Inuyasha Legends


 
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 Das Apartment von Seiko

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Seiko
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BeitragThema: Das Apartment von Seiko   Mi 3 Apr 2013 - 17:53

Das Apartment von Seiko


Das Apartment von Seiko ist eine relative schmal geschnittene Wohnung, die sehr unregelmäßig Verwendung findet. Sie liegt am Rand des Bürgerviertels, in der Nähe des Anwesens von Lord Shigeru, in welchem sie vermutlich mehr Zeit verbringt als bei sich zuhause. Zudem erwartet jeden Fremden, der ahnungslos eintritt ein Berg von Karten, Befehlen, Meldungen und ähnlichen Papieren, die einen bei der nächsten ungeschickten Bewegung zu erschlagen drohen. Sind die Wände keine, teilweise mit Mustern verzierten, Schiebetüren oder Fenster, so sind sie mit Regalen aus dunklem Holz bedeckt in denen das Chaos von Papier geradewegs fortgesetzt wird. In der Mitte des Raumes befindet sich anschließend ein großer, dem aus dem Audienzsaal ähnelnder, dunkler Holztisch auf welchem zahlreiche Karten, Papiere, und Zeichenmaterialien aufzufinden sind. Um sich wenigstens an etwas zu erfreuen stehen auch hier mehrere mit rotem Samt bezogene Sessel als Sitzgelegenheit zur Verfügung. Auch in ihrem Schlafzimmer, in dem sich irgendwo unter einem weiteren Papierberg ein Bett befinden dürfte, stehen mehrere Bücherregale, sowie die eine oder andere Waffe. Die einzigen Räume, die noch nicht von Schriftstücken belagert werden, dürften die Küche und das Badezimmer sein, da sie zumindest öfter als das Bett Verwendung finden und das dort vorhandene Wasser sich schlecht mit schriftlicher Arbeit verbinden lässt.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Mi 3 Apr 2013 - 17:55


"Glaub mir, ich habe alles dafür gegeben dich zu finden, aber es ist mir einfach nicht gelungen. Du warst weg und es schien so als hätte es dich nie gegeben, niemand wusste wo du warst, egal wen ich gefragt hab. Ich weiß nicht warum uns das Schicksal auseinandergerissen hat, aber ich schwöre dir, dass ich so etwas nie wieder zulassen werde." Ich schluchzte noch immer und zwang mich dazu wieder Haltung anzunehmen. Jetzt hatten Shinji und ich uns endlich wiedergefunden und noch immer lag ich wie in Kleinkind in seinen Armen und weinte. Immer wieder fragte ich mich, wie unsere Leben verlaufen wären, wenn wir einander nicht getroffen hätten. Shinji hätte sich auf sich selbst konzentrieren können anstatt sich um mich unfähiges, kleines und unsagbar schwaches Gör kümmern zu müssen. Ich hätte ihm niemals Ärger bereitet und sein Leben wäre so viel besser verlaufen wenn er mich nicht am Hals gehabt hätte. Erneut entwich mir ein Schluchzen, während sich alles in meinem Körper zusammenzog und unheimlich schmerzte. Ich versuchte mich an etwas Positives zu erinnern, doch es gab nichts was sich mit meinen vorigen Gedanken hätte messen und diese vertreiben können. Ich hatte mir diese Frage schon so unheimlich oft gestellt und Angst gehabt, dass Shinji dieser Aussage zustimmen könnte und dass er all die Dinge, die sich zwischen uns ereignet hatten all die Zeit nur aus reiner Höflichkeit oder Langeweile vorgetäuscht hatte. Meine Schwäche, die Dummheit, all diese Gedanken, diese Erinnerungen. Sie fügten sich zusammen und schienen mich förmlich von innen heraus zu zerreißen, während meine Kontrolle immer mehr ihres Einflusses verlor. Vermutlich würde es nur noch Sekunden dauern bis die Schatten sich manifestieren würden und mich mit sich rissen. "Beruhig dich Seiko. Die Verletzung ist nicht dramatisch. Das Schwert hat mich nicht heftig getroffen." Ich keuchte wegen der unerwarteten Worte auf, was vorteilhaft war, da die zuvor noch stark spürbaren Schatten nun ebenfalls minimal zurückgedrängt worden waren. "Trotzdem." Shinji. Das war mein Shinji. Jener Mann den ich über alles in der Welt liebte und für den ich sofort ohne auch nur eine Millisekunde zu zögern gestorben wäre. Mit Sicherheit würde er nicht verletzt sein, solange ich es verhindern oder in diesem Falle vor dem schlimmsten bewahren konnte. Also schnappte ich mir seinen unverletzten Arm und zog ihn mit mir, bis wir uns in meinem Apartment wiederfanden. Es war trotz dessen, dass ich schon seit Stunden einen Teil der Akten durchgeackert hatte immer noch besetzt von diesen, doch eine Wohnung und Möbel konnte man darunter erkennen. Während ich Shinji auf einen Sessel verfrachtete und ihn darum bat einfach sitzen zu bleiben, räumte ich die Wohnung aktenfrei indem ich diese ungeachtet auf einen einzigen in eine Ecke warf. Da ich als Frau schließlich multitaskingfähig war gelang es mir sogar zur selben Zeit einen Tee für Shinji zu kochen, welchen ich ihm anschließend vorsetzte und die Scherben meiner ehemaligen Teetasse zusammenzukehren und in den Müll zu befördern. "Verbrenn dich bitte nicht daran." sagte ich auf den Tee bezogen, bevor ich in ein Nebenzimmer trat und das Verbands- und Desinfektionsmaterial herbeiholte. Ich legte die Sachen auf den Tisch und strich, nachdem ich auf der Lehne des Sessels Platz genommen hatte, Shinji vorsichtig einige Haarsträhnen zur Seite. Schockiert stellte ich fest, dass diese Wunde mehr wie nur tödlich war, hätte man den dazu nötigen Angriff richtig ausgeführt. "Oh Gott." sagte ich kaum hörbar, bis ich mich vorsichtig daran heranwagte die Wunde zu behandeln. Vermutlich würde Ichiro mich wegen meiner kläglichen Behandlung auslachen, doch momentan hatte ich nicht die geringste Zeit um ihn zu suchen.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 22:27

Ich hatte mich nur sehr ungern von Seiko gelöst, da sie immer noch so aufgelöst wirkte. Ich wollte unbedingt verhindern, dass ihr noch einmal so ein Schmerz wiederfuhr. Auch wenn ich wusste dass sie nun viel stärker war als zu jenen Zeiten in der Gosse, so konnte ich diesen Drang jedoch nicht ignorieren. In gewissem Sinne war sie für mich immer noch das zarte Mädchen, bei dessen Anblick ich mir nichts anderes wünschte als sie in meine Arme zu schließen und sie vor allen Gefahren in der Welt zu beschützen. Ich konnte ihren Wandel nun auch nur zu gut nachvollziehen. Ähnlich wie ich selbst hatte sie ihr Herz und ihre Gefühle vor der Außenwelt verborgen, hatte nicht zugelassen dass ihr jemals wieder so etwas zustieß. Sie war genauso kalt geworden wie ich selbst und vermutlich hätte jeder der mich kannte bei diesem Anblick gedacht er hätte irgendwelche Dämpfe eingeatmet die Halluzinationen auslösten. Denn ich konnte meinen Blick einfach nicht von Seiko abwenden, der die ganze Zeit über äußerst sanft war. "Trotzdem." Nun fand ich mich also hier in Seikos Apartment wieder, wo sie dafür sorgte, dass ich auf einem Sessel Platz nahm. Ich sah zu wie sie die Akten unsanft aus dem Weg schaffte, die auch ich nur allzu gut kannte und nebenher sogar noch Tee kochte. Das war Seiko so wie ich sie gekannt hatte. "Verbrenn dich bitte nicht daran." Ich schenkte Seiko ein amüsiertes Lächeln, ehe ich die Teetasse an die Lippen hob und etwas vom heißen Inhalt zu mir nahm. "Noch bin ich in der Lage Tee zu trinken, ohne mich zu verbrennen." sagte ich grinsend und stellte die Tasse dann wieder auf dem Tisch ab. "Oh Gott." Ich vernahm Seikos leise Worte während sie auf der Sessellehne Platz genommen hatte und meine langen Haare zur Seite gestrichen hatte um die Wunde zu begutachten. "Ich habe schon weitaus schlimmere Wunden überlebt." versuchte ich die Situation ein wenig herunterzuspielen, zuckte jedoch trotzdem zusammen als Seiko die Wunde desinfizierte. Warum waren Wunden am Hals auch so verdammt schmerzhaft?

