Inuyasha Legends


 
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 Das Apartment von Seiko

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Seiko
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BeitragThema: Das Apartment von Seiko   Di 2 Apr 2013 - 0:59

Das Apartment von Seiko


Das Apartment von Seiko ist eine relative schmal geschnittene Wohnung, die sehr unregelmäßig Verwendung findet. Sie liegt am Rand des Bürgerviertels, in der Nähe des Anwesens von Lord Shigeru, in welchem sie vermutlich mehr Zeit verbringt als bei sich zuhause. Zudem erwartet jeden Fremden, der ahnungslos eintritt ein Berg von Karten, Befehlen, Meldungen und ähnlichen Papieren, die einen bei der nächsten ungeschickten Bewegung zu erschlagen drohen. Sind die Wände keine, teilweise mit Mustern verzierten Schiebetüren oder Fenster, so sind sie mit Regalen aus dunklem Holz bedeckt in denen das Chaos von Papier geradewegs fortgesetzt wird. In der Mitte des Raumes befindet sich anschließend ein großer, dem aus dem Audienzsaal ähnelnder, dunkler Holztisch auf welchem zahlreiche Karten, Papiere und Zeichenmaterialien aufzufinden sind. Um sich wenigstens an etwas zu erfreuen stehen auch hier mehrere mit rotem Samt bezogene Sessel als Sitzgelegenheit zur Verfügung. Auch in ihrem Schlafzimmer, in dem sich irgendwo unter einem weiteren Papierberg ein Bett befinden dürfte, stehen mehrere Bücherregale, sowie die eine oder kleinere Waffe. Die einzigen Räume, die noch nicht von Schriftstücken belagert werden, dürften die Küche und das Badezimmer sein, da sie zumindest öfter als das Bett Verwendung finden und das dort vorhandene Wasser sich schlecht mit schriftlicher Arbeit verbinden lässt.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Di 2 Apr 2013 - 1:00


Endlich. Nachdem ich noch eine Viertelstunde in dem Anwesen der Maruyamas hatte verbringen müssen und anschließend förmlich durch die Innenstadt gerannt war, bog ich endlich um die letzte Ecke. Freudig betrachtete ich das Haus, in dem sich mein Apartment befand. Jetzt würde mich niemand mehr stören und ich konnte mich endlich nach diesen elenden letzten 16 Stunden ausruhen und mich anschließend meinen Aufgaben widmen, obwohl mir das Zweite nicht allzu sympathisch war. Keine Shigeko. Kein Shigeru. Keine Soldaten. Kein Teich. Und endlich nach all dieser Zeit, trockene Kleidung. Ich schloss die vordere Tür auf und trat in das Haus ein, in dem es einfach nur angenehm ruhig war. Ich seufzte. Das hatte ich in den letzten Stunden wirklich vermisst. Ich lief den Gang entlang, auf dessen Boden meine Stiefel klackten, da dieser aus edlem Marmor bestand, während ich in die Richtung meiner Tür lief. Nicht einmal mehr zwanzig Minuten, dann hatte ich frische Kleidung, eine warme Tasse Tee in der Hand und konnte mich in mein weiches Bett kuscheln. Obwohl dies eigentlich nichts Außergewöhnliches für normale Menschen war, so freute ich mich über die Maßen auf diese Aussichten. Schließlich trat ich in meine Wohnung, schloss die Tür hinter mir und lief in Richtung der Küche. Zunächst das Teewasser aufsetzen, dann konnte ich mich sogleich umkleiden. Ich kramte die Teekanne heraus, die natürlich mal wieder im letzten Winkel des Regals war, so wie sich das gehörte und füllte Wasser hinein, während sich mein Gesicht auf dem Metall spiegelte. Im ersten Moment hoffte ich, dass das nur Einbildung war, denn ich sah furchtbar aus. Meine Haut war unnatürlich blass, die Augen von der Müdigkeit mit dunklen Ringen gekennzeichnet und auch mein Haar lag nicht mehr so glatt an wie normalerweise. Ich seufzte und stellte die Kanne ab, während ich mich auf den Weg zum Bad machte. Kleidung. Spiegel. Haarbürste. Da ich zunächst neue Kleidung benötigte, welche sich in meinem Schlafzimmer befand, das man lediglich durch das Wohnzimmer erreichen konnte, öffnete ich die kunstvoll bemalte Schiebetür und trat ein. Dachte ich zunächst. Jedoch blieb ich wie vom Donner gerührt stehen, als ich plötzlich eine Person auf einem Sessel hinter zahlreichen Akten entdeckte. Nicht schon wieder jemand. Ich lief einige Schritte nach vorne um die Person genauer erkennen zu können. "Shina?" fragte ich letztendlich überrascht.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Do 2 Mai 2013 - 11:17

First Post

Es hatte nervenaufreibend lange gedauert bis ich endlich meinen wohlverdienten Urlaub bekommen hatte. Natürlich war ich nicht ungern Beraterin von Hiroshi Chitoyo, mir kam damit eine große Ehre zuteil und außerdem wurde ich sehr angenehm behandelt. Ich begleitete Hiroshi auf Audienzen und Reisen, lernte andere hochrangige Persönlichkeiten kennen und knüpfte so auch einige Kontakte die später noch sehr hilfreich sein könnten. Jedoch hatte ich auf einer der Reisen auch die beiden Domänenführer von Maruyama kennengelernt. Die beiden Lords waren nun wirklich keine Menschen denen man gern über den Weg lief, arrogant, herrisch und machtgierig so wie ich sie einschätzte. Erst kürzlich hatte ich an einer Krisenaudienz mit Hiroshi teilgenommen. Es ging darum dass die Domäne Tsuyika vor kurzem gestürzt und die beiden Domänenführer Shiro und Sorano Tsuyika umgebracht worden waren. Es ging nun darum wie man mit der Domäne umzugehen habe, allerdings bestand das Problem dass sie nicht einfach aufgeteilt werden konnte. Die rechtmäßige Erbin, Shigeko Tsuyika hatte den Angriff überlebt, aber keiner wusste wo sie sich nun befand. Ihr Verbleib war nun natürlich die häufigste gestellte Frage. Jeder wollte sie für sich, die meisten um sie an einen höher gestellten Offizier oder Adligen zu verheiraten und somit die Domäne Tsuyika für sich einzustreichen. Das arme Mädchen tat mir wirklich leid, damit würde sie keine Freude haben, denn die Domänenführer würden schon ihre Wege haben sie ausfindig zu machen. Mich als eine der wenigen Frauen die an diesen Audienzen teilnahmen, störte das Gerede der Männer, sie unterhielten sich über diese junge Frau als wäre sie ein Gegenstand den man einfach so einstreichen könnte und dann in die Ecke legen und nie wieder ansehen müsste. Nach dieser Audienz waren wir wieder in die Hauptstadt Chitoyos zurückgekehrt und wenige Tage später hatte ich mich auf den Weg zu meiner jüngeren Schwester Seiko gemacht. Sie lebte in Maruyama, dem Teil der Lord Shigeru unterstand, der Neffe von den beiden eigentlichen Domänenführern und der Sohn des früh verstorbenen Lords Maruyama dem zuvor die gesamte Domäne unterstanden hatte. Für mich wäre Shigeru der eigentliche Erbe gewesen, aber seine beiden Onkel hatten sich das Land schnell geschnappt, da Shigeru damals auch noch recht jung gewesen war, als sein Vater starb und seine Mutter sich einige Jahre später das Leben nahm. Ich erreichte schließlich die Grenzen Maruyamas und machte mich schnurstracks auf den Weg nach Narita, die Stadt in der meine liebe Schwester lebte. Nach meinem jetzigen Wissensstand war sie momentane Vizeadmiralin und auf dem guten Weg eine noch höhere Position zu erlangen. Ich lief relativ zügig durch die Straßen und beachtete die Blicke der Leute nicht weiter. Warum starrten mich eigentlich immer alle so an? War ich grün im Gesicht oder was? Nur weil ich meine Haare in einer anderen Art und Weise trug wie sie und ein Kleid anstatt eines auffälligen Kimonos, war ich doch kein merkwürdiges Insekt was man anstarren konnte. Es war ein praktisches Kleid, mit einem Schlitz an der Seite, sodass ein einfaches Zugreifen auf meine Taktik, die der Wurfmesser, möglich war. Hoch aufgeschlossen, mit längeren Ärmeln und es reichte bis zu meinen Knöcheln. Endlich erreichte ich Seikos Wohnsitz, zum Glück besaß ich einen Schlüssel, ich hatte keine Lust vor der Tür auf sie zu warten. In der Wohnung angekommen sah ich mich um, fand jedoch nirgends eine Spur von Seiko, vermutlich war sie noch bei Lord Shigeru oder hatte andere wichtige Dinge zu tun. Ich schloss die Tür und betrat das Wohnzimmer, wovon unter den vielen Akten nicht mehr viel zu erkennen war. Ich räumte einen Sessel frei und ließ mich darauf fallen. Das Warten wurde allerdings ziemlich langweilig und so holte ich mir die Akten und begann zu lesen, sehr viele politische aber auch strategische Dinge dabei. Es verging noch einige Zeit bis ich die Tür der Wohnung hörte. Und kurz darauf stand Seiko auch schon im Wohnzimmer, aber wie sie aussah. Vollkommen übermüdet und ziemlich fertig. Ich legte die Akten beiseite und stieg über den Berg um zu Seiko zu gelangen, wobei ich aufpassen musste keine Bekanntschaft mit dem Boden zu machen. "Hallo Schwesterherz." sagte ich grinsend und umarmte sie dann. "Wenn ich anmerken darf, du siehst furchtbar aus. Hast du die ganze Nacht durchgearbeitet oder was ist passiert?" fragte ich und legte den Kopf schief. Sie schien auch einige Verletzungen zu haben, Prellungen und kleinere Schürfwunden.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Di 7 Mai 2013 - 0:08

