Inuyasha Legends


 
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 Das Apartment von Seiko

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Seiko
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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:07

Ich grinste als ich daran zurückdachte wie Shinji damals für Stunden in der Küche verschwunden war, während ich schweigend auf dem Sofa gesessen und irgendwelche Dinge angestarrt oder in den Fingern gedreht hatte. Völlig egal was es war, wirklich alles was Shinji aus der Küche geschleift hatte war einfach ungenießbar gewesen und hatte mich damals mehrmals beinahe umgebracht. Irgendwann war es mir zu dumm gewesen und ich hatte ihn ohne ein Wort von dem Herd weggeschoben und selbst gekocht, was nachdem er den einzigen Topf den wir zu dieser Zeit gehabt haben gesprengt hatte, ziemlich umständlich gewesen war. Wie gut, dass ich mir heute neue Küchenutensilien leisten konnte und mehrere Töpfe im Haus besaß, für den Fall. Allerdings rechnete ich mir bereits den Preis für eine neue Kücheneinrichtung aus, denn selbst wenn ich dabei war wenn Shinji 'kochen' würde, war es fraglich wie lange diese durchhielt. "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, jeder fängt mal klein an, daher kannst du doch gar nicht beurteilen ob sie mich aufgenommen hätten oder nicht." Ich nickte gespielt zustimmend. "Natürlich, aber ein Gericht hättest du wohl kochen müssen, damit sie deine Qualifikationen sehen können. Wenn man dabei allerdings die gesamte Küche mit allem drum und dran in die Luft sprengt, und ich bin mir sehr sicher, dass es dazu gekommen wäre, tut das der Aufnahmewahl nicht sehr gut." Ich grinste ihn an. Dass ich mit meinen Worten recht hatte war eine Tatsache. "Natürlich ich werde jegliche Akte aus dem Weg schaffen die es auch nur wagt sich dir zu nähern, ich habe ja Übung darin. Die Akten bei mir zuhause sind nämlich auch gerne mal bissig." Ich schlug die Handflächen aufeinander und klimperte mit den Wimpern. "Mein großer Held, wie kann ich mich dafür jemals bedanken? Wo ich mich selbst schon so oft mit den Akten ärgern durfte." Nun, in gewisser Weise hatte mich Shinji ja heute schon vor ihnen bewahrt, denn wäre mir die Akte bezüglich des Kampfes nicht in die Hände gefallen und ich nicht hinausgegangen, würde ich immer noch immer einen Papierkrieg führen. Es kam mir wirklich wie ein Traum vor, dass wir uns und dass auf so völlig verrückte Weise, wiedergefunden hatten. "Wenn du das meinst, vielleicht sollte ich ja öfter soetwas tragen. Ich mochte die Farbe Pink ja schon immer." Ich lachte noch immer und kam dem Tod durch Ersticken immer näher, während ich mich schon mit einer Hand an der Küchenplatte abstützte um nicht umzufallen. Mit der anderen hielt ich mir immer noch den Bauch vor Lachen. "Natürlich.", brachte ich mühsam hervor und keuchte. "Das weiß ich doch. Für deinen Geburtstag wird sich bestimmt etwas finden, dass in so einem wundervollen Pinkton gehalten ist."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:12

Ich verstand immer noch nicht warum Seiko ausgerechnet mich dazu verdonnern wollte zu kochen, eigentlich müsste sie doch genau wissen dass meine Gerichte nur in den seltensten Fällen nicht direkt zum Tode führten oder schlimmste Bauchschmerzen auslösten. Natürlich hatte ich damals immer wieder versucht irgendetwas Genießbares zu kochen, war allerdings immer und immer wieder daran gescheitert, bis Seiko mich der Küche verwiesen hatte, wofür ich ihr auch wirklich dankbar war. Nun gut man konnte ja schließlich nicht in allem perfekt sein und Kochen war eine meiner wenigen Schwächen. Allerdings verdiente ich als Vizeadmiral auch so viel, dass ich mich nicht selbst in die Küche stellen und kochen musste, sondern mein Essen hauptsächlich kaufte. Meine Küche war also eigentlich nur zur Zierde da, denn seit ich mein Apartment bezogen hatte, hatte ich sie vielleicht fünf Mal betreten um mir Tee zu kochen. Eigentlich ziemlich erbärmlich, aber ich konnte einfach nicht ändern, dass ich wohl besser darin geeignet war irgendwelche Giftbrühen zu kochen als Gerichte. "Natürlich, aber ein Gericht hättest du wohl kochen müssen, damit sie deine Qualifikationen sehen können. Wenn man dabei allerdings die gesamte Küche mit allem Drum und Dran in die Luft sprengt, und ich bin mir sehr sicher, dass es dazu gekommen wäre, tut das der Aufnahmewahl nicht sehr gut." "Naja ein paar Gerichte schaffe selbst ich noch, allerdings hören diese auch sehr schnell wieder auf." meinte ich grübelnd. Außerdem sind die paar die ich schaffe zwar nicht vollkommen verbrannt, aber genießbar auch nicht. fügte ich in Gedanken hinzu. "Mein großer Held, wie kann ich mich dafür jemals bedanken? Wo ich mich selbst schon so oft mit den Akten ärgern durfte." Ich grinste innerlich, ehe ich antwortete. "Eigentlich müsstest du den Boden küssen auf dem ich laufe, da ich ein so großer Held bin, allerdings…" Ich lächelte Seiko zärtlich an, ehe ich sie kurz küsste. "… reicht mir deine bloße Anwesenheit bereits vollkommen aus." War es nicht vollkommen verrückt dass wir nun hier standen als wäre niemals so viel Zeit vergangen? Dass wir miteinander lachten und uns an Dinge erinnerten so als hätte es die Trennung nie gegeben? Ja es erschien mir durchaus verrückt. "Natürlich. Das weiß ich doch. Für deinen Geburtstag wird sich bestimmt etwas finden, dass in so einem wundervollen Pinkton gehalten ist." Innerlich stellte ich mir bereits vor wie Seiko mir ein Päckchen in die Hand drückte und ich schließlich einen quietschpinken, mit Blümchen und Herzchen versehenen Mantel daraus hervorzog. Ehrlich gesagt fand ich das Bild zwar amüsant, aber nicht wünschenswert. "Wegen mir musst du dir doch nicht solche Mühe machen, aber ich bin überrascht dass du dich noch erinnerst wann mein Geburtstag ist." neckte ich Seiko grinsend.