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 22:30

"Noch bin ich in der Lage Tee zu trinken, ohne mich zu verbrennen." Ein Lächeln erschien auf meinen Zügen, während ich mich nach vorne beugte, eines der Tücher in die Hand nahm und dieses anschließend mit der Desinfektionsflüssigkeit durchtränkte. "Ich wollte lediglich, dass der Tee dadurch nicht auch noch ein Feind wird, den du zu bekämpfen hättest." antwortete ich mit einem Grinsen. Ich widmete meine Aufmerksamkeit wieder Shinjis Verletzungen, zunächst mit jener am Hals, weshalb ich sein sanftes, langes, silberfarbenes Haar vorsichtig zur Seite schob um einfacher an die Wunde heran zu gelangen. Meine Finger zitterten während ich die Verletzung desinfizierte und anschließend den Verband in die Hand nahm und abrollte. Wieso war ich auch so ungeschickt? Ich wollte nur, dass Shinji nicht weiter unter seinen Schmerzen zu leiden hatte und zögerte dies mit diesem erbärmlichen Zittern nur noch heraus. Auch damals war es so gewesen, speziell am Anfang dieser Zeit. Immer hatte Shinji sich vor mich gestellt und mich beschützt, während ich nur geweint hatte, geweint aus Angst, dass ihm etwas passieren könnte, er sterben könnte und ich allein war. Nach dem ersten großen Schock der Gegend hatte ich mich dieser zwangsweise mit der Zeit gefügt und veränderte mich in ein Mädchen mit eigenem Willen, das auch etwas kämpfen konnte und nicht sofort losweinte oder davonlief, wenn sie Angst bekam. Ich nahm mir mehr oder weniger ein Beispiel ein Shinji und wollte ihn ebenfalls beschützen können, so wie er es die ganze Zeit über bei mir tat. Ich wollte kein Klotz an seinem Bein sein, der ihn das Leben kosten könnte. Dies hatte mich angespornt und war letztendlich auch der Grund weshalb ich heute trotz unserer Trennung Vizeadmiralin war. Ich wollte stark sein und andere schützen, sie vor jenem Leid retten dass man mir angetan hatte. Eine vollkommen verdrängte Erinnerung kehrte in diesem Moment zu mir. Shinji. Er war blutüberströmt und hatte beinahe überall tiefe Verletzungen und Wunden. Er lag direkt vor mir und ich war wie… wie gelähmt. Weder mein Körper noch mein Geist schienen in diesem Moment anwesend zu sein aber etwas anderes… Und es fühlte sich gut an… so sicher. Dennoch kam das Bild von Shinji immer wieder in mir hoch. Meinem Shinji der... tot war? Es war als würde man mich zerreißen. Eine Seite fühlte sich sicher an, sprach mir Schutz und Stärke zu während die andere Seite vollends auf Shinji konzentriert war. Er ist tot. Ich starrte immer noch mit ausdruckslosen Augen auf die Straße. Er ist für immer tot. Und das nur weil du zu schwach warst. Ein mir völlig unbekanntes Gefühl durchströmte mich und, oh Gott es war so wundervoll bis ich es letztendlich schaffte all dies von mir abzuschütteln. Egal welcher Teil von mir zu glauben schien, dass Shinji tot war so hielt es mein jetziges Ich für absolut falsch. Es konnte nicht sein. Shinji konnte unmöglich tot sein. Nicht mein Shinji. Es war als hätte man mir einen Stromschlag versetzt, als ich mich plötzlich in der Gegenwart wiederfand und offenbar einen Verband hatte fallen lassen, welcher nun auf dem Boden lag. Tatsächlich hatte ich sie wieder gehört, nicht nur in meiner Erinnerung, sondern auch jetzt. Die Stimme die mich immer wieder zu verführen versuchte und doch mein vermutlich größter Feind war hatte sich damals zum ersten Mal deutlich gezeigt und war noch immer vorhanden. Diese Kraft war meine größte Stärke, wenn ich dazu in der Lage wäre diese zu kontrollieren als auch meine fatalste Schwäche und größter Fluch. Ich fühlte mich noch etwas benommen als ich mich herabbeugte um den Verband aufzuheben und dabei einige schwarze Linien erkennen konnte, welche sich nun langsam zurückzogen oder verblassten. Sollte ich noch öfter die Kontrolle, wenn auch bisher nur im geringen Maße verlieren, so würde ich eines Tages ein großes Problem haben. Schließlich atmete ich tief durch, straffte meine Schultern und wandte mich wieder Shinjis Verbänden zu. Immerhin waren meine Hände nun etwas ruhiger. Nach gut fünfzehn Minuten war ich sowohl mit der Behandlung an Shinjis Hals als auch an seinem Arm fertig, auch wenn Ichiro mich für diese Behandlung vermutlich an jeder Ecke kritisiert hätte. "Wie fühlst du dich? Willst du noch einen Tee oder etwas anderes?" fragte ich besorgt und nahm seine Hand. Auch wenn meine Worte wirklich total erbärmlich geklungen hatten, so wünschte ich mir nichts mehr, dass es Shinji in diesem Moment an nichts mangelte.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 22:36

Ich ließ Seikos Behandlung über mich ergehen, die bis auf das Desinfizieren größtenteils schmerzlos ablief, jedoch erschreckte mich etwas. Noch während Seiko auf der Lehne des Sessels saß bemerkte ich wie sich etwas in ihrem Wesen veränderte. Eine dunkle und negative Energie erreichte mich über unser Band und ich wusste was passiert war. Die Schatten versuchten wieder Besitz von ihr zu ergreifen. Eine mächtige Waffe von Seiko und trotzdem machte sie sie angreifbar, denn der Gebrauch führte schwerwiegende Folgen mit sich. Ich erinnerte mich noch gut daran, als Seiko zum ersten Mal mit den Schatten reagiert hatte, es war eine schreckliche Erfahrung gewesen sie darunter leiden zu sehen. Diese Fähigkeit hatte ihr so viel Kraft genommen und ich hatte mich so hilflos am Rande gefühlt. Ich hatte ihr nicht helfen können, hatte sie nicht vor sich selbst beschützen können. Erst nach und nach wurde das Band stärker und schließlich gelang es mir einen Teil ihrer Leiden auf mich zu übertragen, sie somit zu schonen und ich konnte ihr helfen Einhalt über die Schatten zu gebieten. Seiko hatte den Verband fallen gelassen und ich konnte kurze Bildsequenzen vor meinem Auge auftauchen sehen. Ich konzentrierte mich, fühlte das Leid und den Einfluss der Schatten als wäre all dies ich und dann übertrug ich es auf mich. Es dauerte nicht lange ehe Seiko ruhiger wurde und auch in mir klang dieses Ereignis langsam aus. Das Leid ergriff mich nicht so stark wie Seiko, aber dennoch konnte ich es von ihr nehmen. Einen Moment lang war ich mir nicht sicher was ich ihr nun sagen sollte. Sie wirkte noch immer aufgewühlt von diesem überraschenden Übergriff der Schatten und auch ich hatte noch ein mulmiges Gefühl im Magen. Schließlich setzte Seiko die Behandlung schweigend fort und war nach einer Viertelstunde damit fertig. "Wie fühlst du dich? Willst du noch einen Tee oder etwas anderes?" Ich spürte wie Seiko meine Hand ergriff und drückte diese leicht ehe ich sie von der Lehne des Sessels auf meinen Schoß zog. "Solange du hier bei mir bist, fehlt es mir an nichts." sagte ich und hauchte zärtliche Küsse auf die weiche Haut an ihrem Hals. Langsam wurde mir wieder bewusst wie es mir gefehlt hatte sie so im Arm zu halten, sie zu küssen und ihr einfach nah zu sein. Ich wollte sie nicht noch einmal verlieren, denn wenn dies der Fall war, so war ich mir sicher, würde ich sofort daran sterben. Ich hatte sie wieder, meine Seiko und es erschien mir noch immer wie ein Wunder, so als könne dies gar nicht real sein, doch es fühlte sich sehr real an, wie ich sie hier im Arm hielt.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 22:39

Ich spürte wie die Dunkelheit ins Wanken geriet und schließlich vollends verschwand. Ich amtete erleichtert auf und strich mit meinen Fingern sanft über Shinjis Hand, während mein Blick ziellos durch den Raum schweifte. Woher kam diese unerwartete Reaktion? Die Schatten hatten mich in einem wahrhaft schlechten Moment erwischt und beinahe einen Teil der Kontrolle erhalten, was die Musterung an meiner Hand mir deutlich gezeigt hatte. Doch wieso hatten sie sich zurückgezogen? War es weil Shinji hier war? Aber ich hatte es all die Jahre so gut wie nie gespürt, wie könnte das Band…? Selbst wenn Shinji hier war, unser Band war wie wir nun kürzlich festzustellen hatten nicht mehr das Wahre, schließlich hatten wir miteinander getanzt und uns geküsst und dennoch nicht bemerkt wer der jeweils andere war. Sollte man dies wirklich jemandem Erzählen wäre dies mehr als peinlich. Und bitter für die betroffene Person, da meiner Meinung nach nur eine minimale Überlebenschance für diese bestand. "Solange du hier bei mir bist, fehlt es mir an nichts." Unerwartet riss mich Shinjis Satz aus meinen Gedanken und ich spürte gerade noch wie er mich auf seinen Schoß zog. Ich seufzte wohlig als ich seine Lippen auf meiner Haut spürte, wie er mein Gesicht, meinen Hals und meine Lippen küsste, so unglaublich sanft und zart und zugleich, impulsiv und voller Leidenschaft. Ich seufzte und legte ihm die Arme um den Hals, während ich seinen Kuss erwiderte und mich seinem Körper völlig hingab. Einfach alles schien mich in diesem Moment zu berauschen. Sein Geruch, die Art und Weise wie er mich küsste, mich berührte, seine ruhige liebevolle Stimme, das Gefühl welches in mir aufkam wenn ich in seine goldenen Augen blickte, all die Freude und Zärtlichkeit, die in ihnen lag. Ich legte eine Hand an seine Wange und ließ zunächst vorsichtig meine Finger darüber gleiten, ehe ich sein Gesicht zu dem Meinen hinab zog. Wie sehr hatte ich all dies vermisst? Ihn vermisst? Vermutlich gab es keine Sekunde in meinem Leben in der ich es nicht getan hatte, bis auf die jetzigen. "Ich liebe dich." hauchte ich zwischen zwei Küssen, bevor unsere Lippen sich erneut fanden. Ich beendete den Kuss für einen Moment um Shinji anzusehen. Ich fürchtete mich vor dieser Reaktion mehr als alles andere. Es waren acht Jahre vergangen, eine Ewigkeit wenn man unser bisheriges Alter betrachtete. Was hatte sich an ihm verändert? Hatte er irgendwo eine Familie für die er kämpfte? Außerhalb von Sendai? Wenn er Kinder hatte und er und seine Frau sich…? Okay sollte mein Gedanke tatsächlich auf Fakten beruhen war mein, unter diesen Umständen 'Ex'-Freund wirklich ein absolut mieser Ehemann. Dies war mir in diesem Moment allerdings herzlich egal. Selbst wenn er sich verändert hatte, er war es in diesem Moment, er war mein Shinji.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 22:46