Ich blickte meine Schwester einen Moment lang irritiert an. Wie kam sie denn bitte hierher? Während sie sich erhob unterzog ich sie einer kurzen Musterung. Sie war momentan vermutlich das exakte Gegenteil von mir. Wie gewohnt trug sie ein Kleid, welches wie ich wusste mit ihren Kampftechniken zusammenhing, war dazu wie immer hochgepflegt. Ihre Frisur saß perfekt, im Gegensatz zu meiner, nachdem diese den Teich besucht hatte, ihre Haut makellos ohne irgendeinen Kratzer, doch bei meiner bezweifelte ich dies. Sie schien gänzlich ausgeruht zu sein während ich wie der Tod auf Urlaub vor ihr zu stehen schien. "Hallo Schwesterherz." Ich blickte in das grinsende Gesicht meiner Schwester. So sehr ich sie liebte, es gab Momente in denen ich sie am liebsten aus dem Fenster geworfen hätte. Momente wie diesen. Ich kannte sie gut und ein solches Grinsen verhieß meistens etwas sehr schlechtes. "Onee-chan." Ich brachte ein schwaches Lächeln zustande, als sie wie gewohnt schon weitersprach. "Wenn ich anmerken darf, du siehst furchtbar aus. Hast du die ganze Nacht durchgearbeitet oder was ist passiert?" Ich zog die Augenbrauen ein Stück nach oben. Genau das hatte ich jetzt hören wollen. Ich hatte einen miserablen Tag hinter mir, hatte einem unnützen Balg nach stundenlanger Arbeit im Anwesen das Leben retten müssen, eine Strafpredigt nach der anderen kassiert, war in einem Teich gelandet und hatte letztendlich noch die Nachtwache übernehmen dürfen. Und nun, nach all dieser Zeit endlich daheim, stand meine Schwester vor mir und sagte mir wie furchtbar ich aussah, na herzlichsten Dank. "Ich liebe dich auch Schwesterlein." sagte ich ironisch mit einem gekünstelten Lächeln und schritt letztendlich an ihr vorbei in mein Schlafzimmer. Ich. Wollte. Jetzt. Endlich. Neue. Kleidung! Während ich meinen Schrank durchsuchte und einen Großteil der Kleidungsstücke ungeachtet auf den Boden fallen ließ, wandte ich mich an meine Schwester, bevor diese noch einen Tobsuchtsanfall wegen meiner Ignoranz erleiden würde. Zudem war es ja nicht so, dass ich mich nicht über ihre Anwesenheit freute, doch dies war mit Abstand der denkbar schlechteste Zeitpunkt für einen Überraschungsbesuch. "Möchtest du auch einen Tee?"

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Di 7 Mai 2013 - 21:51

"Ich liebe dich auch Schwesterlein." Dieser Satz schwappte nur so über vor Ironie und ich verdrehte die Augen. Natürlich, das war ja mal wieder klar gewesen, dass ich genau zum falschen Zeitpunkt eintraf. Vielleicht sollte ich es mir doch einmal zur Angewohnheit machen meine Besuche vorher anzukündigen, oder auch nicht, viel zu viel Arbeit. Aber ich kannte meine liebe Schwester ja und wenn sie gereizt war, dann sollte man sie am besten nicht noch mehr reizen, denn ansonsten konnte es gut möglich sein, dass man plötzlich ihr geliebtes Schwert im Rücken hatte. "Möchtest du auch einen Tee?" "Ja, danke." sagte ich und erdreistete mich schon einmal in die Küche zu gehen und nach dem Tee zu sehen. So wie das aussah war er fast fertig. Zwar war die Wohnung meiner jüngeren Schwester nicht gerade der ordentlichste Ort, aber das konnte ich schon verkraften. Sie verbrachte immerhin nicht den Großteil ihrer Zeit hier sondern auf dem Schlachtfeld. Ich suchte zwei Tassen heraus und räumte bei der Suche ein paar Dinge zur Seite. Eine alte Angewohnheit, da ich damals als unsere Mutter gestorben war, als Ältere ihre Aufgaben übernommen hatte und den gesamten Haushalt erledigt hatte. Ich stellte die Tassen auf ein Tablett und goss den Tee hinein. Das Wohnzimmer war jedoch noch ziemlich unbrauchbar zum Tee trinken und so packte ich mir die verschiedenen Akten, die ich zuvor beim Lesen schon grob nach politisch und strategisch sortiert hatte und stapelte sie feinsäuberlich auf einem angrenzenden Tisch. Danach war wenigstens das Wohnzimmer wieder erkennbar. Ich stellte das Tablett mit den Tassen auf den Tisch und rückte die beiden Sessel heran. Na also, das war doch annehmbar. Vermutlich sollte ich öfter Besuche einbauen, das täte der Ordnung hier ganz gut. Ich warf einen Blick in Richtung der angelehnten Tür, doch Seiko schien noch immer damit beschäftigt zu sein sich etwas anderes zum Anziehen herauszusuchen. "Was genau war denn los?" fragte ich in Richtung Tür. "Probleme mit Shigeru?" Ich stellte die Frage vorsichtig, ich wollte Seiko nicht noch weiter reizen. Vermutlich hatte sie keinen besonders angenehmen Tag hinter sich, ihrem Aussehen zu urteilen nahm ich das auf jeden Fall an.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Di 7 Mai 2013 - 22:06

Ich suchte noch immer nach etwas Passendem in meinem Schrank, wobei dessen halber Inhalt bereits hinter mir auf einem fast hüfthohen Stapel lag, als ich endlich einen etwas größeren dunkelblauen Pullover gefunden hatte, den Shinji meiner Erinnerung nach bei seinem letzten Besuch hier vergessen hatte, so wie eine schwarze Hose. So etwas war hinter zahlreichen Uniformen, Blusen, Schonern für das Training und ähnlichen Dingen in meinem halbwegs geordneten Schrank nur schwer zu finden. Nachdem ich dies endlich erledigte, blickte ich in das Wohnzimmer wo meine Schwester bereits den Tisch ausgegraben und den Tee bereitgestellt hatte, eine Aufgabe, die ich gerade hatte übernehmen wollen. Aber wieso sollte ich mich beschweren, wenn mir nach Wochen jemand etwas Arbeit abnahm? "Probleme mit Shigeru?" Ich knirschte einen Moment lang mit den Zähnen. Da war ich gerade einmal zehn Minuten zuhause, das Ganze schön in den Hintergrund gedrängt und nun musste ich mich wieder mit dieser Thematik auseinandersetzen. "So könnte man es bezeichnen." sagte ich unmotiviert und öffnete die Tür zu meinem Badezimmer. Ob Shina nun da war oder nicht, diese fünf Minuten Wartezeit würde sie wohl oder übel verkraften müssen. "Ich bin gleich bei dir." sagte ich und betrat den Raum. Ich sprintete förmlich durch das Bad, duschte mich schnell, kämmte meine Haare und wäre beinahe ohnmächtig geworden, als ich mich selbst im Spiegel hatte ansehen müssen. Jedoch schien die ganze Anspannung mit dem Wasser von meinem Körper abgeperlt zu sein und ich fühlte mich unheimlich gut. Zudem wurde mir erst jetzt bewusst, wie ausgekühlt ich in den letzten Stunden gewesen war. Nachdem ich in die Kleidung geschlüpft war und meine beinahe gänzlich ruinierte Uniform in die Ecke donnerte, trat ich letztendlich nach fünf Minuten aus dem Badezimmer. Etwas erschöpft trat ich in das Wohnzimmer und ließ mich in einen Sessel fallen. Ich zog die Knie an und kuschelte mich etwas in den Pullover, bis ich mir letztendlich den Tee schnappte. "Wie komme ich zu der Ehre meine große Schwester hier begrüßen zu dürfen?" fragte ich schließlich und trank einen kleinen Schluck.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Mo 13 Mai 2013 - 1:52