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Seiko
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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:15

"Naja ein paar Gerichte schaffe selbst ich noch, allerdings hören diese auch sehr schnell wieder auf." Meine Augenbrauen huschten in die Höhe. "Ach ja und die wären? Teewasser wird übrigens nicht als Gericht anerkannt.", ich grinste ihn wie schon zuvor noch immer an, während ich gespannt auf seinen Konter auf diese Aussage wartete. Ich stellte mir das Bild nur zu komisch vor. Shinji in der gleichen Schürze mit einem Kochhut völlig planlos in einer großen Küche, die hier und da schon qualmte, während die Jury davor an einem Tisch saß, die Sauerstoffmasken hervorzog und sich Notizen auf ihren Blöcken machten. "Eigentlich müsstest du den Boden küssen auf dem ich laufe, da ich ein so großer Held bin, allerdings reicht mir deine bloße Anwesenheit bereits vollkommen aus." Ich erwiderte sanft seinen Kuss und legte anschließend meine Hand sanft an seine Wange. "Meinst du? Ich dachte du hättest bereits genügend niveaulose Frauen, die das für dich tun würden und da soll ich mich auch noch dazu herablassen?" Ich tat einen Moment so, als würde ich nachdenken. Anschließend lächelte ich Shinji wieder an. "Außerdem solltest du dich glücklich schätzen, die Anwesenheit meiner Wenigkeit wird nicht allzu vielen zu teil, schließlich gebe ich mich nur mit gleichwertigen und niveauvollen Personen ab." Ich küsste ihn noch einmal kurz, als ich mich schließlich an ihm vorbeischob. Anschließend öffnete ich eines der unteren Küchenfächer und sah mich nach einigen brauchbaren Gegenständen um. "Wegen mir musst du dir doch nicht solche Mühe machen, aber ich bin überrascht dass du dich noch erinnerst wann mein Geburtstag ist." "Ach nein, das ist doch selbstverständlich. Schließlich liebe ich dich ja und wenn die Farbe Pink dich so glücklich macht, muss ich das akzeptieren und dir damit eine Freude bereiten." Grinsend zog ich den gewünschten Gegenstand aus dem Regal und richtete mich wieder auf. "Also das Ding hier nennt sich Topf. Man kann ihn auf den Herd stellen und damit kochen. Wie du siehst ist er rund und aus Metall, das heißt er zerbricht im Gegensatz zu Gläsern oder Tellern nicht.", ich nickte mehrere Male und stieß den Topf mit einem Fingernagel an, so dass ein metallisches Geräusch entstand. "Da wir heute mit einem, für einen Anfänger etwas schwierigeren Gericht anfangen werden, was ich vermutlich noch zu bereuen habe, brauchen wir sogar zwei Töpfe, einen für unsere Soße mit Gemüse und den anderen für den Reis. Hast du bisher alles verstanden?", fragte ich grinsend, nachdem ich meine Erklärung, die vermutlich ein Kleinkind verstanden hätte, vorerst beendet hatte.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:19

"Ach ja und die wären? Teewasser wird übrigens nicht als Gericht anerkannt." Ich verdrehte kurz die Augen ehe ich ihr Grinsen erwiderte. "Das ist mir schon bewusst. Lass mich überlegen, ich bin in der Lage Reis zu kochen und Dinge anzubraten ohne sie in Flammen aufgehen zu lassen, reicht dir das?" Allerdings hatte ich auch Jahre gebraucht um so etwas hinzubekommen, was kein Wunder war, da ich mir nie Zeit nahm um zu kochen. Der Reis war meistens nur eine klebrige Pampe und das angebratene zwar nicht völlig verkohlt, aber trotzdem nicht sonderlich genießbar. ABER es waren Gerichte die man essen konnte ohne daran zu sterben oder sich gleich nach dem Verzehr zu übergeben und das war definitiv eine Steigerung zu meinen früheren Kochversuchen. "Meinst du? Ich dachte du hättest bereits genügend niveaulose Frauen, die das für dich tun würden und da soll ich mich auch noch dazu herablassen? Außerdem solltest du dich glücklich schätzen, die Anwesenheit meiner Wenigkeit wird nicht allzu vielen zu teil, schließlich gebe ich mich nur mit gleichwertigen und niveauvollen Personen ab." Sanft erwiderte ich Seikos Kuss. "Du kannst dir gar nicht vorstellen wie glücklich ich über deine Anwesenheit bin." Zärtlich fuhr ich mit den Fingern über Seikos Wange ehe ich sie noch ein weiteres Mal küsste, wieso konnte dieser Moment nicht ewig andauern? "Ach nein, das ist doch selbstverständlich. Schließlich liebe ich dich ja und wenn die Farbe Pink dich so glücklich macht, muss ich das akzeptieren und dir damit eine Freude bereiten." Ich nickte nachdenklich. "Da hast du wohl Recht, was gedenkst du denn als Geschenk auszuwählen? Oder wirst du vielleicht ein pinkes Plüschbärchen stricken?" Grinsend sah ich zu wie Seiko sich in der Küche zu schaffen machte. "Also das Ding hier nennt sich Topf. Man kann ihn auf den Herd stellen und damit kochen. Wie du siehst ist er rund und aus Metall, das heißt er zerbricht im Gegensatz zu Gläsern oder Tellern nicht. Da wir heute mit einem, für einen Anfänger etwas schwierigeren Gericht anfangen werden, was ich vermutlich noch zu bereuen habe, brauchen wir sogar zwei Töpfe, einen für unsere Soße mit Gemüse und den anderen für den Reis. Hast du bisher alles verstanden?" Ich verdrehte grinsend die Augen während ich Seikos Worten lauschte. "Ach wirklich? Ich dachte das wäre einer dieser neumodischen Helme, da hätte er sich bestimmt auch gut gemacht, denkst du nicht auch?"

