und zitterte noch leicht und ohne sie als schwächlich darstellen zu wollen, wusste ich wirklich nicht wie lange sie sich auf den Beinen halten würde. Ich beobachtete wie sie ihre Hände auf ihrem Schoß platzierte und warf kurzzeitig einen Blick auf ihre Handgelenke an welchen sie anscheinend festgehalten worden war und wo sich dunkelrote Druckstellen befanden. Diese hirnlosen Kanalratten waren wirklich nicht gerade zimperlich mit ihr umgegangen. Ich sah wie sie auf meine Frage hin den Kopf schüttelte. "Nein, ich stamme aus Shirasu, falls dir das etwas sagt." Ich nickte nachdenklich. Ja das war mir durchaus ein Begriff. Eine Insel etwas abgelegen vom Festland und ein absolutes Reichenprivileg. Dann musste Asami wohl eine wichtige Erbin sein. Ein Grund mehr, dass sie hier in der Gegend Gefahr lief in die Hände von irgendwelchen Ganoven zu fallen, die ihre Familie um Lösegeld für die geliebte Tochter erpressen würden. Ich hätte Asami gern weitergeholfen, allerdings konnte ich nicht viel mehr tun als dies ohne ihre Sicherheit zu gefährden. "Durchaus ist mir Shirasu ein Begriff, ich hörte schon viel davon, auch wenn ich selbst noch nicht dort gewesen bin. Allerdings soll es sehr beeindruckend sein." sagte ich mit einem kurzen und aufmunternden Lächeln. Auch als ich Asami vorsichtig die Decke um die Schultern legte zuckte sie noch zusammen und sah aus als würde sie sich auf weitere Schmerzen gefasst machen. Ich wollte noch dazu ansetzen, dass ich ihr nichts tun würde, jedoch ertönte aus dem Nebengebäude gleich darauf ein wirklich sehr lautes Gebrüll und ich war kurz davor nach drüben zu gehen und dem Mann eine Lektion über gute Nachbarschaft zu erteilen, als ich etwas spürte. Nämlich dass Asami sich ängstlich an mich klammerte. Ich setzte mich vorsichtig neben sie auf die Couch und fuhr behutsam über ihren Arm. "Es ist alles in Ordnung, hier drin wird dir niemand etwas antun."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   Mi 15 Jan 2014 - 21:50

Ich saß noch immer auf Laus Sofa und bemerkte mit großem Erstaunen, dass meine bisher unbeschreiblich große Angst sich nach und nach legte und ich es endlich schaffte mich wenigstens ein bisschen zu entspannen, wofür ich äußerst dankbar war. Momentan war mein Verhalten nahezu phobisch und ich meinte wirklich überall irgendeine Gefahr oder etwas Ähnliches ausmachen zu können, sobald auch nur das kleinste Geräusch oder eine minimale Bewegung aufkam. Hoffentlich würde das bald aufhören, sonst wäre es wirklich der reinste Kampf zum Hotel oder irgendwo anders hinzugelangen. Ich hielt bei meinen Gedanken kurz inne. Moment. Das Hotel? Ein überraschter Ausdruck legte sich kurz auf mein Gesicht. Oh richtig das Hotel. Und das Geschäftstreffen, wegen dem ich in die Stadt gekommen war. Meine Augen weiteten sich kurz. Ich war so was von erledigt, wenn ich das nicht hinbekommen würde. Nicht das meine Mutter allzu wütend wäre, aber ich wusste was dieses Treffen für uns bedeutete und das war nicht gerade wenig. Mein Blick wanderte kurz durch den Raum. Das war wirklich nicht gut. Ich befand mich also in irgendeiner Wohnung in einer großen Stadt, in der ich mich nicht ansatzweise auskannte, musste nach allem was geschehen war immer noch zurück in mein Hotel und das nun in absoluter Finsternis. Oh war das toll. Mein Blick wanderte kurz zu Lau, welcher auf meine Worte bezüglich meiner Herkunft nur mit einem nachdenklichen Nicken reagiert hatte. "Durchaus ist mir Shirasu ein Begriff, ich hörte schon viel davon, auch wenn ich selbst noch nicht dort gewesen bin. Allerdings soll es sehr beeindruckend sein." Ich zog die Augenbrauen kurz zusammen. Shirasu war nicht allzu bekannt, was durchaus seine Gründe hatte. Uneingeladene Gäste waren dort nicht gerade willkommen und eine hohe Einwohnerzahl besaß die Insel gewünschter Weise auch nicht. "In der Tat es ist ziemlich…" Ich machte eine Pause und suchte nach einem passenden Wort. "… extravagant." Anschließend sah ich Lau einen Moment lang an. "Wie kommt es, dass du davon schon viel gehört hast?" Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass kurz darauf ein Mann in der Nachbarwohnung zu schreien begann, was mich nach diesem Tag mehr wie nur verängstigte und mir beinahe den Rest verlieh. Das war heute einfach alles zu viel. "Es ist alles in Ordnung, hier drin wird dir niemand etwas antun." Das Adrenalin, welches zuvor in meine Adern geschossen war nahm langsam wieder ab, als Lau sich neben mich setzte und über meinen Arm fuhr. Und obwohl ich dachte, dass ich vermutlich niemals mehr von einem Mann angefasst werden könnte, so beruhigte mich Laus Berührung in gewisser Weise. Ich lehnte mich kurz gegen seine Schulter und schloss die Augen, wobei ich dieses Mal nicht allzu sehr von den Erinnerungen aus der Gasse heimgesucht wurde. "Danke."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   Mi 15 Jan 2014 - 21:52