Ich hatte mich auf dem einen Sessel niedergelassen und hörte wie meine Schwester in ihrem Zimmer nach einem passenden Kleidungsstück suchte. Ich sah mich ein wenig in der Wohnung um, sie war groß und ziemlich geräumig und wie unser altes zuhause in eher dunkleren Farben gehalten. Das zog sich von teilweise schwarzem Mobiliar, bis hin zu dunkelroten Wänden. Der Boden bestand aus schwarzem Marmor. Andere hätten vielleicht gesagt es wäre ihnen zu dunkel, doch durch die Fenster, die mit schweren rot-braunen Vorhängen verhangen waren drang so viel Licht dass es schon wieder fast hell wirkte. Ich mochte diese Einrichtung ich fühlte mich hier wohl. Auf meine Frage bezüglich Shigeru kam eine ziemlich unerfreute Antwort. "So könnte man es bezeichnen." Ich verkniff mir das 'Hat er dich schon wieder fertig gemacht?' und überlegte woran es liegen könnte dass sie gerade nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen war. "Hast du Lust es mir zu erzählen?" fragte ich, wenn ich sie dazu auffordern würde, dann hätte ich vermutlich demnächst ihren Schuh im Gesicht oder ähnliches. "Ich bin gleich bei dir." Ich hörte wie Seiko hektisch durch das Zimmer lief. "Lass dir ruhig Zeit." rief ich ihr hinterher und machte es mir in dem Sessel ein wenig gemütlich. Es war schön endlich mal wieder hier zu sein, ich hatte es wirklich vermisst bei meiner kleinen Schwester zu sein, während ich als Beraterin in der Domäne Chitoyo tätig war. Sowohl Seiko als auch ich hatte uns von praktisch nichts hochgearbeitet, nur dass wir in verschiedene Richtungen gegangen waren. Seiko hatte die kämpferische Laufbahn eingeschlagen und ich eher die politische, was aber nicht heißen sollte dass ich keine Ahnung vom Kämpfen und Seiko keine Ahnung von politischen Dingen hatte, aber wir hatten uns eben jeweils auf das andere Thema spezialisiert. Schließlich kam Seiko wieder zum Vorschein in einen dunkelblauen Pullover gehüllt und mit noch nassen Haaren. Sie sah besser aus als noch zuvor. "Wie komme ich zu der Ehre meine große Schwester hier begrüßen zu dürfen?" Ich lächelte bei der Frage. "Nun ja ich dachte mir ich brauche mal eine Pause vom ganzen Arbeiten, obwohl Hiroshi mich nicht wirklich gehen lassen wollte, und da wollte ich meine kleine Schwester gerne mal wieder besuchen." Ich nahm ebenfalls einen Schluck Tee. "Aber ich bin auch teilweise aus geschäftlichen Gründen hier, ich muss noch ein paar Dinge mit Shigeru abklären, Auftrag von Hiroshi." sagte ich und zuckte die Schultern.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Di 21 Mai 2013 - 23:30

Ich zog den Stoff des Pullovers ein wenig enger an mich während ich einen weiteren Schluck Tee trank. Das warme Getränk tat mir gut und wärmte meinen Körper von innen heraus auf, woraufhin sich so ziemlich alle verbliebenen Verspannungen lösten. Ich seufzte wohlig. Zwar hatte ich nicht die erwünschte Ruhe, aber in Anbetracht dessen, dass es sich bei meinem Gast um meine Schwester handelte wurde dies zu einer belanglosen Nebensache. Ich freute mich über alle Maßen sie endlich nach all der Zeit wiedersehen zu können, doch meine Müdigkeit machte dieser Freude massiv zu schaffen. "Hast du Lust es mir zu erzählen?" Ein Grinsen legte sich auf meine Züge. Das war typisch für Shina. "Ich bezweifle, dass du mich damit in Ruhe lassen wirst, bis ich es dir nicht doch erzählt habe." gab ich lächelnd zurück und legte meinen Kopf auf die Schulter. Ich spürte mein langes, noch immer nasses, silbernes Haar an meiner Wange, während die Strähnen vereinzelt nach unten hingen. Müde schloss ich einen kurzen Moment die Augen. Es war eine Folter sie wieder öffnen zu müssen, wie ich anschließend festzustellen hatte. "Außerdem frage ich mich, ob du dies wirklich wissen möchtest." Um nicht sofort einzuschlafen, legte ich die Teetasse an meine Lippen und hörte meiner Schwester zu. "Nun ja ich dachte mir ich brauche mal eine Pause vom ganzen Arbeiten, obwohl Hiroshi mich nicht wirklich gehen lassen wollte, und da wollte ich meine kleine Schwester gerne mal wieder besuchen. Aber ich bin auch teilweise aus geschäftlichen Gründen hier, ich muss noch ein paar Dinge mit Shigeru abklären, Auftrag von Hiroshi." Das Grinsen auf meinen Zügen wurde ein wenig breiter wie gut, dass meine Tasse dies verbarg. "Oh wirklich? Wie es scheint haben du und Hiroshi eine sehr gute Beziehung zueinander." sagte ich unschuldig und trank einen Schluck Tee. "Allerdings solltest du deine Besuche zukünftig vielleicht anmelden, dann hätte ich die Gelegenheit hier wenigstens etwas Ordnung schaffen zu können."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Do 23 Mai 2013 - 23:33

Ich lehnte mich in dem großen roten Sessel nach hinten und genoss den Komfort, den ich auf der langen Reise bis hierher nicht gehabt hatte. Entgegen Hiroshis Wünsche war ich ohne einen Begleitungstrupp losgezogen. Er meinte es wäre zu gefährlich, weil sicherlich viele nach dem Leben der Beraterin des Domänenführers von Chitoyo trachteten. Dass er sich nicht zu viel auf sich einbilden sollte verkniff ich mir mit einem Grinsen und hatte ihm mehrmals versichert, dass ich sehr gut in der Lage war auf mich allein aufzupassen. Ich war immerhin eine Zeit lang Attentäterin gewesen, wenn auch nicht besonders gerne. Ich wusste wie man mit den Leuten umging die einen angriffen. Und entgegen meiner Wünsche hatte Hiroshi doch tatsächlich noch drei Soldaten hinter mir hergeschickt, die mich anscheinend hatten bewachen sollen. Nur blöd für sie, dass ich sie bereits nach zehn Minuten bemerkt und abgehängt hatte. Schließlich war ich also allein nach Narita aufgebrochen und das hatte den Weg viel leichter und angenehmer gemacht. Wenn ich mir vorstellte, dass ich drei hirnrissige Idioten hätte mitschleifen müssen, die in jedem Busch einen Attentäter vermuteten und sich sofort hineinwarfen, dann säße ich vermutlich noch in vier Jahren in Chitoyo. "Ich bezweifle, dass du mich damit in Ruhe lassen wirst, bis ich es dir nicht doch erzählt habe." Ich zog die Augenbrauen bei diesen Worten zusammen. "Also wirklich was hältst du von mir? Ich bin nicht so dumm den Löwen zu reizen, wenn ich seine Zähne an meiner Kehle habe." Ich verschränkte die Arme und blickte Seiko an, sie wirkte ziemlich müde, vermutlich war sie die gesamte Nacht über wach gewesen, aus Gründen die ich noch nicht kannte. "Außerdem frage ich mich, ob du dies wirklich wissen möchtest." Auf diese Worte hin bildete sich ein Grinsen auf meinem Gesicht. "Was für eine Frage, das solltest du doch eigentlich wissen." Ich lachte und nahm dann einen Schluck Tee, den ich im nächsten Moment fast wieder ausspuckte. "Oh wirklich? Wie es scheint haben du und Hiroshi eine sehr gute Beziehung zueinander." Ich hustete und versuchte mich wieder zu fassen und den Tee aus meiner Luftröhre zu bekommen. "Seiko." Ich sah sie böse an, was allerdings ziemlich misslang. "Ich bin seine Beraterin und stehe weit unter seinem Stand. Und außerdem ist es eine rein geschäftliche Beziehung." Dass ich dabei Rot anlief machte die Sache vermutlich nicht sonderlich glaubhaft.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Mi 24 Jul 2013 - 14:18

"Was für eine Frage, das solltest du doch eigentlich wissen." Ich verdrehte nur die Augen. "Also schön. Ich erzähle es dir. Aber das wartet bis heute Mittag in Ordnung? Verschonst du mich bis dahin?" Ich zog eine Augenbraue hoch und blickte über den Rand meiner Teetasse. Meine Augenlider schienen immer schwerer zu werden und auch das Bild vor meinen Augen schien hin und wieder zu verschwimmen, doch ich hielt durch und zwang mich dazu diese nicht zu schließen. Jedoch konnte ich noch immer meine Schwester sehen, welche wie ich nun feststellte ein wenig rot angelaufen war. Hatte ich mit meinen Worten also doch Recht gehabt. Ein eitles Grinsen trat auf meine Züge. Jedoch war es der Möchtegern-böse Blick meiner Schwester, der mich letztendlich dazu brachte nach all diesen Wochen den Tee auszuspucken und loszulachen. "Ich bin seine Beraterin und stehe weit unter seinem Stand. Und außerdem ist es eine rein geschäftliche Beziehung." Ich begann bereits zu husten und benötigte erst einmal ein paar Sekunden um mich wieder zu beruhigen. "Geschäftlich, verzeih diesen abstrakten Gedanken von mir. Ich meine es ist ja natürlich, dass Berater wenn sie mit dem Wort Beziehung und dem Namen ihres Vorgesetzten in Verbindung geraten mit kläglichen bösen Blicken um sich werfen und plötzlich rot anlaufen." Ach, der Sarkasmus war etwas wundervolles, wie ich immer und immer wieder in meinem Leben feststellte. Ich stellte meine Tasse auf den Tisch und stützte meine Arme auf die Sessellehne. Das war ja wirklich zu interessant. Da hatte der Besuch meiner Schwester sich tatsächlich gelohnt. "Also, wie lange schon?" fragte ich grinsend und unterdrückte ein Gähnen.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 22:25