Sanft ließ ich meine Küsse von Seikos Hals nach oben wandern, küsste zärtlich ihre Wangen und erreichte dann ihre Lippen die ich mit meinen in einem leidenschaftlichen Kuss vereinte. Ich konnte noch immer nicht glauben, dass sie es war, die hier auf meinem Schoß saß. Ich hatte sie acht Jahre lang für tot gehalten, jegliche Hoffnungen sie wiederzusehen fast gänzlich erloschen. Nie war ich eine neue Beziehung eingegangen, da Seiko die Einzige war die ich je geliebt hatte und je lieben würde. Es war wie ein Traum, dass ich sie nun hier in meinen Armen hielt. Noch immer verfluchte ich mich innerlich, dass ich sie nicht eher erkannt hatte, dass das Band nicht reagiert hatte oder ich gänzlich zu blind gewesen war es zu erkennen. Mein Puls hatte sich mittlerweile beschleunigt und das Blut rauschte in meinen Adern, während ich Seiko noch immer küsste. Ich vermutete es gab kein vergleichbares Gefühl in dieser Welt als jenes was ich soeben empfand. "Ich liebe dich." Seikos gehauchte Worte ließen nun auch wirklich jeden Zweifel daran verschwinden, dass sie vielleicht in den acht Jahren jemanden kennengelernt hatte, jemanden den sie mehr liebte, jemanden der sie besser beschützen konnte. Ich hatte einmal darin versagt sie zu schützen, dieser Fehler würde mir jedoch sicherlich kein zweites Mal unterlaufen. Hingebungsvoll blickte ich in Seikos wunderschöne blaue Augen, registrierte eine gewisse Furcht darin und legte dann meine Stirn an die Ihre. "Ich liebe dich auch. Du kannst dir nicht vorstellen wie sehr." Zärtlich fuhr ich mit den Fingern über ihre Wangen, schob eine Strähne ihres samtweichen Haares beiseite um ihr Gesicht vollständig betrachten zu können. Liebevoll küsste ich sie, schlang die Arme um ihren zierlichen Oberkörper und zog sie eng an mich. Wenn dies alles wirklich ein Traum sein sollte, so wollte ich nie wieder daraus erwachen. Mich wieder in einer Welt zu sehen in der Seiko womöglich wirklich tot war, war einfach eine unerträgliche Vorstellung. "Wie konnte ich dich nur acht Jahre lang nicht finden?" murmelte ich mehr zu mir selbst als zu ihr, während ich ihr engelsgleiches Antlitz betrachtete, ihre perfekten Züge, die reine, helle Haut und die Augen die ich so sehr liebte. Es war mir einfach unbegreiflich wie ich sie nicht hatte erkennen können schon gar nicht als ich sie geküsst hatte.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 22:48

"Ich liebe dich auch. Du kannst dir nicht vorstellen wie sehr." Shinji und ich waren uns nun so nah, dass ich direkt in seine Augen sah. Ein einzigartiger wunderschöner Goldton, wie hatte ich sie nur vergessen haben können? Seine Stirn lehnte gegen die Meine und ich spürte sein gleichmäßiges Amten auf der Haut, bis er mich küsste und mit den Fingern über meine Wangen und einige Haarsträhnen zur Seite strich. Ich stand kurz davor nun endgültig die Beherrschung zu verlieren, wie ein Wasserfall los zu weinen und um Shinjis Hals zu fallen, mich an ihn zu schmiegen und nie wieder loszulassen. Bedeutete dies… dass er nicht verheiratet war und keine Familie besaß? Ein riesiger Knoten, der sich in mir befand löste sich und ich atmete erleichtert auf. Es war nicht so, dass ich Shinji dies nicht gegönnt hätte, eine Frau, lachende Kinder, ein glückliches und sicheres Zuhause, etwas wie eine Heimat zu haben, dass wir als Kinder nie besessen hatten. Doch vermutlich, wobei nicht vermutlich sondern definitiv, hätte ich diese Frau auf alle erdenklichen Weisen beneidet und mich nach Erhalt dieser Nachricht am liebsten die nächste Klippe hinuntergeworfen. Ich ließ meine Hand mehrmals über die sanfte Haut seiner Wange gleiten, fuhr mit den Fingernägeln darüber und küsste Shinji immer und immer wieder. Während Shinji die Arme um meine Taille legte und mich enger an sich zog seufzte ich wohlig und legte die meinen um seinen Hals und küsste diesen sanft, so gut es neben dem Verband machbar war. "Wie konnte ich dich nur acht Jahre lang nicht finden?" Ich vergrub meine Finger in seinen silberfarbenen Haaren. "Wie konnte ich es jemals zulassen, dass sie mich mitnahmen?" flüsterte ich und schluckte einige Tränen hinab. "Wieso bin ich so schwach gewesen?" Ich schmiegte mich so eng wie möglich an Shinji und legte den Kopf an seine Brust. Einen Moment lang schloss ich die Augen nur um das gleichmäßige Schlagen seines Herzens zu hören. Erst jetzt begann ich das Glück, welches ich empfand wahrhaft zu realisieren, was ein so schönes Gefühl war, dass ich schon fürchtete daran zu sterben. Diese Stimmung wirkte sich natürlich auf unser Band aus, ausnahmsweise Mal in einer positiven Weise. Ich vergrub meinen Kopf an seinem Hals. Nach einer Weile, in der wir so dagesessen hatten, fiel mir als ich einen Moment lang die Augen aufschlug erst bewusst auf, wie schlecht es Shinji trotz des Tees und dieser Mogelverbände gehen musste. "Wie wäre es wenn du duschen gehst, solange ich hier den Rest dieser mörderischen Akten in die Ecke verbanne?" Ich deutete lächelnd mit der Hand auf die Ecke, wo ich die Akten zuvor kreuz und quer hin verfrachtet hatte. Bevor ich von seinem Schoß aufstand küsste ich ihn noch einmal innig. Schließlich verschwand Shinji für die nächste Zeit im Badezimmer, während ich sämtliche Sachen die im Wohnzimmer störten aufräumte oder kurz gesagt: Einfach ungeachtet in die Ecke warf. Als letztendlich jemand an der Tür klopfte verdrehte ich die Augen und ließ den nächsten Stapel Papier auf den Boden klatschen. Wer wollte nun schon wieder etwas von mir? Ich war erst eine knappe Zeit lang zuhause und es war bereits Nacht! Es war wie in einem Horrorfilm, wo die Frau die Tür öffnete und der Täter hereintrat und sie umbrachte. Mein Hero befand sich ja zum Glück des Täters unter der Dusche, zu seinem Pech war ich Vizeadmiralin und hatte eine fantastische Ausbildung im Bereich der Selbstverteidigung und Kampftechniken erhalten. Seufzend verdrehte ich die Augen und machte mich auf den Weg zu meiner Haustür, wobei es mir beinahe die Augen aus dem Kopf schlug als ich Shigeru und Ichiro vor dieser auffand. Ich stockte. Was wollten diese beiden, speziell Shigeru dem ich seinen Plan trotz meiner vorigen langen Predigt noch nicht verziehen hatte, denn hier?

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 22:54

Noch eine Weile hatten Seiko und ich engumschlungen dagesessen und am liebsten hätte ich sie nie wieder losgelassen, allerdings war ich mir bewusst, dass dies schwerlich möglich war. Nach allem was wir durchgemacht hatten, nach den Jahren der Trennung war es wahrhaft unglaublich, dass wir nun wieder zusammengefunden hatten. Sanft streichelte ich über Seikos samtweiches Haar, genoss ihre Nähe, ihre Wärme und ihre Zärtlichkeit. Wie hatte ich nur all die Zeit ohne sie überleben können? Es kam mir nun so unrealistisch vor, dass ich nicht vollkommen verrückt über ihren Verlust geworden war. Aber vermutlich lag es daran, dass ich mich kurz nachdem ich die Gosse verlassen hatte, vollends und mit jeder Faser meines Körpers und Geistes in meine Ausbildung gestürzt hatte. Die Kämpfe die ich gekämpft hatte, waren allesamt für Seiko gewesen. Ich hoffte, indem ich stärker wurde, würde ich sie vielleicht doch noch irgendwann finden. Und nun hatte ich sie wieder nach all den Jahren der Kämpfe und der Anstrengung. "Wie konnte ich es jemals zulassen, dass sie mich mitnahmen? Wieso bin ich so schwach gewesen?" Noch immer streichelte ich ihr sanft über das Haar. "Du bist nicht schwach gewesen, du bist niemals schwach gewesen. All das durchzustehen, all die Jahre in der Gosse, das hat schon bewiesen wie stark du warst." Zärtlich hauchte ich ihr einen Kuss auf das Haar, ihr Kopf lag nun an meiner Brust. Einige Minuten lang senkte sich Stille zwischen uns. "Wie wäre es wenn du duschen gehst, solange ich hier den Rest dieser mörderischen Akten in die Ecke verbanne?" Ich erwiderte Seikos Lächeln und nickte dankbar. Auch wenn sie die Verletzungen behandelt hatte, so klebte doch noch immer das Blut auf meiner Haut und an meiner Kleidung. Ich erwiderte den Kuss liebevoll, erhob mich und machte mich schließlich auf den Weg zum Bad. Erst dort wurde mir bewusst wie sehr meine Muskeln noch angespannt waren, da das heiße Wasser alle Anspannung von mir nahm. Es tat gut das Blut fort zu waschen und den allgegenwertigen Blutgeruch loszuwerden. Anschließend betrachtete ich meine Kleidung. Die Hose war noch annehmbar, allerdings waren der obere Teil der Uniform und mein Mantel gänzlich durch das viele Blut versaut. Ich trocknete mich rasch ab und warf einen prüfenden Blick in den Spiegel. Meine Lippe war leicht aufgesprungen, aber bis auf einige wenige Kratzer und die behandelten Wunden fehlte mir nichts. Da war ich schon weitaus schlimmer aus einer Schlacht zurückgekehrt. Ich verließ also mit freiem Oberkörper das Bad. "Seiko?" Suchend sah ich mich nach ihr um und fand sie auch vor der Tür. Wo mir kein geringerer als Lord Shigeru und ein etwas älterer Mann entgegenblickten. Wie angewurzelt blieb ich stehen und blickte die beiden ziemlich verdutzt an, noch immer zu keinem Wort fähig, auch wenn ich wusste dass dies Lord Shigeru gegenüber sehr unhöflich war.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 22:58