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:20

"Das ist mir schon bewusst. Lass mich überlegen, ich bin in der Lage Reis zu kochen und Dinge anzubraten ohne sie in Flammen aufgehen zu lassen, reicht dir das?" Ich blickte Shinji wenig überzeugt an, während ich die Augenbrauen hob. "Ach wirklich, das habe ich allerdings noch anders in Erinnerung. Speziell das mit den Flammen. Immerhin ist die Küche damals nicht umsonst abgebrannt." Ich nickte zustimmend. Sollte der Tag wirklich wieder kommen, an dem Shinji und ich gemeinsam in einer Wohnung oder einem Haus leben würden, so müsste ich mir definitiv einen Schlüssel für die Küche besorgen und diese stets abschließen, es sei denn ich hasste die Einrichtung und wollte sie nie wieder sehen. Aber ob dieser Tag wirklich kommen würde? An dem wir völlig unbeschwert zusammenleben könnten, so wie es früher einst gewesen war? Bevor sich all diese Ereignisse zugetragen hatten? "Du kannst dir gar nicht vorstellen wie glücklich ich über deine Anwesenheit bin." Shinjis Worte rissen mich aus meinen Gedanken und ich blinzelte ein paar Mal verwirrt ehe ich die Worte realisierte. "Bestimmt nicht so glücklich wie ich über die deine. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr du mir all die Jahre über gefehlt hast.", ich lächelte und zwang mich dazu nicht wie ein kleines Kind Tränen in die Augen zu bekommen, geschweige denn zu weinen oder mich in seine Arme zu werfen. Wenn mich wirklich jemand aus Maruyama gesehen hätte, der mich kannte, so wäre die Person bestimmt wegen des Schocks tot umgefallen oder wenigstens ohnmächtig geworden. "Da hast du wohl recht, was gedenkst du denn als Geschenk auszuwählen? Oder wirst du vielleicht ein pinkes Plüschbärchen stricken?" "Magst du Pluschbärchen denn? Den könntest du immer mit ins Bettchen nehmen, damit er dich vor all den gemeinen Sachen beschützt, die es auf der Welt gibt." Ich hob den Zeigefinger und winkte ein paar Mal hin und her. "Ja, auch die bösen Monster die unter deinem Bettchen und im Schrank lauern. Ich kann dir auch eine passende Kuscheldecke machen, damit ihr beiden abends nicht friert." Ich lachte bei der Vorstellung wie Shinji mit einem pinken Plüschbärchen in der einen und seinem Schwert in der anderen Hand auf dem Schlachtfeld stand und kämpfte, während er darauf achtete dass sein Teddy ja keine Blutspritzer abbekam. Ebenso wie das Bild wie er abends unter einer pinken Schmusedecke, seinen Bären fest an sich gedrückt schlief. "Ach wirklich? Ich dachte das wäre einer dieser neumodischen Helme, da hätte er sich bestimmt auch gut gemacht, denkst du nicht auch?" Skeptisch betrachtete ich den Topf und nickte letztendlich. "Ja, das könnte natürlich auch sein. Du siehst Töpfe sind heutzutage vielseitig verwendbar. Wärst du ein Koch geworden könntest du nun kochen und hättest einen todsicheren und EXTREM stylischen Helm, um dich und deinen Bären zu schützen." Schließlich stellte ich unseren neumodischen Helm auf die Herdplatte und holte eine Pfanne aus dem Schrank. "Nun zum nächsten Gegenstand, er wird auch Pfanne genannt. Man kann mit ihm ebenfalls kochen und darin Sachen anbraten wenn man sie erhitzt, seeehr praktisch. Sie ist ebenfalls aus Metall." Ich stieß die Pfanne mit dem Finger an. "Und nun haben wir wie du siehst eine praktische Waffe für den Angriff erhalten, während der Helm unsere Verteidigung sichert."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:25

"Ach wirklich, das habe ich allerdings noch anders in Erinnerung. Speziell das mit den Flammen. Immerhin ist die Küche damals nicht umsonst abgebrannt." Leider erinnerte ich mich noch zu gut an diesen Zwischenfall. Von der Küche war danach nicht mehr sonderlich viel übrig gewesen. "Ja allerdings solltest du die acht Jahre bedenken in denen du meine Kochkünste nicht beurteilen konntest. Ich bin immerhin lernfähig, das solltest du eigentlich wissen." Ich zog die Augenbrauen ein wenig nach oben. Die Erinnerung an die gemeinsame Zeit mit Seiko kehrte zurück und mir wurde wieder bewusst wie lange es her war. Damals hatten wir zwar unter lebensunwürdigen Verhältnissen gelebt aber wir hatten uns gehabt, was mir jeden Tag die Hoffnung gegeben hatte weiterzumachen, da ich wusste dass Seiko mich brauchte. Auch wenn sie jetzt stark war und sogar Vizeadmiralin, früher hatte sie noch sehr unter den Lebensbedingungen gelitten und sich haltsuchend an mich geklammert. Aber es war mir nie lästig gewesen, es war mein Wunsch gewesen sie zu beschützen und das hatte sich auch bis zum heutigen Tag nicht geändert. "Bestimmt nicht so glücklich wie ich über die Deine. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr du mir all die Jahre über gefehlt hast." "Ich glaube das kann ich sehr gut, es ist kein Tag vergangen an dem ich nicht an dich gedacht habe. Es kommt mir immer noch so unwirklich vor dich nach all der Zeit wiedergefunden zu haben." Sanft hauchte ich ihr noch einen Kuss auf die Stirn. "Magst du Plüschbärchen denn? Den könntest du immer mit ins Bettchen nehmen, damit er dich vor all den gemeinen Sachen beschützt, die es auf der Welt gibt. Ja, auch die bösen Monster die unter deinem Bettchen und im Schrank lauern. Ich kann dir auch eine passende Kuscheldecke machen, damit ihr beiden abends nicht friert." Mein Blick wandelte sich einen Moment und wurde äußerst unmotiviert, doch dann huschte ein Grinsen über mein Gesicht. "Zu gütig von dir. Ein Plüschbärchen hatte ich mir schon immer gewünscht und natürlich nicht zu vergessen die Kuscheldecke, sie würde sicherlich hervorragend zu dieser wundervollen Schürze passen. "Ja, das könnte natürlich auch sein. Du siehst Töpfe sind heutzutage vielseitig verwendbar. Wärst du ein Koch geworden könntest du nun kochen und hättest einen todsicheren und EXTREM stylischen Helm, um dich und deinen Bären zu schützen." Langsam kam ich mir ziemlich lächerlich vor, denn nicht genug dass Seiko meine Kochkünste, die wahrlich atemberaubend waren, in den Schmutz zog, sondern das Bild mit dem Plüschbären und der Kuscheldecke in meinen Gedanken hervorrief und das war wirklich unerwünscht. "Und nun haben wir wie du siehst eine praktische Waffe für den Angriff erhalten, während der Helm unsere Verteidigung sichert." "Mhm lass mich raten mit den restlichen Küchenutensilien kriegen wir eine ganze Rüstung zusammen was?"