"Also schön. Ich erzähle es dir. Aber das wartet bis heute Mittag in Ordnung? Verschonst du mich bis dahin?" Ich unterdrückte ein Grinsen und antwortete dann sehr sarkastisch. "Gut ich werde dich bis heute Mittag verschonen, weil ich so gnädig bin." Dass meine Schwester jedoch bei jedem Wort müder wurde, fiel selbst mir auf. Vielleicht sollte sie lieber etwas schlafen, bevor sie mit mir sprach. Ich könnte in der Zwischenzeit Shigeru aufsuchen um die Dinge mit ihm zu regeln, dann hatte ich immerhin diese Aufgabe schon mal vom Hals und Seiko wäre vielleicht besserer Laune wenn ich sie danach erneut aufsuchte und vor allem ausgeschlafen. Ich warf meiner Schwester einen bitterbösen Blick zu als sie zu lachen begann. "Geschäftlich, verzeih diesen abstrakten Gedanken von mir. Ich meine es ist ja natürlich, dass Berater wenn sie mit dem Wort Beziehung und dem Namen ihres Vorgesetzten in Verbindung geraten mit kläglichen bösen Blicken um sich werfen und plötzlich rot anlaufen." Ich fand das keinen Deut witzig. "Da ist wirklich nichts." versuchte ich mich noch immer kläglich zu verteidigen. "Also, wie lange schon?" Es war nicht gut wenn das ans Licht kam, bisher wusste keiner darüber Bescheid. Jedoch sah mich Seiko nur weiterhin ohne eine Regung an und wartete auf eine Antwort. Ich seufzte entnervt und stellte die Teetasse auf den Tisch. Ich zog meine Knie an und legte mein Kinn schließlich darauf. "Seit gut zwei Monaten." sagte ich relativ leise. Ich erinnerte mich noch gut an den Tag. Damals war ich so verzweifelt gewesen wie lange nicht mehr. Und das alles nur wegen dieser Misaki. Sie war eine Adlige aus Chitoyo und hatte es auf Hiroshi abgesehen. Allerdings war es der Spaziergang gewesen der mich wirklich in den Boden gestampft hatte. Und jetzt war dies alles in weiter Ferne. "Kurz nach meinem letzten Besuch hier." Ich hatte mir selbst nie eingestanden dass ich mehr für Hiroshi fühlen könnte. Ich war immerhin bloß seine Beraterin und entstammte nicht gerade guten Verhältnissen. Eine Dame aus dem Adel wäre viel besser gewesen und noch dazu konnte unsere jetzige Beziehung seinen Status enorm schädigen und das wollte ich unter keinen Umständen riskieren. "Aber das ist sowieso keine Sache für längere Zeit." sagte ich seufzend und zog die Arme etwas enger um meine Knie. Wie sollte das auch zwischen uns weitergehen? Er konnte mich ja schließlich nicht heiraten und irgendwann würde ihn seine Pflicht zwingen eine adlige Dame zu ehelichen.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 22:28

"Gut ich werde dich bis heute Mittag verschonen, weil ich so gnädig bin." Ich rang mir ein Grinsen ab, wobei sich meine Müdigkeit langsam nicht mehr zurückdrängen ließ. "Die Güte in Person. Bist du etwa krank Onee-chan?" fragte ich in einer gespielt besorgten Tonlage und sah sie einen Moment lang mit großen Kinderaugen an. Es war mir neu, dass meine Schwester bei so etwas kampflos aufgab. Normalerweise hätte sie mir einen Kaffee eingeflößt und mich anschließend mit Fragen bombardiert um ihrer Neugierde Einhalt zu gebieten. So wie damals auf Fujion… Ich verkniff mir ein weiteres Grinsen, als ich einen Moment später wieder einen bösen Blick meiner Schwester erntete. Nein, da war mit Sicherheit nichts zwischen ihr und Hiroshi. Bei dieser Reaktion war dies gänzlich ausgeschlossen. Unschuldig nippte ich an meinem Tee und wartete schweigend darauf, dass sie meine Frage beantwortete. "Seit gut zwei Monaten. Kurz nach meinem letzten Besuch hier." Shina sprach ihre Worte ganz leise aus, es war schon fast ein Murmeln, doch dieses Verhalten amüsierte mich nur umso mehr. Ich legte meine Hände um die warme Teetasse und schloss einen Moment die Augen. Ein erneuter Fehler. Ich spürte schon wie mein Körper zur Seite rutschte und ich eine Sekunde lang in einen Schlaf verfiel, riss jedoch sofort die Augen auf, um nicht einzuschlafen. "Nun, das Ganze war ja sowieso vorhersehbar." Ein hämisches Grinsen schlich sich auf meine Züge. Anschließend legte ich einen Finger an mein Kinn und sah in Richtung Raumdecke. "Schade eigentlich." meinte ich nachdenklich. "Ich hätte wohl damals doch die Wette eingehen sollen, denn dann hätte ich jetzt diesen schönen Dolch gewonnen. Wirklich ärgerlich." Ich kicherte und blickte Shina wieder an. "Naja." "Aber das ist sowieso keine Sache für längere Zeit." Den Kopf wieder auf die Schulter gelegt, setzte ich meine Teetasse nach einem weiteren Schluck ab. "Wieso sollte es denn so sein? Ich kenne Hiroshi schließlich, wenn auch nicht so gut wie du, und ihm scheint eine ganze Menge an dir zu liegen."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:10

"Die Güte in Person. Bist du etwa krank Onee-chan?" "Nicht dass ich wüsste, Imouto-chan." sagte ich mit einem kurzen Grinsen und sah dann zu meiner Schwester, wenn es darum ging die Mimik und Tonlage zu verstellen war sie wirklich Eins A. Und mit dieser Fähigkeit hatte sie es auch schon das ein ums andere Mal geschafft die Leute vollkommen aus der Bahn zu werfen, da keiner damit rechnete was genau sie jetzt wirklich tat oder fühlte. Außer mir natürlich, aber ich vermutete dass dies auch nur daran lag, dass ich sie schon mein gesamtes Leben lang kannte. Noch einmal nippte ich an meinem Tee bevor ich Seiko erneut musterte. Sie wirkte wirklich total übermüdet und ich vermutete es wäre wirklich besser für sie, wenn sie sich hinlegen und ein wenig schlafen würde. Sie sah so aus als könnte sie jeden Moment in dem großen roten Sessel umkippen und einschlafen und ich hatte ehrlich gesagt keine sonderlich große Lust sie einmal quer durch die Wohnung ins Bett zu schleifen. Als sich ein hämisches Grinsen auf Seikos Gesicht bildete wurde ich aus meinem ruhigen Zustand gerissen. "Nun, das Ganze war ja sowieso vorhersehbar." "Ach ja? Wieso war das denn bitte so vorhersehbar." meckerte ich herum und verschränkte die Arme. War ich denn jemand der egal mit wem sofort eine Beziehung einging oder was? "Schade eigentlich. Ich hätte wohl damals doch die Wette eingehen sollen, denn dann hätte ich jetzt diesen schönen Dolch gewonnen. Wirklich ärgerlich." Na das wurde ja immer schöner. "Eine Wette??" zeterte ich nun herum. "Wie kommt ihr bitte dazu über sowas zu wetten?!" Dass ich gerade auf 180 war, war wohl kaum zu verkennen. Was jedoch sofort wieder absackte als Seiko dann erneut das Wort ergriff. "Wieso sollte es denn so sein? Ich kenne Hiroshi schließlich, wenn auch nicht so gut wie du, und ihm scheint eine ganze Menge an dir zu liegen." Ich ließ erneut den Kopf hängen. "Und selbst wenn?" Schon wieder stieg Verzweiflung in mir auf. "Was hat unsere Beziehung bitte für eine Zukunft? Er ist Domänenführer von Chitoyo und ich… ich bin nur seine lächerliche Beraterin." Meine Stimme wurde immer leise, bis sie schließlich verebbte.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:14