"Du bist nicht schwach gewesen, du bist niemals schwach gewesen. All das durchzustehen, all die Jahre in der Gosse, das hat schon bewiesen wie stark du warst." Ich lächelte verlegen auf seine Wort hin, doch trotz dessen dass ich anderer Meinung war beschloss ich diese für mich zu behalten und hoffte nicht durch das Band verraten zu werden, damit es nicht zu einer langen eventuellen Streitdiskussion käme. Das wollte ich nach all der Zeit in der ich von Shinji getrennt gewesen war nun wirklich nicht auch noch, von seinem momentanen Gesundheitszustand abgesehen. "Ohne dich hätte ich all das niemals geschafft Shinji." sagte ich und küsste ihn zärtlich, während meine Hand an seine Wange glitt und ich in seine Augen sah. "Ich liebe dich. Ich werde für immer nur dir gehören." Hoffentlich hatte ich mit diesen Worten nicht alles zerstört. Alles was sich zwischen Shinji und mir zugetragen hatte? Allerdings war es die Wahrheit und solange ich sie nicht ausgesprochen hatte, war sie wie ein gigantischer Stein in mir, der mich behinderte und vermutlich eines Tages durch das Band bemerkt werden würde. Schließlich öffnete ich nach meiner Aufräumaktion die Haustür, während Shinji sich noch immer im Bad befand. Vor mir befanden sich Shigeru und Ichiro, aus welchen von mir unerwünschten Gründen auch immer und es sah nicht gerade danach aus, als hätten sie noch länger Lust draußen im Regen vor meiner Haustür zu stehen. Ich überlegte mir Shigeru nicht einfach die Tür vor der Nase zuzuschlagen, schließlich war die Nummer die er letztens abgezogen hatte wirklich unterste Schiene, das aller, aller, allerletzte. Aber gut, schließlich war ich nur dank seiner Ausbildung und Hilfe so weit gekommen und hatte durch ihn, bzw. die Position und den Auftrag den ich von ihm erhalten hatte Shinji wiedergefunden. Ohne große Begrüßungsworte, sprich einem gegrummelten Hallo und mürrischem Blick gingen die Beiden in die Richtung des Wohnzimmers, während ich die Tür schloss. Na toll, was wollten die jetzt hier? Ich hatte Wichtigeres zu tun. Viel Wichtigeres! Shinji!!! Am liebsten hätte ich mir eine der umliegenden Akten geschnappt und sie den Beiden, speziell Shigeru so lange auf den Kopf gehauen, bis sie das Apartment verlassen würden. "Seiko?" Ich erstarrte in jenem Moment als Shinji meinen Namen rief und mich suchte. Meinen beiden Besuchern schien es nicht anders zu gehen, ihre Augen weiteten sich, sie starrten mich an und ihre Münder würden sie so schnell auch nicht mehr schließen können. Ich setzte ein zuckersüßes Lächeln auf und ging in die Richtung in der sich Shinji befand. Einen Moment lang glaubte ich ersticken und tot umfallen zu müssen, da mir die Luft komplett ausging. Da Shinji hier sinngemäßer Weise noch keine Kleidung besaß, weshalb er vermutlich nach mir gesucht hatte, stand er ohne ein Oberteil vor mir. Und oh Gott wie konnte ein Mann so umwerfend aussehen? Ein Wunder dass es tatsächlich noch keine Frau geschafft hatte, ihn um seinen Finger zu wickeln, aber Shinji war schließlich kein hirnloser Vollidiot. Zum Glück. Jetzt wurde es selbst einer Person wie mir verständlich warum wirklich alle Frauen ihm nachsahen. Ich klappte den Mund zu und schüttelte den Kopf um wieder zur Besinnung zu gelangen. Diese Haut… die Muskeln… die Wasserperlen, wie sie langsam den Körper hinabrannen. Ich schloss kurz die Augen und stellte mich letztendlich vor Shinji. "Ist etwas?" fragte ich nun wieder normal und musste mich wirklich zusammenreißen Shinji nicht in irgendeiner Form zu berühren. Noch konnte er schließlich ein eingeladener Gast sein, so wie ich kürzlich bei ihm, der lediglich einige Kleinigkeiten benötigte. "Ach Shinji, die beiden dort drüben sind Lord Maruyama Shigeru und unser am höchsten qualifizierter Arzt Ichiro." Ich deutete in die Richtung der Beiden. "Dies hier ist Vizeadmiral Iwakana Shinji der Domäne Chitoyo." sagte ich an sie gewandt.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:04

Dass Seiko auf meine Worte verlegen wirkte war zugleich überraschend und auch unglaublich niedlich. Wie sehr hatte ich doch diesen Anblick vermisst. Sanft fuhr ich mit den Fingern über ihre Wange. "Ohne dich hätte ich all das niemals geschafft Shinji. Ich liebe dich. Ich werde für immer nur dir gehören." Ich erwiderte Seikos Kuss liebevoll, ehe ich ihr zärtlich in die Augen blickte. "Und ich werde auf ewig Dein sein." hauchte ich und legte meine Hand über die ihre die noch immer an meiner Wange lag. Es war so ein wunderbares Gefühl ihre weiche Haut zu spüren, ein Gefühl dass ich seit acht Jahren mehr als alles andere vermisst hatte. Ich verschränkte unsere Finger eine Weile miteinander, küsste sie dann und war im Bad verschwunden. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet dass während der kurzen Zeit die ich mich dort befunden hatte, plötzlich Lord Shigeru höchstpersönlich vor der Tür stehen würde. Ich war es zwar gewohnt ähnlichen Besuch zu erhalten, nicht selten war Hiroshi schon unangemeldet bei mir aufgetaucht, weil er eine Akte suchte oder einen Auftrag besprechen wollte, allerdings war ich damals nie in einer solch verfänglichen Situation gewesen wie Seiko es nun war. Aber was sollte ich in dieser Situation jetzt tun, ich konnte Lord Shigeru nicht einfach dümmlich grinsend Hallo sagen, genauso wenig konnte ich schnell wieder im Bad verschwinden oder ihm die Ausrede auftischen, dass ich zuuufälligerweise meinen Mantel verloren und in den Regen gekommen war und Seiko die einzige war die ich hier kannte. Dann würde man mich für gänzlich bescheuert halten und Lord Shigeru würde vermutlich sogleich einen Brief an Hiroshi aufsetzen in dem er ihm dringend dazu riet mich aus meiner Position zu entheben. Grund: Geisteskrankheit. "Ist etwas? Ach Shinji, die beiden dort drüben sind Lord Maruyama Shigeru und unser am höchsten qualifizierter Arzt Ichiro." Aha ein Arzt also, immerhin wusste ich jetzt wen ich vor mir hatte. "Dies hier ist Vizeadmiral Iwakana Shinji der Domäne Chitoyo." Ich verbeugte mich vor den beiden. "Lord Shigeru, Ichiro-sama, verzeiht meine Unhöflichkeit, ich war nur etwas erstaunt Euch hier anzutreffen." sagte ich äußerst höflich, obwohl die Situation hier mehr als nur merkwürdig aussehen musste. Jeder Außenstehende hätte vermutlich an seinem Verstand gezweifelt, vor allem da ich vermutete und hoffte, dass Seiko in der Zeit unserer Trennung nicht allzu viele Beziehungen geführt hatte oder Gefühle gezeigt hatte. Ich jedenfalls war ein wahrer Eisklotz geworden, der jeder Frau, mochte sie auch noch so hübsch sein, die kalte Schulter gezeigt hatte. Die Damen hatten sich an mir die wahrhaft die Zähne ausgebissen und stände dort nun Hiroshi anstatt Shigeru, so hätte er vermutlich bald einen Herzinfarkt bekommen.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:14