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:27

"Ja allerdings solltest du die 8 Jahre bedenken in denen du meine Kochkünste nicht beurteilen konntest. Ich bin immerhin lernfähig, das solltest du eigentlich wissen." Wie recht er doch hatte. Es waren wirklich acht Jahre vergangen seitdem wir uns das letzte Mal gesehen und zusammen gewesen waren. Das war immerhin fast ein Drittel meiner bisherigen Lebenszeit. Allerdings war es mir vorgekommen wie eine Ewigkeit, jeder Tag war länger und länger geworden je mehr ich mich an damals zurückerinnert hatte. "Damit hast du durchaus recht, aber ich bezweifle, dass man den Bereich des Kochens da miteinbeziehen darf. Völlig egal wie viel man lernt, wenn man einfach kein Talent zu etwas hat bringt das einem Null." Ich grinste Shinji an und überspielte somit meine vorigen Gedanken. Allerdings konnte ich nun nur darauf hoffen, dass das Band diesen kurzen Rückblick nicht allzu deutlich zu spüren gab. "Zu gütig von dir. Ein Plüschbärchen hatte ich mir schon immer gewünscht und natürlich nicht zu vergessen die Kuscheldecke, sie würde sicherlich hervorragend zu dieser wundervollen Schürze passen. Ich lächelte ihn zuckersüß an. "Das dachte ich mir schon. Und wenn ich Shina ganz lieb frage verrät sie mir bestimmt, wie man so ein Schürzchen macht, dann bist du mit deinem Teddy, einer Schmusedecke und einer Herzchenschürze vollends ausgestattet. Was meinst du?" Ich schenkte ihm ein schiefes Lächeln. Wenn ich dieses leicht gestörte Bild noch weiter ausbauen würde, würde ich mich vermutlich wieder halbtot lachen und das jetzt, wo ich mich gerade von Shinjis Anblick in der rosa Herzchenschürze erholt hatte. "Mhm lass mich raten mit den restlichen Küchenutensilien kriegen wir eine ganze Rüstung zusammen was?" Ich kicherte leise und sah ihn an. "Das mit Sicherheit, aber bis dahin bist du mir vermutlich schon verhungert und das wollen wir ja nicht. Da hab ich dich nach acht Jahren wieder und dann sowas? Ziemlich kläglich. Also dann fangen wir mal an. Am besten versuchst du vorsichtig die Schublade zu öffnen und zwei Kochlöffel herauszuholen. Ein Fach tiefer findest du Küchentücher, davon brauchen wir auch welche." Ich zeigte auf die entsprechenden Schubladen, während ich die Pfanne zu dem Topf auf den Herd stellte und etwas Öl in diese tat, während der Topf mit etwas Wasser gefüllt wurde. Anschließend öffnete ich einen der Oberschränke und sah mich nach dem Reis um... der natürlich im höchsten der hohen Fächer lag. Wie unpraktisch, dass ich meine Stiefel nicht anhatte, sonst wäre ich problemlos an dieses herangekommen. Ich blickte kritisch hinauf. Na toll jetzt durfte ich in meiner Küche schon Spiderman spielen um an den Reis heranzukommen, ach wie schön.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:29

Ich spürte für einen kurzen Moment eine Welle von Traurigkeit über unser Band geleitet wurde und mein Blick wandelte sich ins Besorgte. Sanft legte ich meine Hand an ihre Wange. "Damit hast du durchaus Recht, aber ich bezweifle, dass man den Bereich des Kochens da miteinbeziehen darf. Völlig egal wie viel man lernt, wenn man einfach kein Talent zu etwas hat bringt das einem Null." Obwohl sich ein Grinsen auf Seikos Zügen ausgebreitet hatte, so konnte ich dennoch einen merkwürdigen Unterton in ihrer Stimme wahrnehmen. "Selbst ein untalentierter Sänger bringt Töne hinaus, wieso sollte es so nicht auch mit meinen Kochkünsten sein?" sagte ich lächelnd und küsste sie dann sanft. "Das dachte ich mir schon. Und wenn ich Shina ganz lieb frage verrät sie mir bestimmt, wie man so ein Schürzchen macht, dann bist du mit deinem Teddy, einer Schmusedecke und einer Herzchenschürze vollends ausgestattet. Was meinst du?" "Weißt du so sehr ich mich auch über diese Dinge freuen würde, so würde ich jedoch alles drei vollkommen außer Acht lassen, wenn ich dafür nur Zeit mit dir verbringen kann." Liebevoll fuhr ich mit den Fingerspitzen über ihre Wangen und blickte zärtlich in ihre wunderschönen blauen Augen. "Das mit Sicherheit, aber bis dahin bist du mir vermutlich schon verhungert und das wollen wir ja nicht. Da hab ich dich nach acht Jahren wieder und dann sowas? Ziemlich kläglich. Also dann fangen wir mal an. Am besten versuchst du vorsichtig die Schublade zu öffnen und zwei Kochlöffel herauszuholen. Ein Fach tiefer findest du Küchentücher, davon brauchen wir auch welche." "Fürchtest du etwa dass ich mich mit den Kochlöffeln erdolchen könnte?" fragte ich grinsend und zog die Schublade auf um das Gewünschte herauszuholen. Jedoch fiel mir danach auf, dass Seiko sich vergeblich nach etwas streckte, dass in einem Fach ganz oben in der Küchenzeile befand. Es stand keineswegs in meinem Sinn, dass Seiko noch Turnübungen in der eigenen Küche vollführen müsste, also legte ich vorsichtig meine Hände um ihre Taille, während sie sich noch nach dem Reis streckte und hob sie hoch, sodass sie den Reis erreichte.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:34