"Nicht dass ich wüsste, Imouto-chan." Ich grinste lediglich auf Shinas Antwort bezüglich meiner Frage ob sie krank sei. So kannte ich sie und genau solche Diskussionen waren es, welche mich so sehr amüsierten und ich lediglich mit ihr führen konnte. Deshalb bedauerte ich es auch so sehr, dass wir uns so selten sahen, doch schließlich hatten wir beide zu tun. Dennoch konnte ich nicht leugnen, dass ich sie mehr als nur oft sehr vermisste. "Wieso war das denn bitte so vorhersehbar?" Mit einem breiten Grinsen auf den Zügen beantwortete ich liebend gern die Frage meiner Schwester. "Ach Onee-chan du enttäuschst mich und dabei bist du noch nicht einmal eine halbe Stunde bei mir. Glaubst du ernsthaft ich kenne dich nicht gut genug um so etwas nicht vermuten zu können?" Ich legte den Kopf schief und lächelte unschuldig. Wirklich schade. Hatte meine Schwester mich so sehr unterschätzt? Ich hoffte nicht, denn dies hatten zahlreiche Leute schon sehr oft in meinem Leben getan und größtenteils bereut. Zwar würde ich mich natürlich nicht an meiner Schwester rächen oder ähnliches, aber es würde mich wirklich erstaunen, wo wir doch sonst immer auf derselben Ebene waren. Nun, zum Glück hatte sie dies bestimmt nicht getan oder? "Wie kommt ihr bitte dazu über sowas zu wetten?!" Ich kicherte und blickte sie mit einem zuckersüßen Lächeln an. "Ursprünglich war es nur ein Spaß von Amoun, doch letztendlich wurde die Diskussion so interessant, dass wir eine Wette daraus machten, welche ich, was ich nun sehr bedauere, damals ausgeschlagen habe." Oh ja, an dieses Gespräch erinnerte ich mich noch bestens. Es war wirklich sehr amüsant gewesen. "Was hat unsere Beziehung bitte für eine Zukunft? Er ist Domänenführer von Chitoyo und ich… ich bin nur seine lächerliche Beraterin." Ich legte den Kopf auf meine Arme und blickte Shina von unten herauf an. "Na und? Was sollte dies ändern? Schließlich ist Hiroshi an nichts gebunden und darf ganz nach seinem Belieben handeln, beispielsweise im Gegensatz zu Shigeru." Ich zuckte die Schultern und schloss kurzzeitig meine Augen. "Es gäbe nichts was euch an einer Beziehung hindern könnte." Meine Worte waren immer leiser geworden und ich schließlich übermannte mich die Müdigkeit vollends. Meine Augenlider fühlten sich an, als würden sie Tonnen wiegen und trotz all meiner Bemühungen schaffte ich es nicht sie zu öffnen. Ich fühlte noch wie mein Körper zur Seite glitt und die Polster des Sessels gegen meinen Oberkörper drückten, ehe ich endgültig in den Schlaf sank.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:18

"Ach Onee-chan du enttäuschst mich und dabei bist du noch nicht einmal eine halbe Stunde bei mir. Glaubst du ernsthaft ich kenne dich nicht gut genug um so etwas nicht vermuten zu können?" Ich strich mir ärgerlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Das nicht, aber es sofort als vorhersehbar abzustempeln ist nun nicht die feine Art. Ich bin schließlich kein Mensch der mir nichts dir nichts eine Beziehung eingeht. Tzz." Das wäre ja noch schöner. Natürlich kannte mich meine Schwester besser als alle anderen es taten und vermutlich würde sie auch immer die Einzige sein die mich so gut kannte, da ich ihr ohne alle Vorbehalte jedes Geheimnis verraten hatte, egal um was es sich handelte. Beispielsweise jetzt das mit Hiroshi. Ich hätte sogar Folter über mich ergehen lassen und dieses Geheimnis zum Wohl von Hiroshi bewahrt, aber Seiko hatte ich es nach nur zwei Minuten Bitten erzählt. Ich seufzte und sah dann wieder zu Seiko. "Ursprünglich war es nur ein Spaß von Amoun, doch letztendlich wurde die Diskussion so interessant, dass wir eine Wette daraus machen, welche ich, was ich nun sehr bedauere, damals ausgeschlagen habe." Natürlich das war ja klar gewesen, dass Amoun wieder etwas damit zu tun hatte. "Schön für euch dass es so amüsant war." schnaubte ich als Antwort und blickte dann zurück zu Seiko. "Na und? Was sollte dies ändern? Schließlich ist Hiroshi an nichts gebunden und darf ganz nach seinem Belieben handeln, beispielsweise im Gegensatz zu Shigeru." Da hatte sie, wie ich zugeben musste, nicht ganz unrecht, aber es gab immer noch die gesellschaftlichen Regeln an die sich auch Hiroshi zu halten hatte und diese würden eine Beziehung mit einer niederrangingen Beraterin niemals erlauben. [i]"Es gäbe nichts was euch an einer Beziehung hindern könnte."[i] "Wenn es bloß so wäre." flüsterte ich, jedoch bemerkte ich dass es meine Schwester vermutlich gar nicht mehr mitbekommen hatte, da sie nun vollends eingeschlafen war. Ich seufzte, also doch. Ich erhob mich aus dem bequemen Sessel wies mich aber gedanklich darauf hin, dass es taktisch klüger wäre mir erst einmal das Schlafzimmer anzusehen. Wie ich vermutet hatte lag das Bett voller Briefe, Pläne und Akten. Mit einem entnervten Seufzen packte ich mir den Berg und beförderte ihn, diesmal gänzlich unsortiert, auf den nebenstehenden Tisch. Schließlich hatte ich das Bett freigeschaufelt und ging zurück ins Wohnzimmer. Da Seiko nicht besonders schwer war und ich auch kein schwächliches kleines Mädchen hob ich sie schnell auf die Arme und brachte sie in das Schlafzimmer. Dort deckte ich sie zu und zog dann die Tür hinter mir zu. So hatte ich wenigstens etwas Zeit die Dinge mit Shigeru zu regeln. Ich verließ Seikos Wohnung und machte mich sogleich auf den Weg zum Anwesen von Shigeru, wo ich eine Dienerin bat meinen Besuch bei Shigeru anzukündigen, der mich wenige Minuten später auch sogleich in Empfang nahm. Es war schön ihn nach der langen Zeit endlich mal wiederzusehen. Immerhin war er ein alter Freund von Seiko und mir und ihr wohl größter Wohltäter. Ich stellte ihm die Pflichtfragen, diskutierte kurz über die Handelsroute und unterhielt mich dann noch ein Weilchen mit ihm, bevor ich mich wieder auf den Weg zu Seikos Wohnung machte. Sie schien noch immer zu schlafen, also ließ ich mich wieder auf einem der roten Sessel nieder, zog die Knie an und dachte einfach eine Weile nach, dass ich dabei kurz einnickte war mir gar nicht bewusst.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:20

Das helle Licht der Mittagssonne erleuchtete den Raum und weckte mich langsam auf. Ich blinzelte ein paar Mal dagegen an und war noch immer ganz benommen, ehe ich mich ruckartig aufrichtete. Dies war eine alte Angewohnheit von früher, welche ich wohl niemals loswerden würde. Ich war einfach zu misstrauisch und hatte den Drang mich stets davon zu überzeugen, dass wirklich keinerlei Gefahren in meinem Umfeld waren. Jedoch entspannte ich mich wenige Sekunden später wieder, als ich erkannte, dass ich mich lediglich in meinem Zimmer befand. Das Adrenalin, welches soeben in meine Adern geschossen war, klinkte langsam ab und auch meine Atmung, welche für ein paar Sekunden aus dem üblichen Tempo geraten war, wurde wieder normal. Verwirrt blickte ich mich um. Wie war ich eigentlich hierhergekommen? Mein Blick glitt an meinem Körper hinab und ich sah den dunkelblauen Pullover von Shinji und die schwarze Hose, woraufhin meine Erinnerungen langsam zurückkamen. Ich konnte mich jedoch nur an dem Teil erfreuen, an dem Shina aufgetaucht war, denn alles andere trug in keinster Weise zu meiner guten Laune bei. Aber war ich wirklich hier eingeschlafen? Benommen schüttelte ich den Kopf und schlug die Decke zur Seite. Völlig egal, ich wollte jetzt erst einmal einen Tee. Während ich aufstand verlor ich kurzzeitig das Gleichgewicht, da mein Fuß zur Seite knickte, doch ich fing mich sogleich wieder und trat noch immer ein weniger verschlafen zur Schiebetür, ehe ich diese aufschob. Vermutlich sah ich furchtbar aus, allerdings nicht so schlimm wie nach meiner gestrigen Ankunft in dieser Wohnung. Ich schüttelte kurz den Kopf, um die Müdigkeit ein wenig loszuwerden und ließ meinen Blick anschließend durch das Wohnzimmer gleiten, wo ich meine Schwester schlafend in einem Sessel vorfand. Wenigstens war ich nicht die Einzige von uns beiden gewesen die Schlaf benötigt hatte. Ich war schon kurz davor mich leise auf den Weg zur Küche zu begeben, als Shina anfing sich zu bewegen und leise seufzte. Lächelnd lehnte ich mich gegen den Holzrahmen und wartete. "Na, hast du gut geschlafen?"