Ich zog die Augenbrauen zusammen und schürzte die Lippen als Shinji meine Frage eiskalt ignorierte. Völlig egal wie unpraktisch diese Situation auch war, ich wurde nicht gerne ignoriert, abgesehen davon, dass es sehr am eigenen Ego kratzte. "Lord Shigeru, Ichiro-sama, verzeiht meine Unhöflichkeit, ich war nur etwas erstaunt Euch hier anzutreffen." Na das war jetzt ja wirklich nicht die hammermäßige Aussage gewesen, naja egal. Ich unterzog sowohl Shigeru als auch Ichiro einer kurzen Musterung, die in sehr verschiedene Richtungen ausfiel. Während Shigerus erstaunter Blick sich langsam zu einer normalen Mimik fügte und sich ein Grinsen auf seinen Gesichtszügen zu bilden begann, sah Ichiro immer noch so aus als wäre er kurz davor von einem Panzer überrollt oder auf ewig einem Heer Gnome ausgesetzt zu sein. Allerdings konnte ich seine Reaktion durchaus nachvollziehen, denn ich war definitiv mit hundertprozentiger Sicherheit die letzte Frau, in deren Wohnung er einen verflucht gutaussehenden Mann um diese Uhrzeit ohne ein Oberteil erwartet hatte, der dazu auch noch Vizeadmiral einer anderen Domäne war. "Vizeadmiral Iwakana." erhob Shigeru letztendlich seine Stimme, wobei er zur selben Zeit mehrere böse Blicke meinerseits erntete. Diese waren seit seiner netten Aktion kürzlich ohnehin Standard sobald er sich in der Nähe befand, seine blöden Kommentare konnte ich jetzt nicht auch noch gebrauchen, die sollte er schön behalten. "Welch unerwartete Überraschung Euch ausgerechnet hier… empfangen zu dürfen. Sollte Seiko dies noch nicht getan haben so heiße ich Euch herzlichst in Narita willkommen." Und mein Blick wurde böser. Dünnes Eis Shigeru, gaaaanz dünn. Wenn es um Shinji ging war mein Geduldsfaden hauchdünn, was die aufwallenden Schattenwellen in mir leicht andeuteten. Ich hatte Shinji so lange nicht gesehen, man hatte ihn mir so lange weggenommen und uns getrennt, ich würde es sicherlich nicht zulassen, dass dies sich ein zweites Mal zutragen würde. "Dürfte ich fragen was Euch dazu gebracht hat diese Stadt aufzusuchen?" Und mein Blick wurde noch böser. "Ach und Seiko, verzeih mir. Dir selbstverständlich auch einen schönen Abend, tut mir leid dich um diese Uhrzeit noch in Gesellschaft deines… Gastes aufsuchen zu müssen. Ich wollte lediglich fragen ob sich die Akte bezüglich der Jiroku Angelegenheit bei dir befindet, ich bräuchte sie äußerst dringend." Ich zwang mich dazu nicht mit dem Auge zu zucken oder sonstiges zu tun, speziell als ich Shigerus gemeines Grinsen sah, welches er auf meine Blicke hin erwiderte. Wie schön aufgesetzt und gelassen er das alles aussprach. Oh wie ich diesen Mann in letzter Zeit doch hasste. "Die liegt da drüben." meinte ich knapp und deutete auf die mit Akten belagerte Ecke des Raumes.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:23

Wachsam betrachtete ich den Wandel von Lord Shigerus Gesichtszügen, die ein Grinsen annahmen. Irgendwie kam mir das komisch vor. Aber dass ich nicht geschäftlich hier war, war vermutlich abzusehen. Denn kein Vizeadmiral hielt sich, den Oberkörper unbekleidet, im Apartment einer Vizeadmiralin auf um mit ihr über Handelsrouten zu plaudern. Außer natürlich… ich sah an mir herab und erkannte noch immer die Verletzungen sowohl an meinem Arm, als auch die an meinem Hals, die ich aber momentan nicht sehen konnte. Wenn Seiko nicht wollte dass Shigeru etwas hiervon erfuhr, was ich stark vermutete, so wäre dies wenigstens eine Ausrede. Jedoch fiel mein Blick unwillkürlich auf den Arzt Ichiro, der noch immer aussah als habe er soeben einen mit Köpfen jonglierenden Geist gesehen, der dabei Limbo tanzte. "Vizeadmiral Iwakana. Welch unerwartete Überraschung Euch ausgerechnet hier… empfangen zu dürfen. Sollte Seiko dies noch nicht getan haben so heiße ich Euch herzlichst in Narita willkommen." Ich wurde wieder hellhörig, als Lord Shigeru das Wort an mich richtete. "Habt vielen Dank Lord Shigeru, allerdings hat Seiko mich bereits freundlich hier willkommen geheißen." Mein Blick glitt hinüber zu Seiko und obwohl meine Worte neutral geklungen hatten, konnte ich nicht vermeiden dass mein Blick für einen winzigen Augenblick zärtlich wurde. "Dürfte ich fragen was Euch dazu gebracht hat diese Stadt aufzusuchen?" Ich überlegte fieberhaft was ich nun wohl auf diese Worte antworten sollte. Denn immerhin war ich mir keineswegs sicher, ob Seiko wollte dass die beiden die Wahrheit erfuhren. "Meine Vergangenheit, etwas dass ich verloren glaubte und nach dem ich lange auf der Suche war." sagte ich wahrheitsgemäß, jedoch ohne zu viel zu verraten. "Ach und Seiko, verzeih mir. Dir selbstverständlich auch einen schönen Abend, tut mir leid dich um diese Uhrzeit noch in Gesellschaft deines… Gastes aufsuchen zu müssen. Ich wollte lediglich fragen ob sich die Akte bezüglich der Jiroku Angelegenheit bei dir befindet, ich bräuchte sie äußerst dringend." Beinahe hätte ich bei diesen Worten seitens Shigeru angefangen zu lachen, da sie mich so sehr an Hiroshi erinnerten. Genauso tat er es auch, platzte unangemeldet in mein Apartment und fragte mit unschuldiger Stimme nach einer Akte. "Die liegt da drüben." Ich folgte Seikos Fingerzeig und betrachtete die Anhäufung von Akten, einen Moment lang musste ich lachen, als ich dies alles sah. Da würde Shigeru ja noch bis in den Morgen sitzen und nach der gewünschten Akte suchen. Schnell beherrschte ich mich wieder. "Verzeihung." Shigeru zog die Augenbrauen zusammen während er den Berg betrachtete, Ichiro jedoch hatte den Blick weiterhin auf mich gerichtet. "Stammen diese Verbände von dir Seiko?" fragte er an sie gerichtet und deutete auf mich. Kopfschüttelnd trat er ein paar Schritte näher. "Dürfte ich mir das kurz ansehen?" fragte er und ich nickte, ehe er auch schon den Verband um meine Halsverletzung löste. Ich warf Seiko noch einen entschuldigenden Blick zu. Gegen einen professionellen Arzt konnte man als Vizeadmiralin auch nicht einfach so ankommen.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:25

Ich blickte noch immer zwischen Shigeru und Ichiro hin und her, zum einen um Shigeru mit bösen Blicken zu erdolchen und zum anderen um Shinji nicht ansehen zu müssen, weil er so verdammt gutaussah. Eines war sicher, würde ich nur eine Sekunde lang nachgeben, würde ich augenblicklich in Shinjis Armen liegen und ihn ausgiebig küssen, völlig egal ob sich noch weitere Personen in diesem Raum befanden oder nicht. Ich hatte ihn so sehr vermisst und ausgerechnet jetzt, wo wir nicht einmal eine Stunde zusammen gewesen waren, mussten diese Beiden natürlich hier aufkreuzen, toll. Danke auch! "Meine Vergangenheit, etwas das ich verloren glaubte und nach dem ich lange auf der Suche war." Gott, konnte er es mir nicht noch schwerer machen? Es kostete mich sämtliche Selbstbeherrschung und vermutlich würde mein Körper jede Minute anfangen zu zittern, weil ich mich immer noch wie ein Baum verhalten und stocksteif neben Shinji stehen musste. Nachdem ich auf die zahlreichen Aktenstapel in der Ecke gezeigt und Shinji neben mir zu lachen angefangen hatte, wischte ich Shigerus Grinsen endlich aus seinem Gesicht. "Viel Glück beim Suchen." meinte ich hämisch und wandte mich Ichiro zu, welcher mich in diesem Moment angesprochen hatte. "Stammen diese Verbände von dir Seiko?" Oje, das klang nicht gerade gut. Aber hallo ich war doch wohl keine Ärztin oder? Was sollte ich denn noch alles tun, bis die anderen zufrieden waren? Dieser Tag würde wohl nie kommen. "Dürfte ich mir das kurz ansehen?" Ich hob nur die Augenbrauen und wandte mich Ichiros ersterer Frage zu. "Tut mir ja leid, ich bin nun mal keine Ärztin. Aber ich habe mir alle Mühe gegeben und das angewandt, was du mir schon gezeigt hast!" verteidigte ich mich, wenn auch in einem leicht zickigen Ton. Es stimmte, schon mehrmals hatte ich Ichiro zugesehen, wenn er jemanden behandelte, der nicht allzu selten ich selbst war und mir einige Dinge erklären und zeigen lassen hatte oder sie abgeschaut. "So schlecht sind sie auch wieder nicht und sie erfüllen wenigstens vorerst ihren Zweck. Bis Morgen hätten sie gehalten, bevor ich Shinji zu dir gebracht hätte. Aber das hat sich jetzt ja von selbst erledigt."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:27

Ich warf nebenher einen Blick auf Seiko, die wie ich zugeben musste ein klein wenig nervös aussah. Noch während ich mich fragen konnte woran das lag, bemerkte ich wie sich ihre Züge wandelten und ein hämisches Grinsen darauf trat, welches Shigeru gewidmet war. "Viel Glück beim Suchen." Ein kurzes Grinsen konnte ich mir bei diesen Worten nicht verkneifen, was allerdings schnell wieder einem neutralen Gesichtsausdruck wich. Ehrlich gesagt war es mir momentan vollkommen unrecht hier im Raum stehen zu müssen und Seiko nicht berühren zu dürfen. Mein Körper und mein Geist sehnten sich nach ihr. Ich hatte sie doch gerade erst wiedergefunden und wurde, wenn auch nur für wenige Meter, bereits wieder von ihr getrennt. Ichiro hatte nun den Verband von meinem Hals gelöst und sah sich die Wunde teils überrascht und teils mit diesem untersuchenden Blick an. "Tut mir ja leid, ich bin nun mal keine Ärztin. Aber ich habe mir alle Mühe gegeben und das angewandt, was du mir schon gezeigt hast! So schlecht sind sie auch wieder nicht und sie erfüllen wenigstens vorerst ihren Zweck. Bis Morgen hätten sie gehalten, bevor ich Shinji zu dir gebracht hätte. Aber das hat sich jetzt ja von selbst erledigt." Ich bedachte Seiko für einen Moment mit einem leicht bösen Blick. Hatte sie tatsächlich vorgehabt mich zu einem Arzt zu schleifen? In gewisser Hinsicht konnte ich ihre Sorge verstehen, ich würde vermutlich genauso reagieren, aber andererseits hatte ich schon viel schlimmere Verletzungen überlebt als diese Lappalie. Ich hatte fünf Tage auf einem Schlachtfeld gelegen, während jeder gedacht hatte, dass ich längst gestorben war. Als ich dann vollkommen entkräftet und mit unzähligen Verletzungen am gesamten Körper in Hiroshis Anwesen aufgetaucht war, waren den Anwesenden fast die Augen aus dem Kopf gefallen. "Sie sind lediglich ein wenig unordentlich." sagte Ichiro mit fachkundigem Blick. "Wärst du so freundlich mir dein Verbandszeug zu holen, ich möchte ungern dass er sich über die Verletzungen eine Infektion zuzieht." Wenig später spürte ich eine weitaus schmerzhaftere Behandlung als die von Seiko, denn Ichiro schien gründlich zu sein und die Wunde wirklich zu reinigen. Der Verband fiel jedoch schmaler aus und war ein wenig angenehmer zu tragen. Mein Blick huschte kurz zu Shigeru, der noch immer den Aktenberg untersuchte, ein Grinsen konnte ich nicht unterdrücken.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:36