"Selbst ein untalentierter Sänger bringt Töne hinaus, wieso sollte es so nicht auch mit meinen Kochkünsten sein?" Ich lächelte während Shinji mir eine Hand an die Wange legte und mich sanft küsste. Jedoch war es die leichte Sorge in seinem Blick, die mir mitteilte, dass das Band mich verraten hatte. So ein blödes Mistding. Manchmal nervte das wirklich ungemein, speziell dann wenn man den anderen überraschen wollte, auch wenn das hier nicht der Fall gewesen war. "Das ist wahr, dennoch kein Vergleich. Ein Sänger schafft es nicht die Wohung abzubrennen so wie du. Wenn er es schafft ein Glas mit seinen schiefen Tönen zerspringen zu lassen, grenzt das schon beinahe an ein Wunder." Ich küsste ihn sanft und strich mit den Fingern zärtlich über sein Gesicht. "Weißt du so sehr ich mich auch über diese Dinge freuen würde, so würde ich jedoch alles drei vollkommen außer Acht lassen, wenn ich dafür nur Zeit mit dir verbringen kann." Wie oft wollte er mich an diesem Abend noch einer Gefühlsschwankung aussetzen? Im einen Moment war ich zutiefst betrübt, wenn ich zurück an das dachte, was geschehen war, im nächsten wieder vom Glück betört weil ich Shinji wieder hatte und die dritte Variante war die, bei der ich ihn neckte und mich herzlichst amüsierte. Schließlich gab ich es auf, legte die Arme um seinen Hals und küsste ihn ausgiebig, während das Band mich mit all den Emotionen geistig beinahe zu erschlagen drohte. "Ich schätze dieses Geschenk dürfte das schwierigste von allen werden.", gab ich ehrlich zu. "Es ist unmöglich eine solche Beziehung in der Öffentlichkeit auch nur anzudeuten. Schlimm genug, dass Shigeru es sich bereits zusammengereimt hat." Ich seufzte leise und lehnte den Kopf gegen ihn. Schließlich wieder der Essenszubereitung zugewandt blickte ich noch immer skeptisch zu dem Regal hinauf und schwankte dazwischen hochzuklettern und mir den Kopf an der Schranktür anzuschlagen, worin ich ein absolutes Ass war, mir einen Stuhl zu besorgen oder einfach meine Stiefel anzuziehen um an den Reis zu gelangen. Allerdings zuckte ich kurz zusammen, als ich Shinjis Hände an meiner Taille spürte, woraufhin sich sogleich ein Lächeln auf meinen Zügen bildete. Nachdem er mich hochgehoben und ich den Reis endlich in den Händen hielt, drehte ich mich grinsend zu ihm um. "Vielleicht bist du ein miserabler Koch aber als Gehilfe stellst du dich gar nicht mal so dumm an." Ich küsste ihn kurz auf die Wange, ehe ich zum Herd hinüberging und mich mit dem Reis auseinandersetzte. Anschließend holte ich das Fleisch und begann dieses in der Pfanne anzubraten und mich Shinji erneut zuzuwenden. "Na traust du dich an die Soße ran?", fragte ich grinsend. "Ich bin sogar so nett und helfe dir bevor es zu einem Großbrand kommt."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:35

"Das ist wahr, dennoch kein Vergleich. Ein Sänger schafft es nicht die Wohnung abzubrennen so wie du. Wenn er es schafft ein Glas mit seinen schiefen Tönen zerspringen zu lassen, grenzt das schon beinahe an ein Wunder." Ich erwiderte Seikos Kuss liebevoll und verschränkte dann ihre Finger mit den Meinen. Es kam mir noch immer wie ein wunderschöner Traum vor, dass ich jetzt hier stand, sie berührte und küsste und mir nichts mehr wünschte als dass dies nie enden würde. Wieso war die Welt nur so kompliziert? Wieso hatte uns das Schicksal nur auseinander gerissen um uns so wieder zusammen zu führen? Wir waren nun beide in hohen Positionen tätig in denen eine Beziehung vollkommen unmöglich war. Der Abstand zwischen unseren Wohnorten, die wenige Zeit die uns unsere Arbeit ließ und die Unvereinbarkeit da wir Vizeadmiräle zweier verschiedener Domänen waren. "Ich schätze dieses Geschenk dürfte das Schwierigste von allen werden. Es ist unmöglich eine solche Beziehung in der Öffentlichkeit auch nur anzudeuten. Schlimm genug, dass Shigeru es sich bereits zusammengereimt hat." So schwer es mir auch fiel so musste ich mir dennoch eingestehen dass Seiko mit ihren Worten Recht hatte. Es war unmöglich dies anzudeuten und wenn wir Pech hatten, so würde Shigerus Wissen für uns beide noch böse enden. Sanft fuhr ich mit den Fingern über ihre Wangen und hauchte einen Kuss auf ihre Stirn. "Vielleicht bist du ein miserabler Koch aber als Gehilfe stellst du dich gar nicht mal so dumm an." Ich grinste kurz während ich zusah wie Seiko den Reis vorbereitete. "Nun ja für irgendwas muss ich ja gut sein, ansonsten hättest du mich vermutlich der Küche schon längst verwiesen oder?" fragte ich lächelnd. "Na traust du dich an die Soße ran? Ich bin sogar so nett und helfe dir bevor es zu einem Großbrand kommt." Ich lachte ehe ich mich an die Arbeit machte. "Ganz so unfähig wie du denkst bin ich nicht und ich werde mich hüten in deiner Küche einen Großbrand zu entfachen." Durch teilweise auch Seikos Hilfe gelang es tatsächlich eine Soße zu kochen die keine schwarze Brühe war, die eher nach Sumpfwasser als nach etwas Essbarem aussah, sondern wirklich etwas das schmeckte. Wir hatten uns im Wohnzimmer niedergelassen während wir aßen und erst da fiel mir auf, dass ich tatsächlich seit fast zwei Tagen nichts mehr zu mir genommen hatte. Nachdem wir das Essen beendet hatten, saßen wir schließlich beide auf der Couch und redeten über dies und das. Es fühlte sich fast an wie früher nur um einiges bequemer. Ich hatte den Arm um Seikos schmale Taille gelegt während sie an meiner Seite lehnte.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:38