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:24

Ich war doch tatsächlich auf dem roten Sessel in Seikos Wohnzimmer eingeschlafen. Ich hatte überhaupt nicht bemerkt dass ich müde gewesen war, aber anscheinend hatte die Müdigkeit mich dann doch überfallen. Es war zwar nur ein sehr kurzer und leichter Schlaf, aber trotzdem wieder durchzogen von einem Traum. Wollte dieser denn nie verschwinden? Ich sah Hiroshi wieder mit Misaki in den Gärten des Anwesens, hatte das Gefühl beider Stimmen zu hören, wie sie sich gegenseitig ihre Liebe gestanden und mir damit das Herz in kleine Stücke zerschnitten. Natürlich wollte ich nichts mehr als Hiroshi glücklich zu sehen. Ich hatte ihn vom ersten Moment an gemocht, ein junger Domänenführer der sich nicht bloß für seinen elendigen Reichtum einsetzte, so wie viele andere, sondern auch für sein Volk und für die Handelsbeziehungen zu den anderen Domänen. Er war freundlich und gütig, urteilte nicht vorschnell und war sehr klug, wenn auch manchmal etwas verschwiegen. Dass ich ihn jedoch liebte, war mir erst in dem Moment richtig bewusst geworden, denn plötzlich hatte ich gemerkt, dass ich im Begriff war ihn zu verlieren, ihn vielmehr nie gehabt hatte. Ich öffnete plötzlich die Augen und schrak hoch als ich etwas hörte, doch es war nur Seiko, die nun im Türrahmen lehnte und mich angrinste. "Na, hast du gut geschlafen?" "Danke, nein." sagte ich und zog die Schultern nach oben, meine Güte war mein Nacken verspannt. "Aber die Frage sollte ich lieber an dich zurückgeben, immerhin hast du fast fünf Stunden länger geschlafen als ich. Das hat mir aber wenigstens die Möglichkeit gegeben mich ein wenig mit Shigeru zu unterhalten und meine Aufgabe hier zu erledigen, jetzt hab ich wenigstens wirklich Urlaub." sagte ich und streckte mich. Memo an mich selbst: Ich sollte nicht mehr auf Seikos Sesseln einschlafen. Zum Sitzen waren sie zwar wirklich bequem, aber zum Schlafen wären sie bei Stiftung Warentest durchgefallen. Ich erhob mich und blickte Seiko an, sie wirkte jetzt ausgeschlafener und frischer als zuvor und ich vermutete dass sie nun auch nicht mehr während des Gesprächs einschlafen würde. "Und was hast du so für den Tag geplant?" fragte ich lächelnd.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:27

"Danke, nein." Ich blickte meine Schwester noch einen Moment lang an und schob dann die Schiebetür hinter mir zu. Noch immer lächelnd schritt ich auf den Tisch zu und schnappte mir das Tablett mit der Teekanne und den dazugehörigen Tassen. "Das tut mir leid. Diese Sessel sind einfach furchtbar was das Schlafen betrifft, das habe ich Dank den ganzen Formalitäten mehr als nur einmal feststellen müssen." Ich schenkte ihr einen mitleidigen Blick und hob das Tablett an. "Zur Entschädigung bin ich so gütig und mache dir einen Tee, solange du keine Bemerkung zu meinem derzeitigen Aussehen von dir gibst." Ich grinste. Zum Glück waren meine Stunden des Schlafes ein wenig erholsamer gewesen, auch wenn ich zur Ausnahme mal keinen Traum gehabt hatte, was allerdings nur sehr selten geschah. Meistens handelten sie von Shina, Shinji oder meiner Vergangenheit, waren je nachdem ein wundervolles Erlebnis oder eine Qual. Jedoch musste ich gestern so erschöpft gewesen sein, dass mir selbst das Träumen erspart geblieben war. "Aber die Frage sollte ich lieber an dich zurückgeben, immerhin hast du fast fünf Stunden länger geschlafen als ich. Das hat mir aber wenigstens die Möglichkeit gegeben mich ein wenig mit Shigeru zu unterhalten und meine Aufgabe hier zu erledigen, jetzt hab ich wenigstens wirklich Urlaub." Ein wenig schuldbewusst biss ich mir auf die Lippe. "Es tut mir leid, es war ein wirklich langer Tag. Ich hätte nicht einfach einschlafen dürfen, schon gar nicht da du hier bist." Die Tatsache, dass sie mich indirekt fragte, ob ich gut geschlafen hatte, überging ich gekonnt. Schließlich stand Shina auf und befand sich somit direkt auf meiner Augenhöhe. "Und was hast du so für den Tag geplant?" Ich zuckte tonlos die Schultern. "Bisher möchte ich lediglich einen Tee machen und mich davor drücken mich mit diesen Dingern…" Ich deutete mit dem Finger auf einen großen Stapel von Akten. "…abzugeben."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:31

"Das tut mir leid. Diese Sessel sind einfach furchtbar was das Schlafen betrifft, das habe ich Dank den ganzen Formalitäten mehr als nur einmal feststellen müssen." Ich grinste meine Schwester bei ihrem mitleidigen Blick an. "Kein Problem, ich habe schon auf weitaus unbequemeren Sesseln oder gar dem Boden geschlafen." Ich blickte nach unten, der Marmorboden wäre definitiv bei Stiftung Warentest durchgefallen. "Zur Entschädigung bin ich so gütig und mache dir einen Tee, solange du keine Bemerkung zu meinem derzeitigen Aussehen von dir gibst." Ich zog die Augenbrauen nach oben. Das war ja gerade so als würde ich mich ständig über ihr Aussehen lustig machen. "Zu gütig." sagte ich und verschränkte dann die Arme. Schade dass ich keinen Edding da hatte, sonst würde ich mir als Erinnerung auf die Hand schreiben dass ich keine Bemerkungen über Seikos Aussehen mehr machen dürfte. Grund: Mögliche Todesfolge und Entzug von lebensnotwendigen Informationen. Ich seufzte. Anhängsel: Und kein Tee. "Es tut mir leid, es war ein wirklich langer Tag. Ich hätte nicht einfach einschlafen dürfen, schon gar nicht da du hier bist." Ich wehrte kopfschüttelnd ab. "Ach was, ich kann damit leben, solange du nicht in deinem Aktenberg einen Attentäter vermutest und hineinspringst um mich zu retten kann ich mit allem leben." sagte ich grinsend. "Bisher möchte ich lediglich einen Tee machen und mich davor drücken mich mit diesen Dingern abzugeben." Perfekt. "Passt ja super, dann könnten wir irgendwo hingehen, ansonsten kriegen diese Dinger vielleicht Zähne und schleifen dich mit sich." Anmerkung mit Edding: Dumme Sprüche in Zukunft vermeiden. Allerdings hatte ich noch keine Ahnung wo wir hingehen könnten. Es war so lange her, dass ich hier gewesen war und ich war mir sicher, dass sich Seiko hier Millionen Mal besser auskannte als ich.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:33

Ich verschwand kurzzeitig in der Küche und kehrte wenige Minuten später mit dem Tablett und einer nun vollen Teekanne darauf zurück. Während ich die Tassen auf den Tisch stellte und in diese langsam den heißen Tee eingoss, wandte ich mich wieder Shinas Worten zu. "Kein Problem, ich habe schon auf weitaus unbequemeren Sesseln oder gar dem Boden geschlafen." "Allerdings noch nicht im Hause deiner Schwester. Zudem existiert hier kaum noch etwas, dass sich Boden schimpfen darf." Ich deutete mit der Hand auf die zahlreichen Papiere, Briefe und Akten, welche überall im Raum verteilt lagen. Die Ausnahme war der von Shina geordnete Aktenstapel auf einem der Nebentische. Nachdem die Teetassen gefüllt waren, kehrte ich noch einmal in mein Schlafzimmer zurück um zwei weiche Decken zu holen. Ich liebte es einfach mich in diese zu kuscheln, was vermutlich eines der wenigen Dinge an mir war, die kindisch wirkten. "Ach was, ich kann damit leben, solange du nicht in deinem Aktenberg einen Attentäter vermutest und hineinspringst um mich zu retten kann ich mit allem leben." Ich grinste und warf eine Decke nach Shina, welche prompt auf ihrem Kopf landete und ihr Gesicht überdeckte. "Wer weiß, ich glaube ich habe vorhin zwischen dem Stapel dort rechts etwas rascheln gehört. Vielleicht sollte ich mal schnell nachsehen, ob da nichts ist, bevor meiner geliebten Onee-san noch etwas zustößt." Meine Decke auf dem Sessel platziert, trat ich zum Fenster hinüber und öffnete dieses. Mein Gott, wann war hier zuletzt frische Luft hineingekommen? "Vor allen Dingen ist Hiroshi ja nicht einmal hier um dich zu beschützen und ich möchte ihm nicht deine Todesnachricht überbringen müssen." Mein Grinsen wurde breiter und ich streckte Shina kurz die Zunge heraus, ehe ich mich in meinem Sessel niederließ und mich in den weichen Stoff kuschelte. "Passt ja super, dann könnten wir irgendwo hingehen, ansonsten kriegen diese Dinger vielleicht Zähne und schleifen dich mit sich." Ich zog die Augenbraue hoch und blickte meine Schwester kühl an, auch wenn dies nicht ernst gemeint war. "Du meinst ich habe die Wahl zwischen dir und Zähne besitzenden Akten, die mich verschleppen wollen?" Ich deutete mit der Hand auf einen Stapel. "Gut, dann gib mir gleich mal die da ganz oben links." sagte ich grinsend.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:37