Während ich noch immer mit einem Grinsen auf den Zügen beobachtete, wie Shigeru einen auf Turmspringer machte und sich durch die Berge von Akten wühlte, bemerkte ich wenig später einen leicht bösen Blick seitens Shinji. Der Grund war nun wirklich nicht schwer zu erraten, schließlich liebte er Arztbesuche ebenso sehr wie ich selbst, weshalb es ihn vermutlich ein wenig ärgerte dass ich ihn morgen zu Ichiro hatte schleifen wollen. Moment, ich hatte es gar nicht gewollt, ich hätte es getan! Er wollte mir, seiner Seiko, doch nicht widersprechen oder? Fehler! Ein schmales Grinsen schlich sich auf mein Gesicht, während ich ihn zugleich mit einem entschuldigenden Blick betrachtete, so ganz gegen seinen Willen zu handeln und erst recht mit ihm zu streiten war wirklich das Letzte was ich tun wollte, speziell jetzt nach allem was geschehen war. "Sie sind lediglich ein wenig unordentlich. Wärst du so freundlich mir dein Verbandszeug zu holen, ich möchte ungern dass er sich über die Verletzungen eine Infektion zuzieht." Ach, wie schön er doch ausgedrückt hatte, wie schlecht er meine Arbeit fand. Aber wenigstens hatte er mich vor Shinji nicht zusammengestaucht und erklärt wie unbrauchbar ich als Ärztin war, immerhin. Sein zweiter Satz raubte mir doch sogleich diese positive Erkenntnis als er mich, mal wieder so wie sonst auch, zu seinem Laufburschen machte und mich durch meine eigene Wohnung jagte. Allerdings ging es hier um Shinjis Gesundheit und diese hatte nun mal höchste Priorität. In gewisser Weise war ich Ichiro überaus dankbar, dass er sich der Aufgabe Shinji zu behandeln ohne Aufforderung oder Gegenleistung widmete, doch die Laufburschensache zu der er mich grundsätzlich zwang wirkte jedes Mal aufs Neue provokativ. Nachdem Ichiro fertig mit seiner Behandlung war, betrachtete ich den neuen Verband an Shinjis Arm, der selbstverständlich, da Ichiro Arzt war, meinen um Lichtjahre übertrumpfte, aber dennoch war meine vorige Behandlung nicht gar so schlecht gewesen. "Haha!!!" Shigeru tauchte wieder aus einem der Aktenberge auf und erinnerte mich zunächst an einen Tiefseetaucher anstelle eines großen Lords und Domänenführer, während er mit stolzer Miene die anscheinend gewünschte Akte gefunden hatte, diese hochhob und damit herumwedelte. Schließlich richtete er sich, völlig widersprüchlich dem vorigen Bildes wieder auf, strich sich das Gewand ein wenig glatt und blickte mit normaler Mimik zu Shinji. "Nun Vizeadmiral Iwakana, hat sich Eure Reise gelohnt? Habt Ihr gefunden wonach Ihr suchtet?"

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:42

Aus der Ecke konnte ich nur noch Rascheln hören, als sich Lord Shigeru durch die Aktenberge kämpfte, die kein Ende zu nehmen schienen. Ich kannte dieses Gefühl nur zu gut, da es bei mir nicht viel anders aussah und ich definitiv nicht die Zeit dazu hatte meine Akten erst alle feinsäuberlich nach Themengebieten zu sortieren und in Schubladen zu sperren, was allerdings weitaus praktischer gewesen wäre, als sie als Stolperfallen zu verwenden. Mit einem winzigen Grinsen bemerkte ich Seikos genervten Blick, als Ichiro sie bat das Verbandszeug zu holen. In solchen Momenten erinnerte sie mich wirklich wieder an früher, denn so unmotiviert und genervt hatte sie immer ausgesehen wenn sie etwas machen sollte, was ihr nicht in den Kram gepasst hatte. Ziemlich genau erinnerte ich mich noch an den Obsthändler, der uns einen Auftrag aufs Auge gedrückt hatte mit dem Versprechen dass er als Gegenleistung etwas von seinem Obst rausrücken würde. Seiko und ich sollten lediglich verdorbenes Obst zu einem anderen Händler bringen und in den Warenkörben platzieren, damit sein Geschäft ruiniert wurde. Damals hatte Seiko eindeutig diesen Blick gezeigt. Der Obsthändler hatte allerdings damals kein Obst rausgerückt, woraufhin mir die Faust ausgerutscht war. Noch immer grinsend dachte ich daran zurück wie wir den halben Stand mitgenommen hatten, während der Mann noch immer dalag wie ein ohnmächtiges Schwein. "Haha!!!" Shigerus Ausruf brachte mich in die Realität zurück und erst da wurde mir bewusst dass Ichiro die Behandlung abgeschlossen hatte. Ich verbeugte mich dankend und sah dann hinüber zu Shigeru, der triumphierend die Akte in Händen hielt und irgendwie ziemlich gegen mein voriges Bild von ihm verstieß. "Nun Vizeadmiral Iwakana, hat sich Eure Reise gelohnt? Habt Ihr gefunden wonach Ihr suchtet?" Allerdings verschwand der Gesichtsausdruck wieder als er sich an mich wandte. Einen Moment überlegte ich wie ich am geschicktesten auf diese Frage antworten könnte. "Allerdings, das habe ich und ich würde diese Reise noch hunderte Male auf mich nehmen, egal unter welchen Umständen." sagte ich und blickte zu Seiko, die nun neben mir stand. Am liebsten hätte ich sie gleich wieder an mich gezogen um ihre Nähe spüren zu können, allerdings wäre dies in Gegenwart von Lord Shigeru und Ichiro äußerst unpraktisch und so beließ ich es bei einem Blick.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:43

"Nun Vizeadmiral Iwakana, hat sich Eure Reise gelohnt? Habt Ihr gefunden wonach Ihr suchtet?" Ich schluckte bei diesen Worten und trat etwas unsicher von einem Fuß auf den anderen. So langsam wurde es kritisch für Shinji auf Shigerus Fragen auffällig unauffällige und nichtssagende Antworten bezüglich unserer Beziehung zu finden. Ich zwang mich ihm nicht einen Blick zuzuwerfen, der dies verraten könnte, während ich mir ernsthaft überlegte nicht einfach Zwang einzusetzen um Shigeru und Ichiro aus dem Apartment zu bekommen und sie womöglich noch vergessen zu lassen, dass sie Shinji hier jemals gesehen hatten. "Allerdings, das habe ich und ich würde diese Reise noch hunderte Male auf mich nehmen, egal unter welchen Umständen." Gott, hatte er eine Ahnung was er mir eigentlich antat? Ich atmete tief ein und verschränkte die Arme um nicht doch die Beherrschung zu verlieren und Shinji um den Hals zu fallen und ihn zu küssen. Konnten Shigeru und Ichiro nicht einfach gehen? Warum hatten sie diese Akte auch ausgerechnet heute gebraucht? Hätten sie die nicht eine Stunde früher holen können? Oder mich morgen fragen ob ich sie ihnen nicht bringen könne? Warum jetzt? Wo ich Shinji nicht einmal eine Stunde nach allem was geschehen war bei mir hatte? Das Einzige, was wirklich vorteilhaft war, war das Ichiro ihn jetzt wenigstens behandelt hatte und Shinji nicht mehr unter meinem Möchtegern Versuch einer ersten Hilfe leiden musste. "Tatsächlich? Nun, dann hoffe ich, dass Ihr Eure Zeit hier genießen werdet, ebenso wie die Gesellschaft mit der Ihr diese verbringt." Oh oh, nicht gut. Ich sah wie sich, wie schon zahlreiche Male zuvor, ein Grinsen auf Shigerus Gesicht bildete und zwar jenes, das ich nur allzu gut kannte und unter diesen Umständen definitiv in keinster Weise gut fand. Es war ein wissender Ausdruck, der auf seinen Zügen lag. Ich konnte die Schatten schon greifen, auch wenn mir bewusst war, dass es weitaus schwieriger war den Zwang bei Shigeru einzusetzen, da seine psychischen Kräfte ausgeprägter und stärker waren als bei durchschnittlichen Personen. "Nun denn, verzeiht die abendliche Störung, ich und ich schätze auch Ichiro wünschen euch noch einen angenehmen Abend." Voller Erleichterung über diese Worte brachte ich Shigeru und Ichiro zur Tür und verabschiedete sie, wobei mir Shigerus Gesichtsausdruck noch immer in keinster Weise gefiel. Das würde bestimmt noch Ärger mit sich bringen, viel Ärger wenn ich Pech hatte. Und unzählige Probleme. Kaum war die Tür von mir geschlossen worden, ging ich rasch zurück ins Wohnzimmer. "Endlich. Ich dachte schon die gehen überhaupt nicht mehr." meinte ich erleichtert und lehnte mich gegen eine Lehne der ihm Raum stehenden Sessel.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:47