Es grenzte nahezu an ein Weltwunder, als Shinji tatsächlich einen Teller mit genießbarem Essen aus meiner Küche zu dem Tisch hinüber trug, selbst wenn ich unserer Gesundheit und der Haussicherheit zu liebe den größten Teil der Gerichte zubereitet hatte. Wir wollten ja nicht gleich übertreiben. Jetzt mussten wir unser Werk nur noch vollenden in dem wir das nötige Besteck, zwei Gläser, eine Flasche Wein und ein paar Kerzen holten. Nach einer guten viertel Stunde, voller Stolz auf die geleistete Arbeit blickend, setzen wir uns und begannen zu essen. Also ich wusste natürlich, dass ich eine gute Köchin war, aber dieses Gericht war wirklich ausgezeichnet. Allerdings hatte das Fleisch einen etwas schärferen Geschmack, was mir Shinji gegenüber sehr leid tat, er hatte bestimmt seit Tagen nichts gegessen. Ich schob mir die Stäbchen in dem Mund und blickte anschließend nachdenklich auf meine Essensschale. Früher hätte ich so gut wie alles dafür getan, um an eine solche Mahlzeit für mich und Shinji zu gelangen, doch dies war seltenst gelungen, es war damals mein größter Wunsch gewesen. Heute wiederrum konnte ich mir diesen 'Luxus' täglich zukommen lassen, wann und wie ich es wollte. Ich hatte nicht mehr um Nahrung zu kämpfen, Kleidung und andere Dinge zu stehlen sondern konnte ich nun völlig normal in die Stadt gehen und sie mir kaufen, es war etwas alltägliches und niemand würde es mir verbieten oder mich versuchen zu bedrohen. Ich hob den Blick und musterte Shinji kurz. Richtig, damals hatte ich all dies nicht gehabt, aber ihn. Und jetzt wo ich an einem Punkt in meinem Leben stand, wo ich hätte sorgenfrei und glücklich sein sollen, war ich es trotz der zahlreichen positiven Aspekte in keinster Weise. Etwas fehlte mir. Er fehlte mir. Selbst jetzt wo ich Shinji endlich wieder hatte so erschien es mir unmöglich eine vernünftige Beziehung so wie damals zu führen. Es durfte doch nicht wahr sein, dass es lediglich die Domänenzugehörigkeit war, die uns voneinander trennte. Doch offenbar schon. Würden inzwischen so bedeutende militärische Mitglieder einfach verschwinden oder zu der jeweils anderen Person gehen so würden die angespannten Verhältnisse der Domänen endgültig reißen und der krampfhaft aufrecht erhaltene 'Frieden' würde in einem Blutbad enden. Schließlich riss Shinjis Stimme mich aus all diesen Gedanken und vertrieb diese zügig aus meinem Kopf. Wir redeten noch eine Weile, bis er schließlich neben mir saß und ich mich an ihn schmiegte, während er seinen Arm um meine Taille gelegt hatte. Das Ganze erinnerte mich sehr an früher. Ich legte den Kopf auf seine Schulter und vergrub diesen schließlich an seinem Hals um Küsse darauf zu hauchen. Möge die Zeit doch einfach stehen bleiben, dann wäre dies für immer so und nichts würde mich und Shinji jemals wieder trennen können. Ich legte meine Hand auf seine warme Brust und konnte das sanfte, gleichmäßige Schlagen seines Herzens spüren. Nach einer Weile wurde ich tatsächlich müde, was in Anbetracht dessen was Shinji heute auf sich genommen hatte sehr kläglich wirkte. Verfluchte, viel zu langweilige Akten! Ich zwang mich dazu wachzubleiben, was mir jedoch nicht wie gewünscht gelang. Wieso konnte ich meinen Zwang auch nicht gegen mich selbst richten? Wie gemein. Ich seufzte leise und küsste zunächst Shinjis Nacken, anschließend seinen Hals. "Ich liebe dich.", hauchte ich. Da war sie wieder! Verdammte Müdigkeit. Ich blinzelte mehrmals, doch das machte es nur noch schlimmer. Schließlich fielen mir nach einiger Zeit trotz all meiner Mühen die Augen zu und ich sank in den Schlaf. "Lass mich nie wieder allein.", flüsterte ich noch leise auf shanjo. So wie früher. So wie vor langer Zeit.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:42

Meine Gedanken schweiften für einen Moment wieder ab und kehrten zu alten Zeiten zurück, zu Zeiten in denen Seiko und ich jeden Tag um unser Überleben hatten kämpfen müssen. Wenn ich mir nun überlegte wie wir jetzt hier saßen. In einer stilvoll eingerichteten Wohnung, ein wunderbares Essen, das früher nur ein Tagtraum gewesen war und alles war vollkommen selbstverständlich. Es war so verrückt denn jetzt fühlte ich mich den alten Zeiten wieder näher als all die Jahre zuvor. Das Leben war grausam gewesen, man hatte uns nichts geschenkt und um alles hatten wir kämpfen müssen, aber wir hatten uns gehabt. In Erinnerungen kehrte ich an den Ort zurück an dem wir gelebt hatten. Das heruntergekommene Haus, das eigentlich als nicht mehr bewohnbar galt. Es war zwar nie warm dort gewesen, da durch die vielen Löcher in Wänden und Decke der Wind hineintreten konnte, aber es war unser einziger Zufluchtsort gewesen. Schaudernd erinnerte ich mich auch zurück an den Tag als ich Seiko das erste Mal begegnet war. Ich konnte noch immer nicht fassen was ihr dieser Mann hatte antun wollen und in geringem Maß hatte er auch gewonnen, denn Seiko war noch Tage danach vollkommen eingeschüchtert und hatte kein Wort mit mir gesprochen. Sanft zog ich sie näher zu mir und spürte wie sie den Kopf an meinem Hals verbarg. Zärtlich hauchte ich ihr einen Kuss aufs Haar und genoss unsere Zweisamkeit in vollen Zügen. Jedoch bemerkte ich nach einiger Zeit die wir gesprochen hatten wie Seikos Stimme ein wenig schleppend wurde. Vermutlich ergriff langsam die Müdigkeit von ihr Besitz, was bei all der Aufregung des heutigen Tages auch kein Wunder war. "Ich liebe dich." Ich hörte Seikos leise Worte und hauchte ihr einige Küsse auf die Stirn. "Ich liebe dich auch." Zärtlich strich ich mit den Fingern über ihre Wange und bemerkte wie es ihr immer schwerer fiel die Augen offen zu halten. Ein Lächeln erschien auf meinen Zügen als ihr Kopf gegen meine Schulter sank. "Lass mich nie wieder allein." Es war schon Jahre her, dass ich diese Sprache das letzte Mal gehört hatte. Shanjo. Sofort wurde hunderte von Erinnerungen in mir wach sowohl schlechte als auch viele gute. "Nein, nie wieder. Das verspreche ich dir." hauchte ich ehe Seikos Atmung gleichmäßiger wurde und sie in den Schlaf geglitten war. Einige Minuten betrachtete ich noch das Bild das sie bot. Sie sah so friedlich und wunderschön im Schlaf aus. Jedoch konnte ich mir nicht vorstellen dass es äußerst bequem auf der Couch war und so hob ich sie mit äußerster Vorsicht hoch um sie nicht zu wecken. Zum Glück war mir bereits zuvor aufgefallen wo sich Seikos Schlafzimmer befand in das ich sie nun trug. Mit einer raschen Bewegung schlug ich die Decken zurück und legte Seiko voller Vorsicht in das Bett. Rasch löschte ich noch das Licht ehe ich mich ebenfalls hinlegte und Seiko sanft die Arme um die Taille legte. Es kam mir vor wie früher, vollkommen richtig. "Ich werde dich für immer beschützen." Die Worte auf shanjo waren kaum mehr als ein Hauch, ehe ich die Augen schloss und selbst einschlief.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:44