Ich sah Seiko nach, die soeben in der Küche verschwand und mit einem Tablett zurückkehrte. Der Geruch des Tees stieg mir in die Nase, während sie erst die eine und schließlich die andere Tasse damit auffüllte. Ich fragte mich wie lange ich wohl geschlafen hatte. Die Sonne schien noch recht hoch zu stehen, deswegen vermutete ich dass ich allerhöchstens eine Stunde lang geschlafen haben konnte. "Allerdings noch nicht im Hause deiner Schwester. Zudem existiert hier kaum noch etwas, dass sich Boden schimpfen darf." Ich lachte bei ihren Worten. "Aber schon bei mir zuhause, das übertrumpft somit dein Abwehren." sagte ich und sah mich um. Seiko hatte Recht, vom Boden war hier nicht wirklich viel zu sehen außer hin und wieder ein paar Flecken des schwarzen Marmors. Jedoch noch während ich den Boden begutachtete, als wollte ich ihn kaufen, spürte ich wie mich etwas im Gesicht traf. Eine Decke. "Die kann man auch freundlicher überreichen!" zeterte ich und entfaltete die Decke dann um sie mir über die Beine zu legen. "Wer weiß, ich glaube ich habe vorhin zwischen dem Stapel dort rechts etwas rascheln gehört. Vielleicht sollte ich mal schnell nachsehen, ob da nichts ist, bevor meiner geliebten Onee-san noch etwas zustößt." Ich zog die Augenbrauen zusammen. Zum Glück kannte ich meine Schwester und wusste dass sie so etwas nicht ernst meinte, wäre sie wirklich in dem Aktenberg verschwunden wie ein Turmspringer hätte ich vermutlich in dem Konflikt zwischen einem Lachanfall oder einer Wutattacke gestanden. Vermutlich eher der Lachanfall. Ein kurzer Luftzug drang durch das Zimmer als Seiko das Fenster öffnete. "Vor allen Dingen ist Hiroshi ja nicht einmal hier um dich zu beschützen und ich möchte ihm nicht deine Todesnachricht überbringen müssen." Ich packte mir ein Kissen und warf es nach Seiko. "Klappe." sagte ich ärgerlich. "Wenn du auch nur einer Person das von mir und Hiroshi erzählst, landen demnächst meine Wurfmesser in deinem Gesicht und nicht das Kissen." Zwar meinte ich dies nicht ernst, ich würde es niemals über das Herz bringen meine kleine Schwester zu verletzten, aber trotzdem war es mir enorm wichtig dass sie über die ganze Sache schwieg. "Du meinst ich habe die Wahl zwischen dir und Zähne besitzenden Akten, die mich verschleppen wollen? Gut, dann gib mir gleich mal die da ganz oben links." Ich suchte nach einem zweiten Kissen, das ich nach Seiko werfen könnte, fand allerdings keines und mit ihren Akten zu werfen wäre vermutlich mein sicherstes Todesurteil. "Ich kann auch wieder gehen wenn dir deine Akten wichtiger sind." sagte ich und verschränkte die Arme.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:42

Ich schlug die Beine übereinander und blickte meine Schwester an, während ich die nun frische Luft, welche durch das Fenster in den Raum gelangte, einatmete. Das Sonnenlicht schien hinein und ich schätzte, dass es bereits Mittag war, da diese relativ hoch stehen musste. "Aber schon bei mir zuhause, das übertrumpft somit dein Abwehren." Ich zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. "Nun ja, aber einen Versuch war es wenigstens wert." Ich wandte meinen Blick von Shina ab und richtete ihn stattdessen auf den Tisch, auf welchem sich noch immer die dampfende Teetasse befand. Eigentlich konnte ich mich kaum beherrschen nicht einen Schluck zu trinken, da dieser äußerst gut roch und ich sehr durstig war, doch in Anbetracht der Temperatur des Getränks, zwang ich mich dazu noch ein wenig zu warten. "Die kann man auch freundlicher überreichen!" Während Shina die Decke auf ihren Beinen ausbreitete und mich dabei ordentlich anfauchte, wie ich es von ihr gewöhnt war und in diesem Falle auch schon beinahe provoziert hatte, schlich sich ein klitzekleines Grinsen auf meine Züge. "Ja, man kann." Nun doch die Beherrschung verlierend, streckte ich die Hand nach meiner Teetasse aus um wenigstens deren Wärme zu spüren, als ich plötzlich Shinas Zischen hörte, gefolgt von einem Geräusch. Innerhalb einer Sekunde drehte ich mich in dem Sessel zur Seite, als auch schon eines meiner Kissen an mir vorbeirauschte und mich am Arm streifte. Einen Moment lang sah ich irritiert von meiner Schwester zu dem, nun auf dem von Akten begrabenen Boden liegenden Kissen. Zum Glück war ich Vizeadmiralin und darauf geschult unerwarteten Angriffen wie diesen auszuweichen, da dies auf einem Schlachtfeld durchaus hätte ein Pfeil oder ein Schuss hätte gewesen sein können, sonst hätte ich dieses Kissen nun im Gesicht gehabt. Wie es schien, verstand sie bezüglich des Themas mit Hiroshi wirklich keinen Spaß. Und dies war etwas, wozu ich als jüngere Schwester verpflichtet war es auszunutzen oder? "Wenn du auch nur einer Person das von mir und Hiroshi erzählst, landen demnächst meine Wurfmesser in deinem Gesicht und nicht das Kissen." Ich lachte leise. "Schade ich hatte schon an den Formulierungen für das schwarze Brett gefeilt, denn eine solche Sache sollte man schließlich gefühlvoll ausdrücken. Zudem hat mich das Kissen ohnehin verfehlt." Ich grinste Shina an und winkte dabei mit der Hand ab. Zwar lag kein Kissen mehr in der Reichweite meiner Schwester und ich bezweifelte, dass sie tatsächlich ihre Messer gegen mich richten würde, doch es gab genügend anderes Wurfmaterial. "Beruhige dich, ich werde es schon niemandem erzählen. Schließlich möchte ich nicht wegen so etwas in einem Sarg landen, wo ich diesen doch immer wieder aufs Neue auf wunderbare Weise umgehe." Nun, dies stimmte. Bei jedem Kampf konnte man nun mal sein Leben verlieren, doch da mir dies bisher noch nie passiert war, weshalb ich nun auch entspannt in meinem Sessel sitzen konnte, war ich immer wieder um einen Sarg herumgekommen. "Ich kann auch wieder gehen wenn dir deine Akten wichtiger sind." Während Shina wütend die Arme verschränkte, griff ich nun endlich nach meiner Teetasse und nippte daran, in der Hoffnung, dass der Tee nicht mehr eine tödliche Temperatur hatte. Ich hatte, wie ich feststellte, recht. Noch in der folgenden Sekunde verdrehte ich die Augen, als ich Shinas Worte hörte. "Sie sind mir nicht wichtiger, nur weitaus ungefährlicher." Ein Seufzen entwich mir. "Was hast du denn für Vorstellungen bezüglich der Tagesplanung? Dass du mich in die Öffentlichkeit schleifst steht ohnehin bereits fest." Und damit war mein 'freier' Tag wieder gänzlich ausgebucht.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 26 Jan 2014 - 23:49