Momentan kam ich mir wirklich ein wenig aufgeschmissen vor, da ich nicht genau wusste welche Möglichkeit die Intelligenteste sein würde. Asami sollte vermutlich am besten in ihr Hotel zurück, allerdings hatte ich keinerlei Ahnung wo sich dieses befand noch wie lange wir bis dorthin brauchen würden. Ich wollte Asami keinen stundenlangen Spaziergang in den Straßen zumuten und das dann auch noch nachts, das wäre wirklich das Allerletzte was sie nun gebrauchen konnte. Ich überlegte hin und her ob es nicht vielleicht eine Möglichkeit wäre meine Kräfte als Shinigami zu nutzen um sie somit direkt in ihr Hotelzimmer zu befördern, allerdings war die Chance dass sie dadurch in Gefahr geraten würde einfach zu hoch und so ließ ich von dem Gedanken ab. Blieb also doch nur der Spaziergang. Allerdings war ich so gesehen auch keine besonders vertrauenswürdige Gesellschaft, da ich im Untergrund arbeitete und einige Kontakte zu zwielichtigen Leuten besaß. Nur dass Asami davon nichts wusste, was eigentlich ja nicht ganz fair war, aber besser für ihre Nerven war es allemal. Ich entschied mich auch dagegen ihr davon etwas zu erzählen, wir würden uns nach diesem Tag vermutlich auch nicht mehr unbedingt wiedersehen wenn sie von Shirasu stammte, denn in ihren Kreisen verkehrte man gewöhnlicher Weise nicht mit Leuten wie mir. "In der Tat es ist ziemlich… extravagant. Wie kommt es, dass du davon schon viel gehört hast?" Wenn ich nun nicht gut darin gewesen wäre zu lügen, dann hätte sich mein voriges Problem schon direkt bewahrheitet. Allerdings das was ich nun erzählen würde konnte man gut mit diesen 'Ich hatte mal einen Freund, der hatte einen Freund, der wiederum einen Freund hatte und dessen Freund war der Freund des ersten Freundes deeeer mir dann erzählt hat dass er einen Freund hat.' Geschichten. "Ich habe einige Freunde hier in der Stadt die Kontakte zu Bekannten einer Familie auf Shirasu besitzen und daher schon einmal dort zu Besuch waren. Sie haben mir davon berichtet." meinte ich freundlich. Das stimmte allerdings so nicht, da ich die Informationen weder von Freunden hatte noch dass diese auf Shirasu waren. Aber das tat ja eigentlich nichts zur Sache. "Danke." Ich spürte wie Asami langsam wieder ruhige wurde, wo sie doch zuvor noch heftig gezittert hatte. Es tat mir wirklich leid, dass sie all das zu ertragen hatte und ich wollte tunlichst vermeiden dass noch etwas geschah was ihr noch mehr Leid zufügen konnte. "Wenn du von Shirasu stammst, dann hast du doch sicher hier ein Hotelzimmer." mutmaßte ich. "Ich denke es ist keine gute Idee wenn du über Nacht hierbleiben musst, zudem wir uns kaum kennen, daher würde ich dich bis dorthin zurückbegleiten."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   Mi 15 Jan 2014 - 21:54