"Ich werde dich für immer beschützen." Die Worte hallten noch in mir nach als ich am nächsten Morgen aufwachte. Vermutlich hatte ich sie nur im Halbschlaf wahrgenommen oder sie mir gar eingebildet, dennoch waren sie da. Schließlich versuchte ich die Augen zu öffnen was zu einer gigantischen Schlacht gegen das Tageslicht führte, dass mich auf heftigste Weise blendete. So viel zur Grausamkeit der Welt. Ich beschloss noch einmal die Augen zu schliessen und streckte mich, ehe ich die Decke nahm, mich umdrehte und... auf einem Kissen lag? Nein dafür war es dann doch etwas zu knochig. Noch immer verschlafen öffnete ich dieses Mal nur ein Auge, um nicht erblinden zu müssen, und sah sogleich in Shinjis Gesicht. Sofort wallte in mir eine Welle von Liebe auf und ich sah liebevoll zu ihm hinauf, während meine Müdigkeit größtenteils abnahm. Er sah aus wie ein Gott! Das silberne Haar lag leicht wirr auf seinen Schultern, während es durch das Sonnenlicht golden zu strahlen schien. Auch seine Gesichtskonturen wurden durch das Licht verstärkt und der Blick in seinen Augen hätte vermutlich 98% der Damenwelt den Verstand oder das Leben gekostet. Dazu dieser Körper, diese Muskeln, diese Haut, seine Atmung... ich seufzte wohlig. Er gehörte mir, nur mir. Es gab keine andere. Und ich würde mich erst dann von Shinji trennen, wenn er selbst es ausdrücklichst wünschte. Sanft ließ ich eine Hand an seine Wange gleiten und strich zärtlich mit den Fingern darüber. Ich hatte ihn so sehr vermisst. Alles an ihm. Und jetzt, endlich hatte ich es, hatte ihn wieder. Es erforderte wirklich Selbstbeherrschung um mich nicht sofort an ihn zu klammern, die Arme um ihn zu schlingen und endlos zu küssen und bei mir zu spüren. Schließlich sah ich ihm in die Augen und lächelte. "Guten Morgen.", sagte ich mit noch etwas schwacher Stimme und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. "Hast du gut geschlafen?"

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:46

Ich hatte vermutlich keine Nacht so gut geschlafen wie in dieser was mir auffiel als ich am nächsten Morgen vollkommen ausgeruht den ersten Sonnenstrahlen entgegenblinzelte. Fast überfiel mich eine Spur von Angst, da ich schon beinahe annahm der gestrige Tag wäre bloß Einbildung gewesen, doch da spürte ich bereits Seikos zarten Körper um den noch immer meine Arme geschlungen waren. Sie schien noch zu schlafen. Zärtlich ließ ich meinen Blick auf ihr ruhen, während ich sanft mit den Fingern über die vom Sonnenlicht leicht angewärmte Haut auf ihren Wangen strich. Sie wirkte wie ein Engel der fälschlicherweise auf Erden gelandet war. Ihr Gesicht war erfüllt von Ruhe und Frieden, während das morgendliche Licht der Sonne auf ihr silbernes Haar schien und ihren zarten Körper in ein sanftes Gold hüllte. Wie war es möglich dass mir dieses unglaubliche Glück zuteilwurde diese Frau als mein bezeichnen zu können? Sie war einfach viel zu gut für mich. Es dauerte noch einige Zeit bis Seiko sich schließlich zu regen begann. Ich sah wie sie gegen das Sonnenlicht blinzelte und die Augen sogleich wieder schloss. Ein Lächeln legte sich auf meine Züge als Seiko sich mit einem kurzen Grummeln streckte und auf die andere Seite drehte, wobei sie nun halb auf meiner Brust landete. Liebevoll blickte ich sie an während sie noch ein wenig verschlafen ein Auge öffnete und mich anblinzelte. Ich konnte nicht verleugnen dass ihr jetziger Anblick einfach unglaublich niedlich und trotzdem noch wunderschön war. Einige Strähnen des silbernen Haars hingen ihr in die Stirn, die ich jetzt mit einer zärtlichen Geste beiseite strich. Gott wie ich diese Frau doch liebte. "Guten Morgen. Hast du gut geschlafen?" Ich erwiderte Seikos Kuss hingebungsvoll ehe ich meine Stirn an die ihre legte. "Guten Morgen." Grinsend hauchte ich ihr einen Kuss auf die Nasenspitze. "Ich habe besser geschlafen als in den letzten acht Jahren. Und du?" fragte ich lächelnd und konnte noch immer nicht ganz begreifen dass ich hier wirklich in einem Bett zusammen mit Seiko lag, sie in den Armen halten durfte und küssen konnte. Das wirkte einfach so unglaublich surreal, dass ich an meinem Verstand gezweifelt hätte, wenn ich nicht gerade von Glück überwältigt gewesen wäre. Sanft beugte ich mich hinab und vereinte unsere Lippen in einem liebevollen Kuss.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:49

Mit einem Grinsen stellte ich fest, dass mein ungewöhnliches Kissen Shinjis warme Brust war, welche sich durch die Atmung gleichmäßig hob und senkte. Um keinen Preis der Welt hätte ich dieses Einzelstück jemals hergegeben. "Ich habe besser geschlafen als in den letzten acht Jahren. Und du?" Sanft strich ich ein paar der weichen, silbernen Haarsträhnen aus Shinjis Gesicht und schien mich anschließend in seinen Augen zu verlieren. Dieses Gold war einfach unheimlich, es zog einen förmlich in seinen Bann. "Wenn man das als Schlaf bezeichnen würde, dann hätte ich die letzten 8 Jahre nicht eine Stunde lang geschlafen." Ich grinste und nahm Shinjis Gesicht zwischen meine Hände, als er mich auch schon innig küsste. Mit meinem Körper schmiegte ich mich enger an ihn, während ich den Kuss ausgiebigst erwiderte, wollte jeglichen Abstand, der uns voneinander trennte unterbinden. Einen Moment lang dachte ich daran zurück wo Shinji und ich früher gelebt hatten. Dieses Bett war im Verhältnis zu dem alten, brüchigen Sofa von damals ein wahres Luxusmittel, aber was brachte diese Bequemlichkeit schon wenn Shinji nicht bei mir war? Jetzt war er es. Und das machte mich überglücklich. Ein Grinsen bildete sich auf meinen Zügen. Ja er war da und früher hatte es stets einen Kampf um die Bettdecke gegeben, da diese äußerst klein und dünn gewesen war. Dieses Problem hatten wir allerdings weitgehenst gelöst bekommen. "Aber ich glaube so langsam bekommen wir es hin mit einer Bettdecke auszukommen." Ich legte den Kopf an seine Brust und seufzte wohlig. Für mich erschien dies alles so unglaubwürdig. War Shinji wirklich hier? Oder träumte ich das nur? Wunschdenken? Wahnvorstellungen? Ich seufzte leise und griff zum ersten mal seit 8 Jahren wieder bewusst zu dem Band... oder versuchte es zumindest. Allerdings war alles ganz unscharf und ich konnte kaum etwas ausmachen. Zwar spürte ich Shinjis Präsens, doch nichts was auf seine Person hindeuten würde. Da war nur ein dunkler Raum. Und ich? Ich war ganz allein.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:50