"Nun ja, aber einen Versuch war es wenigstens wert." "Einen schlechten Versuch." murmelte ich grinsend und machte es mir dann noch ein wenig bequemer in dem großen roten Sessel und mit der nun vorhandenen Decke über meinen Beinen. Vielleicht hätte diese mir das Schlafen vorhin ein wenig verschönert, aber was sollte ich Dingen nachjammern die nicht mehr waren. Ich war ja schließlich nicht aus Zucker und hielt so einiges aus. Für einen Moment zuckte eine Erinnerung aus Kindertagen vor meinem inneren Auge auf. Da unsere Eltern bereits sehr früh verstorben waren, hatte Seiko und ich allein zurechtkommen müssen. Seiko war noch sehr jung gewesen und in dem Alter vermutlich auch noch nicht dazu in der Lage auf sich allein aufzupassen. Für eine Zeit hatte ein ziemlich heftiger Kampf in dem Dorf getobt in dem wir gelebt hatten und Seiko und ich hatten fliehen müssen. Ich sah mich praktisch selbst wie ich mit blutendem Arm und der weinenden Seiko an der Hand durch die Wälder streifte. Damals war das Leben noch schwer gewesen, wir hatten uns das Essen selbst beschaffen müssen und es gab kein flauschiges Bett zum Schlafen sondern bloß den feuchten harten Boden. Ich verdrängte die Gedanken mit einem kurzen Kopfschütteln und sah wieder zu Seiko. "Ja, man kann." Am liebsten wäre ich schon wieder zickig geworden oder hätte ein Kissen nach ihr geworfen, doch da sich keines in Reichweite befand erledigte sich das fast von selbst. Ich warf ihr nur einen bösen Blick zu und griff, ihrem Beispiel folgend, nach der Teetasse. Der Duft stieg mir wieder in die Nase und meldete mir dass ich schon länger nichts mehr getrunken und auch nicht gegessen hatte. Wenn ich es mir recht überlegte seit meiner Abreise aus Chitoyo, die bereits zwei Tage zurücklag. Proviant war so lästig und ich hatte mir ausgerechnet, dass ich sowieso nicht so lange brauchen würde. Wie Seiko allerdings meiner Ninja - Technik - nahekommenden - Kissen - Wurf - Attacke auswich und dabei einen Blick auf mich warf, war einfach zu köstlich. Ich brach in lautes Gelächter aus, obwohl ich nicht richtig gezielt hatte sondern einfach drauflos geworfen, schaute sie gerade aus wie ein Fisch auf dem Trockenen. Jedoch ebbte dieses Lachen nach ihren nächsten Worten sofort wieder ab. "Schade ich hatte schon an den Formulierungen für das schwarze Brett gefeilt, denn eine solche Sache sollte man schließlich gefühlvoll ausdrücken. Zudem hat mich das Kissen ohnehin verfehlt." Ich schnaubte wütend und setzte die Teetasse ab um nicht in die Versuchung zu kommen sie als Wurfmaterial zu missbrauchen. "Ich finde das absolut nicht witzig." Erneut verschränkte ich die Arme. "Beruhige dich, ich werde es schon niemandem erzählen. Schließlich möchte ich nicht wegen so etwas in einem Sarg landen, wo ich diesen doch immer wieder aufs Neue auf wunderbarste Weise umgehe." "Das will ich auch hoffen." grummelte ich ziemlich unverständlich. Schließlich beobachtete ich Seiko, wie sie an ihrem Tee nippte. "Sie sind mir nicht wichtiger, nur weitaus ungefährlicher." Bei ihrer Antwort konnte ich mir ein Grinsen einfach nicht verkneifen. "Wer weiß, vielleicht machen mir deine Akten irgendwann ja Konkurrenz." Ich lachte kurz auf. Höchst unwahrscheinlich. "Was hast du denn für Vorstellungen bezüglich der Tagesplanung? Dass du mich in die Öffentlichkeit schleifst steht ohnehin bereits fest." Ich legte für einen Moment die Stirn in Falten und dachte nach. "Hmm, also ich wäre dafür dass wir erst mal was essen, ich glaube zwei Tage Fastenzeit reichen mir." meinte ich grinsend. "Und danach könnten wir irgendwo spazieren gehen." Es war nur ein Vorschlag und ich war gespannt wie Seiko darauf reagierte.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Mo 27 Jan 2014 - 1:31

"Einen schlechten Versuch." Ich zog die Augenbraue ein Stück weit nach oben. "Da hast du allerdings schon schlechtere abgeliefert, wenn ich dich an unseren damaligen Ausflug nach Gikuno erinnern dürfte meine Liebe." Ich rollte die Augen und trank einen Schluck Tee. Das tat wirklich gut. Der 'gestrige' Tag war einfach furchtbar gewesen, doch nun nachdem ich geduscht, neue Kleidung, ein paar Stunden Schlaf und letztendlich noch eine Tasse Tee hatte, war ich vorerst wunschlos glücklich. Die Anwesenheit meiner Schwester trug dieser Laune teilweise bei, doch Kissenwürfe, die vermutlich als 'Übungen zum Bewegen des Handgelenks' bei meiner Schwester bezeichnet wurden, waren kurz nach dem Aufstehen nicht ganz mein Ding, selbst wenn sie berechtigt waren. Das anschließende Gelächter meiner Onee-chan war auch nicht gerade motivierend, jedoch ging es sogleich auf mich über, als sie augenblicklich verstummte und mich wütend anblickte. "Ich finde das absolut nicht witzig." "Ich wiederum schon." gab ich mit einem amüsierten Grinsen zurück. "Ich verstehe nicht, wieso du dich darüber so aufregst. Je krampfhafter du versuchst die Sache zu verbergen, desto eher kommt ein Gerücht auf. Und selbst wenn es das sollte, so ist es völlig belanglos, wenn Hiroshi anschließend sagt es sei eine Lüge, denn im Gegensatz zu Shigeru ist er im Besitz der gesamten Domäne und wird nicht infrage gestellt." Schulterzuckend trank ich einen weiteren Schluck und seufzte anschließend wohlig. Ich brauchte definitiv mehr freie Tage. Was die Sache mit Hiroshi betraf, so beschloss ich das Thema vorerst ruhen zu lassen. Zum einen wollte ich den Wurfmessern und Mordversuchen meiner Schwester entgehen, zum anderen würden meine Worte sowieso nichts ändern, wenn Shina sich auf diese Sichtweise fixiert hatte. "Hmm, also ich wäre dafür dass wir erst mal was essen, ich glaube zwei Tage Fastenzeit reichen mir. Und danach könnten wir irgendwo spazieren gehen." Ein breites Grinsen erschien auf meinen Zügen. Dieser Satz war ja nahezu köstlich. Ich legte den Kopf schräg und stellte meine Tasse auf den Tisch. "Nun, betrachte es positiv, deine Fastenzeit hat dir in keinster Weise geschadet. Beziehungsweise deiner Figur." Für eine Sekunde überlegte ich mich zu ducken, für den Fall das meine Schwester wieder das Bedürfnis hatte ihr Handgelenk trainieren zu müssen. "Aber gut, ich möchte dir bezüglich dessen nicht im Wege stehen. Dennoch habe ich das ungute Gefühl, dass dieser Spaziergang mehr in einer Quizshow enden wird, anstatt in einem einfachen Gespräch über das Wetter. Liege ich da richtig Onee-chan?" Schade dass meine Schwester nicht Günther Jauch war, dessen 'Wer-wird-Millionär' Das-Quiz-von-Jörg-Pilawa um Meilen schlug, sonst hätte ich wenigstens ein wenig Profit bei diesem Spaziergang machen können.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   Mo 27 Jan 2014 - 1:34

"Da hast du allerdings schon schlechtere abgeliefert, wenn ich dich an unseren damaligen Ausflug nach Gikuno erinnern dürfte meine Liebe." Ich schnaubte bei diesen Worten. "Das war jawohl etwas ganz anderes. Das von damals kam ja dem gleich, dass ich dich überzeugen wollte dass die Erde eine Scheibe ist und wenn du zu weit läufst fällst du runter." Ich grinste kurz in mich hinein und stellte mir Seiko vor, wie sie lief und plötzlich der Boden unter ihren Füßen weg war. Das Amüsante daran war der von mir vorgestellte Gesichtsausdruck ihrerseits, wie sie mit weit aufgerissenen Augen in die Tiefe schaute. Ich kuschelte mich schließlich in meine Decke, da durch die Müdigkeit noch immer die Kälte in meine Glieder kroch. Doch Seikos Blick wegen meiner Kissenwurf-Ninjatechnik war wirklich zu gut, sodass ich noch immer darüber grinste. Doch dann zog ich die Augenbrauen wütend zusammen. "Ich wiederrum schon. Ich verstehe nicht, wieso du dich darüber so aufregst. Je krampfhafter du versuchst die Sache zu verbergen, desto eher kommt ein Gerücht auf. Und selbst wenn es das sollte, so ist es völlig belanglos, wenn Hiroshi anschließend sagt es sei eine Lüge, denn im Gegensatz zu Shigeru ist er im Besitz der gesamten Domäne und wird nicht infrage gestellt." Ich seufzte. Sie hatte Recht, niemand in Chitoyo würde Hiroshi infrage stellen, er hatte die alleinige Macht und das gesamte Militär unterstand ihm ohne jegliche Schwierigkeiten, die sich bei den Generälen mancher anderen Domänen zeigten. Doch trotzdem wollte ich nicht, dass die ganze Sache herauskam, zwar könnte Hiroshi einfach sagen es wäre eine Lüge und dies somit aus der Welt schaffen, aber ich vermutete diese Lüge würde mich schlimmer treffen als wenn das Ganze niemals ans Licht kam. Und noch dazu fürchtete ich noch immer darum, dass Hiroshi sich schließlich für eine wohlerzogene Schönheit aus der Adelsschicht entscheiden könnte als für mich freche Gossengöre. "Nun, betrachte es positiv, deine Fastenzeit hat dir in keinster Weise geschadet. Beziehungsweise deiner Figur." Ich stieß einen empörten Laut aus und zog blitzschnell eines meiner Wurfmesser hervor. "Willst du das im Gesicht haben?" fragte ich knurrend und balancierte das Messer in meiner Hand. Doch schließlich regte ich mich wieder halbwegs ab. "Aber gut, ich möchte dir bezüglich dessen nicht im Wege stehen. Dennoch habe ich das ungute Gefühl, dass dieser Spaziergang mehr in einer Quizshow enden wird, anstatt in einem einfachen Gespräch über das Wetter. Liege ich da richtig Onee-chan?" "Hey ich war so gnädig und habe dich erst schlafen lassen, bevor ich dich mit Fragen überschüttet habe, aber jetzt ist meine Gnade auch an ihrem Ende und ich hätte ganz gern die Antworten auf meine Fragen."

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