Noch immer kreisten meine Gedanken darum, wie ich nun bestmöglich und auf dem schnellsten Weg in mein Hotel kommen konnte, am liebsten ohne erneute Zwischenfälle. Von denen hatte ich am heutigen Abend wirklich mehr als genug gehabt. Kurz wanderte mein Blick zu Lau. Na das war ja wunderbar, vor ihm hatte ich mich grandios blamiert alle Achtung, das musste man in dem Ausmaß erst mal schaffen. So ließ man den Namen seiner Familie also den Bach runterrauschen, gut zu wissen. "Ich habe einige Freunde hier in der Stadt die Kontakte zu Bekannten einer Familie auf Shirasu besitzen und daher schon einmal dort zu Besuch waren. Sie haben mir davon berichtet." Ich ersparte es mir die Augenbrauen zu heben und nickte lediglich auf Laus freundlich klingende Worte hin. Da ich sämtliche Bewohner Shirasus kannte und meine, wenn auch kleine Familie Kontakte zu jeder von ihnen pflegte, kam es mir ungewöhnlich vor das eine davon Bekannte haben sollten, die von der Insel unterrichtet wurden. Noch ungewöhnlicher war das ausgerechnet Lau Freunde hatte, die mit den fragwürdigen Bekannten einer Familie Shirasus in Verbindung standen. Schließlich hatte Lau sich, nachdem das Geschrei aus der sich nebenan befindenden Wohnung endlich verstummt war, neben mich gesetzt und es erstaunlicherweise sogar geschafft, dass ich mich beruhigte. Das war mir heute einfach alles zu viel. "Wenn du von Shirasu stammst, dann hast du doch sicher hier ein Hotelzimmer." Ich nickte lediglich zustimmend auf seine Worte. Was würde ich dafür geben bereits jetzt schon in meinem Zimmer zu sein anstatt in dieser Wohnung zu sitzen, von der ich nicht die geringste Ahnung hatte wo sie sich eigentlich befand. "Ich denke es ist keine gute Idee wenn du über Nacht hierbleiben musst, zudem wir uns kaum kennen, daher würde ich dich bis dorthin zurückbegleiten." Erleichterung durchströmte mich bei diesen Worten, immerhin würde ich jetzt nicht allein gehen müssen. Auf der anderen Seite missfiel es mir Lau noch mehr Umstände bereiten zu müssen, ich fühlte mich einfach schlecht deswegen und kam mir in gewisser Weise sogar abhängig vor, etwas das ich bereits seit meiner Kindheit verabscheut hatte. Das kam wohl davon wenn man das Meiste immer allein durchstehen und machen musste. "Danke.", wiederholte ich meine vorigen Worte und schenkte Lau bestmöglich ein Lächeln.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Lau   Mi 15 Jan 2014 - 21:56


Nun was sagte man dazu dass die junge Frau, welche mich noch zuvor im Café kaum eines Blickes gewürdigt hatte, nun in meinem Apartment saß. Fast hätte ich das Gesicht verzogen als ich daran dachte, dass dies allerdings nicht der Fall war, weil sie doch festgestellt hatte wie charmant ich sein konnte, sondern da sie Opfer eines Überfalls geworden war. Das war wirklich das letzte Ereignis was ich für heute vorgesehen hatte. Nun ja immerhin konnte man nicht sagen dass mir langweilig wurde. Eigentlich war ich nun wirklich niemand der sich für andere aufopferte und sich in Dinge einmischte, doch die Dreistigkeit dieser Männer ärgerte mich noch immer genauso wie zuvor. Und da ich auch manchmal ein Gentleman sein konnte, war es ja nicht gerade die feine Art Asami dort liegen zu lassen, vor allem da die nächsten Kleinkriminellen innerhalb weniger Minuten schon dort gewesen wären. Nachdem ich meine 'Ich hatte da mal einen Freund' Erklärung beendet hatte, bemerkte ich wie Asami nickte, jedoch nicht wirklich überzeugt wirkte. Gut, aber ihr die Wahrheit zu sagen wäre weitaus komplizierter und würde so einige Folgen mit sich ziehen. Entweder für Asami oder für mich und das wollte ich doch möglichst vermeiden. Asami hatte anscheinend über den Schock nun vollständig verlernt zu sprechen, denn auch auf meine Frage bezüglich des Hotelzimmers hin nickte sie bloß und schien auch irgendwie gedanklich abwesend zu sein. "Danke." Ich lächelte als Asami doch noch ein Wort zustande brachte. "Du müsstest mir allerdings noch den Weg dorthin verraten." sagte ich schließlich. Hellsehen war immerhin keine Fähigkeit die mir zueigen war und mit Asami durch die Straßen zu irren, auf der Suche nach dem Hotel in dem sich möglicherweise ihr Zimmer befand, das war wirklich nicht mein Wunsch. Asami kam meiner Bitte nach und wir verließen anschließend mein Apartment. Es war nun wirklich dunkel draußen, woraufhin ich bemerkte dass Asami zu zittern begonnen hatte. Der Mantel den sie nun wieder trug hatte einiges abbekommen und war wohl ein Fall für die Kleidersammlung. Ich nahm notgedrungen also meinen Mantel und legte ihn ihr vorsichtig über die Schultern. Immerhin fror ich nicht so leicht und ich wollte ja nicht dass sie sich eine Erkältung einfing. Ich wählte den kürzesten Weg zu dem besagten Hotel, welches eines der besten hier in der Stadt war und vermied so gut es ging alle dunkleren Wege. Da Asami noch immer mehr als verschreckt wirkte blieb ich dicht an ihrer Seite, da sie ja nun wusste dass ich ihr nichts tun würde. Wir erreichten nach einigen Minuten das Hotel, welches hell und einladend wirkte. Ich begleitete Asami noch bis in die Eingangshalle wo mir mal wieder meine Popularität einen Strich durch die Rechnung machte. "Lau-sama, herzlich willkommen." Der Angestellte verbeugte sich und ich deutete eine solche an, sagte jedoch nichts dazu. Das nächste Mal konnte wirklich jemand anderes den PR-Kram erledigen. "Ich denke du wirst von hier aus allein zurechtkommen, oder?" fragte ich Asami.


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