Ein merkwürdiger Ausdruck legte sich auf Lord Shigerus Züge. Mit einer gewissen Vorsicht betrachtete ich diesen Wandel. Das sah irgendwie nicht gut aus, denn das Lächeln schien nur allzu wissend zu sein und das konnte ja unmöglich in Seikos Interesse liegen. Verdammt, wieso hatte ich den Blick zu ihr nicht vermeiden können? Wieso war es so verdammt schwer mich von ihr abzuwenden und einfach zu lügen? Das würde ihr nur Probleme verursachen und das stand keineswegs in meinem Sinne. "Tatsächlich? Nun, dann hoffe ich, dass Ihr Eure Zeit hier genießen werdet, ebenso wie die Gesellschaft mit der Ihr diese verbringt." Das sah gar nicht gut aus, denn das Grinsen auf Shigerus Zügen wurde noch breiter. "Nun denn, verzeiht die abendliche Störung, ich und ich schätze auch Ichiro wünschen euch noch einen angenehmen Abend." Ich unterdrückte ein tiefes Luftholen. "Vielen Dank Lord Shigeru, ich wünsche Euch ebenfalls noch einen angenehmen Abend." Ich war äußerst froh Ichiro und Shigeru loszuwerden, denn diesen Abend hatte ich mir wahrlich anders vorgestellt als mit Lord Shigeru über meine Absichten hierhergekommen zu sein, zu plaudern. Ich beobachtete wie Seiko die beiden noch zur Tür begleitete und dann zurück ins Wohnzimmer trat. "Endlich. Ich dachte schon die gehen überhaupt nicht mehr." Ein kurzes Lächeln huschte über mein Gesicht. "Ich wusste gar nicht dass du um solche Zeiten noch männlichen Besuch empfängst." Mit einem Grinsen ging ich zu Seiko hinüber und unterband so den höchst unerwünschten Abstand zwischen uns. "Sollte ich mir Gedanken machen?" fragte ich dicht an ihr Ohr und hauchte dann einen Kuss auf ihren Hals. "Immerhin habe ich dich gerade erst wiedergefunden, da kann ich nicht zulassen, dass ich dich sogleich wieder an einen anderen Mann verliere." Weitere Küsse folgten, während ich mit dem Verlangen kämpfte Seiko nicht sogleich an mich zu ziehen und innig zu küssen. Allein die wenigen Minuten die Shigeru und Ichiro sich hier befunden hatten waren eine einzige Qual gewesen, da ich mich von Seiko hatte fernhalten müssen und dies war der Wunsch der mich wohl am wenigsten in dieser Zeit erfüllte, denn nichts war nun wichtiger als ihr nah sein zu können, die Sicherheit zu haben dass niemand sie mir nun wieder würde nehmen können.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:48

"Ich wusste gar nicht dass du um solche Zeiten noch männlichen Besuch empfängst." Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht, während Shinji zu mir kam und mir nun wieder nahe stand. "Da siehst du mal." antwortete ich. "Die Zeiten ändern sich nun mal." Ich strich mit den Fingerspitzen sanft über seine Brust und lief anschließend mit meinen Fingern schrittweise hinauf bis zu seinem Hals. "Sollte ich mir Gedanken machen? Immerhin habe ich dich gerade erst wiedergefunden, da kann ich nicht zulassen, dass ich dich sogleich wieder an einen anderen Mann verliere." Ich spürte wie Shinji mich küsste, all seine Berührungen und seufzte wohlig auf. Wie sehr hatte ich das, hatte ihn vermisst? Sanft schmiegte ich mich an ihn, legte den Kopf an seinen Hals und hauchte zärtlich Küsse darauf. "Nein, definitiv nicht." sagte ich mit leiser Stimme in sein Ohr. Ich legte meine Hände auf seine Oberarme und zog ihn etwas zu mir. "Das wird niemals geschehen." Schließlich schmiegte ich mich enger an ihn, so dass sich kaum noch Raum zwischen uns befand und legte den Kopf auf seine Brust. Einen Moment lang schloss ich die Augen und hörte das gleichmäßige Schlagen seines Herzens, wie er langsam ein und ausatmete, spürte die Wärme seines Körpers. Wir standen noch eine Weile so da, ehe mir ein Gedanke kam. Ein Gedanke, der wirklich äußerst peinlich war. Daran hätte ich wirklich früher denken müssen, nach all den Strapazen, denen Shinji ausgesetzt war um hier her, um zu mir zu gelangen. Ich hob vorsichtig den Kopf und sah ihn an. Welch Ironie, dass ich meinen lieben Mr. Perfect damals noch beinahe verachtet hatte, als wir uns vor kurzer Zeit in Sendai unwissentlich wiedergefunden hatten. Allerdings hatte ich durchaus recht gehabt, er war ja mehr oder weniger perfekt. "Was hältst du davon deine Kochkünste zu verbessern und dich damit vor dem Hungertod zu bewahren? In meinem Apartment gibt es so einen Raum, er nennt sich glaube ich Küche, vielleicht könnte der dabei ganz nützlich sein." fragte ich mit einem Grinsen.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:52

"Da siehst du mal. Die Zeiten ändern sich nun mal." Ich spürte Seikos Berührungen, konnte ihre sanfte Stimme hören und ihre Präsenz deutlich bei mir spüren. Wenn dies wirklich alles nur ein Traum war, denn so kam es mir in Momenten wie diesen vor, so wollte ich niemals daraus erwachen. Ich hatte meine Seiko zurück, so lange hatte ich keine Gewissheit darüber ob sie noch am Leben oder bereits tot war, so lange hatte ich darum gebangt sie vielleicht noch einmal wiederzusehen. Nicht selten hatte ich nachts wachgelegen, die Decke über mir angestarrt und mich gefragt was wohl aus ihr geworden war. Ob sie überlebt hatte und jetzt ein besseres Leben führte oder ob man sie mir genommen hatte, ihr junges Leben bereits viel zu früh beendet. Ich wurde aus meinen Gedankengängen gerissen als Seiko den Kopf an meinen Hals schmiegte und ich ihre Küsse wie die sachte Berührung des Flügels eines Schmetterlings darauf spürte. "Nein, definitiv nicht. Das wird niemals geschehen." Wärme breitete sich in mir aus als ich ihren Worten lauschte und ich schloss Seiko in eine zärtliche Umarmung. Es war ein so wunderbares Gefühl von ihr zu hören, dass sie sich keinem anderen Mann hingeben würde, dass es nie passieren würde. Liebevoll streichelte ich über ihr silbernes Haar und hauchte Küsse darauf. Stille hatte sich zwischen uns gesenkt in der ich lediglich ihr ruhiges Atmen ausmachen konnte, während ihr Kopf an meiner Brust lag. Nach einer Weile spürte ich wie Seiko ein wenig Abstand zwischen uns brachte und musterte sie aufmerksam. "Was hältst du davon deine Kochkünste zu verbessern und dich damit vor dem Hungertod zu bewahren? In meinem Apartment gibt es so einen Raum, er nennt sich glaube ich Küche, vielleicht könnte der dabei ganz nützlich sein." Ein kurzes Grinsen stahl sich auf mein Gesicht. "Sehr gerne, allerdings sollte ich dich davor warnen, dass ich ein äußerst miserabler Koch bin." Meinen Blick ließ ich durch den Raum gleiten. "Und wo unter all diesen Akten hat sich deine Küche versteckt?"

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:53

"Sehr gerne, allerdings sollte ich dich davor warnen, dass ich ein äußerst miserabler Koch bin." Ich lachte und trat schließlich, wenn auch nicht gerade allzu freiwillig, ein paar Schritte von Shinji weg, sonst würden wir es vermutlich niemals schaffen am heutigen Abend die Küche zu erreichen, geschweige denn zu kochen. "Als ob das etwas Neues wäre." gab ich schließlich auf seine Worte zurück. "Ich erinnere mich noch gut an deine früheren Kochversuche. Wobei sie jeder vernünftige Koch damals vermutlich als Vergiftungsmittel bezeichnet hätte, zumindest deine ersten Anläufe." Ich lachte erneut, als ich mich zurück erinnerte, was Shinji mir damals als Essen benannt und vorgesetzt hatte. Ein Glück für ihn, dass ich zu jener Zeit noch nichts gesagt hatte, sonst wären definitiv Beschwerden gekommen. So sehr ich Shinji liebte, im Kochen war er ein Vollversager, wirklich eine absolute Null. Naja er konnte ja nicht in allen Dingen der Mr. Perfect sein und es war ja nicht so, dass es keine Bereiche gab in denen ich nicht die Oberniete war. Zum Glück hatte ich nach einer ausreichenden Anzahl seiner Versuche das Kochen selbst übernommen und uns beiden somit eine Lebensmittelvergiftung erspart. "Und wo unter all diesen Akten hat sich deine Küche versteckt?" Ich verschränkte die Arme und sah ihn gespielt empört an. "Was soll das denn bitte heißen? Schließlich habe ich die ganzen Akten gerade voller Liebe in diese Ecke geworfen… " Ich deutete mit der Hand auf die Stelle, wo der gesamte Papierkram ungeordnet lag. "… in der sich Shigeru sogar als Turmspringer betätigt hat." Schließlich geriet meine Miene etwas ins Wanken und wurde letztendlich von einem Grinsen ersetzt, während ich zu einer Tür deutete. "Da drüben ist die Küche, bereite dich also schon mal auf deine erste richtige Kochstunde vor, ich bin sofort bei dir." Es erschien mir unglaublich, aber ich war meiner Schwester derzeit tatsächlich für das Geburtstagsgeschenk von vor zwei Jahren dankbar unter dem Shinji demnächst zu leiden hätte. Schließlich trat ich wenige Minuten später, in denen ich meinen Schrank durchwühlt hatte, in die Küche wo Shinji bereits an die Theke gelehnt stand, was natürlich ohne sein Oberteil verboten gut aussah. Natürlich hätten sämtliche Frauen auch schon angefangen die Küche voll zu sabbern, wenn sie dieses Bild mit einem Oberteil zu sehen bekommen hätten, aber das hier hätte wirklich vielen von ihnen zur Ohnmacht verholfen. "Hier." sagte ich schließlich grinsend und warf Shinji eine Kochschürze zu, während ich mich daran machte meine eigene, die schlicht und ergreifend weiß war anzuziehen. "Sie war ein Geschenk von Shina, zu meinem Geburtstag." meinte ich während Shinji die seine skeptisch musterte. Ich zwang mich dazu nicht zu grinsen. "Gefallen dir die Herzchen? Ich bin mir sicher sie stehen dir ausgezeichnet."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Sa 13 Apr 2013 - 23:59

"Als ob das etwas Neues wäre. Ich erinnere mich noch gut an deine früheren Kochversuche. Wobei sie jeder vernünftige Koch damals vermutlich als Vergiftungsmittel bezeichnet hätte, zumindest deine ersten Anläufe." Ich zog die Augenbrauen gespielt empört zusammen und betrachtete die vor mir stehende Seiko. "Nimm das mal nicht so selbstverständlich, ich hätte auch anstatt Soldat zu werden auch die Karriere zum Sternekoch einschlagen können. Dann wäre es sehr wohl etwas Neues gewesen." Ich grinste ehe ich Seiko noch einmal kurz küsste. Es störte mich zwar, dass der Abstand zwischen uns unterbunden wurde, doch allein die Tatsache mich mit Seiko in ein und demselben Raum zu befinden machte dies wieder wett. "Acht Jahre sind eine lange Zeit, in der ich meine Kochkünste auch ohne die Ausbildung zum Sternekoch hätte verbessern können. Zu deinem Rateglück hatte ich nur leider nie die Zeit dazu." Ich musste daran denken wie ich immer vollkommen unmotiviert vom Training mit meinen Soldaten gekommen war, die Akten in meinem Apartment gesehen hatte und mir jegliche Lust an irgendwas verloren gegangen war. An Kochen also gar nicht zu denken. "Was soll das denn bitte heißen? Schließlich habe ich die ganzen Akten gerade voller Liebe in diese Ecke geworfen… in der sich Shigeru sogar als Turmspringer betätigt hat." Ich musste grinsen als ich mir noch einmal dieses Bild vor Augen führte. "Aber natürlich, der liebevolle Aktenberg, irgendwann wird das Ding lebendig und verschlingt dich." witzelte ich, ehe ich Seikos Fingerzeig folgte. "Da drüben ist die Küche, bereite dich also schon mal auf deine erste richtige Kochstunde vor, ich bin sofort bei dir." Ich nickte lächelnd. "Wie Ihr wünscht Madame." sagte ich grinsend und verschwand in der Küche, die tatsächlich keinerlei Akten aufwies. Während ich auf Seiko wartete lehnte ich mich gegen die Theke und sah mich ein wenig um. Eins musste ich Seiko immer wieder anmerken, sie hatte definitiv Geschmack. Als sie dann jedoch wieder zur Tür hineinkam, geriet meine Meinung ins Wanken. "Hier. Sie war ein Geschenk von Shina, zu meinem Geburtstag. Gefallen dir die Herzchen? Ich bin mir sicher sie stehen dir ausgezeichnet." Meine Augenbrauen rutschten immer höher, während ich die Schürze betrachtete, die nicht nur quietschpink sondern auch noch mit vielen kleinen Herzchen bestickt war. Schließlich zuckte ich die Schultern und streifte das Ding über den Kopf. "Hm, findest du nicht, dass das Pink mich dick macht?" fragte ich gespielt nachdenklich und betrachtete die Schürze aufmerksam, ehe ich die Miene nicht mehr aufrechterhalten konnte und ein Grinsen sich auf mein Gesicht stahl. "Wirklich ein sehr schönes Geschenk deiner Schwester, ich wette du hast sie schon oft ihr zu liebe getragen."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:01

"Nimm das mal nicht so selbstverständlich, ich hätte auch anstatt Soldat zu werden auch die Karriere zum Sternekoch einschlagen können. Dann wäre es sehrwohl etwas Neues gewesen. 8 Jahre sind eine lange Zeit, in der ich meine Kochkünste auch ohne die Ausbildung zum Sternekoch hätte verbessern hätte können. Zu deinem Rateglück hatte ich nur leider nie die Zeit dazu.", ich schenkte ihm ein fieses Lächeln. "Ach komm, als ob dich irgendeine Kochschule auch nur angenommen hätte. Selbst ins Auswahlverfahren hätten sie dich nicht getan." Shinji und ein Sternekoch? Das war als würde man eine Meute von verdreckten, grausamen und mordlustigen Verbrechern dazu zu bewegen sich Kleidchen anzuziehen, bei einem Pläuschchen Tee zu trinken und nebenher süße kleine Deckchen zu besticken. Also etwas absolut unmögliches. "Aber natürlich, der liebevolle Aktenberg, irgendwann wird das Ding lebendig und verschlingt dich." Ich wandte den Blick von Shinji ab, was der Tod für mehrere tausende Frauen bedeutet hätte und blickte auf den Aktenberg. "Nun, immerhin habe ich jetzt ja meinen großen Helden bei mir, der mich vor diesen bösen, bösen Akten beschützt, wenn sie über mich herfallen und mich verschlingen wollen." Ich hob die Augenbrauen und blickte ihn hämisch über meine Schulter hinweg an. Schließlich in der Küche angekommen und Shinji die Schürze in die Hand gedrückt, sah ich gespannt zu, wie er sie auffaltete und anzog. "Wirklich ein sehr schönes Geschenk deiner Schwester, ich wette du hast sie schon oft ihr zu liebe getragen." Ich lächelte ihn zuckersüß an. "Natürlich, schließlich weiß sie was mir gefällt und ich bin ja eine soziale Schwester und erfreue mich an ihren gut gemeinten Geschenken." Mein Grinsen war bei jedem Wort breiter geworden, bis Shinji schließlich die Schürze trug und ich alles dafür gab nicht zu lachen. "Hmm, findest du nicht, dass das Pink mich dick macht?" Dieser Satz war wirklich zu viel. Ich brach in lautes Gelächter aus und jeder weitere Blick auf ihn ließ mich erneut auflachen. "Nein, sie steht dir ganz fantastisch.", brachte ich hervor, während mich bereits der nächste Lachanfall aufsuchte und ich mir schon den Bauch vor lauter Lachen hielt. Wenn es irgendeine Möglichkeit gegeben hätte diesen Moment zu verewigen, ich hätte sie mir definitiv zunutze gemacht. "Wenn du noch einen Kochhut möchtest", sagte ich und versuchte zu atmen um nicht wegen des Sauerstoffmangels umzukippen. "Die dürften da unten in der Schublade liegen."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:06

"Ach komm, als ob dich irgendeine Kochschule auch nur angenommen hätte. Selbst ins Auswahlverfahren hätten sie dich nicht getan." Ich musste bei Seikos Worten unwillkürlich grinsen, da ich mir bewusst war, dass sie vollends der Wahrheit entsprachen. Wenn es um das Kochen ging so war ich wirklich eine absolute Niete, die niemand in seine Küche lassen sollte, weshalb es mich auch noch mehr verwunderte, dass Seiko mich tatsächlich dazu aufforderte mit ihr zu kochen. Wenn die Küche nach diesem Versuch noch stand, so war das immerhin ein Erfolg. Nur ungern erinnerte ich mich daran zurück wie ich selbst Kochexperimente gestartet hatte. Die meisten gingen einfach damit aus dass ein Häufchen schwarzer Asche vor mir auf dem Teller lag, aber einmal war mitsamt einem Schrank der gesamte Topf in die Luft gegangen. Was damals das Endergebnis hatte sein sollen, wusste ich nicht mehr. "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, jeder fängt mal klein an, daher kannst du doch gar nicht beurteilen ob sie mich aufgenommen hätten oder nicht." sagte ich grinsend. "Nun, immerhin habe ich jetzt ja meinen großen Helden bei mir, der mich vor diesen bösen, bösen Akten beschützt, wenn sie über mich herfallen und mich verschlingen wollen." "Natürlich ich werde jegliche Akte aus dem Weg schaffen die es auch nur wagt sich dir zu nähern, ich habe ja Übung darin. Die Akten bei mir zuhause sind nämlich auch gerne mal bissig." Ich nickte mit ernster Miene um meinen lachhaften Worten noch einmal Nachdruck zu verleihen ehe ich mich in die Küche begab. Äußerst schade dass eine solche geschmackvolle Inneneinrichtung meinen Kochkünsten zum Opfer würde fallen müssen. "Natürlich, schließlich weiß sie was mir gefällt und ich bin ja eine soziale Schwester und erfreue mich an ihren gut gemeinten Geschenken." Ich musste mich beherrschen um nicht lachen zu müssen, da ich mir gerade das Bild von Seiko mit dieser Herzchenschürze vorstellte, wie sie in der Küche stand und Kuchen mit Glitzerperlen und Zuckerguss verzierte. Das war so unvereinbar, als würde man ein Häschen zu einem ausgehungerten Löwen setzen, sie würden sich niemals vertragen. "Nein, sie steht dir ganz fantastisch." Ich betrachtete die Schürze noch einmal und nickte dann ohne eine Miene zu verziehen. "Wenn du das meinst, vielleicht sollte ich ja öfter so etwas tragen. Ich mochte die Farbe Pink ja schon immer." Einerseits kam ich mir in diesem Moment ziemlich lächerlich vor, aber andererseits fand ich ihn selbst ehrlich gesagt sehr amüsant.

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