Ich ergriff sanft Seikos schmale Finger die soeben einige meiner silbernen Haarsträhnen beiseitegeschoben hatten. Vermutlich wären beinahe alle Männer bei Seikos jetzigem Anblick an Herzversagen gestorben, der Blick mit dem sie mich ansah, ihre wunderschön geschwungenen Gesichtszüge und dies alles umrahmt von den goldenen Sonnenstrahlen, dies alles hätte vermutlich jedes niedere Wesen auf Anhieb getötet. Wie hatte ich sie nur verdient? "Wenn man das als Schlaf bezeichnen würde, dann hätte ich die letzten acht Jahre nicht eine Stunde lang geschlafen." Zärtlich und leidenschaftlich zugleich küsste ich Seiko und konnte mein Glück noch immer nicht fassen. Wenn dies ein Traum war so wollte ich nie wieder daraus erwachen. Sanft legte ich die Arme um ihren schmalen Körper und zog sie eng an mich. Jegliche Gefühle in mir schienen zu explodieren, so lange hatte ich all die Emotionen hinter einer bitteren Maske versteckt, dafür gesorgt dass sie niemals ans Tageslicht gerieten und jetzt war dies alles vorbei. Zärtlich zog ich Seiko noch enger an mich, ließ meine Finger über ihren Rücken gleiten und versuchte so auch wirklich den kleinsten Abstand zwischen uns zunichte zu machen. "Aber ich glaube so langsam bekommen wir es hin mit einer Bettdecke auszukommen." Ein Grinsen schlich sich auf meine Züge während ich Seikos Worten lauschte und mir bewusst wurde auf welches Ereignis sie anspielte. Früher war ein solches Bett absoluter Luxus gewesen und einfach unerschwinglich. Damals war es bloß eine alte Couch gewesen, die noch zudem viel zu klein für zwei Leute war. Auch die Bettdecke war kaum mehr als ein winziger Stofffetzen gewesen. "Allerdings sind nicht nur wir sondern auch die Bettdecke gewachsen." meinte ich lachend und küsste Seiko auf die Stirn, die den Kopf auf meine Brust gelegt hatte. Schließlich spürte ich etwas das eindeutig von unserem gemeinsamen Band zu kommen schien. Es war wie die Suche nach etwas die von Seiko ausging. Ich schloss die Augen und ließ mich darauf wieder ein, konnte die Energie wahrnehmen die über das Band übertragen wurde, aber bemerkte auch wie schwach es geworden war.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:51

Ich verschränkte meine Finger mit denen von Shinji und blickte ihn einen Moment lang an, ehe ich begann ihn leidenschaftlich und innig zu küssen. Er hatte ja nicht den Hauch einer Ahnung wie sehr er mir gefehlt hatte. Ich hätte vor Freude und Glück ihn wieder zu haben anfangen können zu weinen, doch so jemand war ich dann auch nicht. Wie abstoßend Shinji das wohl gefunden hätte, vermutlich ebenso sehr wie ich. Weinen war nicht gerade ein großes Hobby von mir und es kratze einfach furchtbar am eigenen Ego. Während er meinen Kuss ausgiebig erwiderte und mich an sich zog, legte ich ihm meine Arme um den Hals und seufzte wohlig. "Allerdings sind nicht nur wir sondern auch die Bettdecke gewachsen." Ich küsste ihn weiter, hauchte ihm Küsse auf die Stirn, die Wangen, den Hals und die Brust. "Das ist wahr.", sagte ich grinsend. "Dennoch ist sie im jetzigen Größenverhältnis nicht viel größer als die damalige." Ich hauchte Shinji einen Kuss auf die Wange, zog die Decke auf uns hinauf und kuschelte mich in den weichen Stoff, während ich den Kopf auf Shinjis Brust legte. Lächelnd ließ ich meine Finger seine Brust hinauf tapsen, bis ich schließlich etwas zu spüren bekam, dass definitiv kein natürlicher Bestandteil eines so göttlichen Körpers war. Schließlich strich ich mit dem Finger über seine Brust und stellte fest, dass dieses etwas der Verband seiner gestrigen Wunden waren. "Was machen deine Verletzungen? Hast du Schmerzen?" Also eines musste man wirklich zugeben, Shinji hatte schon damals so umwerfend ausgesehen, dass es dutzenden von Frauen Tränen ins Gesicht beschert hatte, aber jetzt nach acht Jahren gingen mir wirklich die Worte aus, ihn zu beschreiben. Durch seinen Beruf war er noch muskulöser und seine Gesichtskonturen etwas härter geworden. Seine Haare wirkten nach dieser Zeit auch nicht mehr so dunkel und hatten schätzungsweise durch die Lebensumstände und das Umfeld, welches nun keine verdreckte Gosse mehr war, einen klaren, völlig reinen Silberton angenommen. Das Einzige was sich nicht verändert hatte waren seine Augen. Die Augen von meinem Shinji. Am liebsten hätte ich mich geohrfeigt, als ich mich daran erinnerte sie nicht in Sendai auf dem Ball erkannt zu haben. Ich wusste doch, dass sie mir bekannt waren. Noch immer spürte ich Shinjis Präsens durch das Band, nun etwas intensiver als zuvor, doch desweiteren nichts. Ich hörte ihn nicht, ich sah ihn nicht. Es kam mir vor wie in den letzten Jahren, als er weggewesen und ich ihn für tot gehalten hatte. Wie damals stand ich als kleines achtjähriges Mädchen in einem dunklen, eiskalten Raum und war völlig allein. Ich spürte wie etwas nach mir griff, mich förmlich mit sich zog. Da waren sie wieder. Jene die mich beschützt und umhüllt hatten. Die mich von der Grausamkeit der Welt erlöst und mich zu sich geholt hatten. Das einzige was ich damals gehabt hatte. Was... was wenn das mit Shinji nur eine Illusion war? Wenn alles nur eine Illusion war? Wenn ich in Wahrheit schlief und nun wieder dem Alltag zu folgen hätte, sobald ich aufwachte? Wenn das nie geschehen wäre. Was.. wenn Shinji wirklich tot war? Ich schloss die Augen und schüttelte hektisch den Kopf. Nein, das war eine Lüge, es musste eine Lüge sein. Irgendetwas legte sich um mich, es war als würde es mich festhalten, vor etwas beschützen. Und es war so schön, so sanft, so weich, nahm jegliche Angst von mir und beruhigte mich. Es fühlte sich alles auf einmal so gut an, so richtig. Ein Leben ohne Sorgen, Pflichten und Regeln. Ich musste dem Ziehen nur nachgeben und würde all dies bekommen. Alles was ich wollte. Es war so einfach und doch sagte ein kleiner Teil von mir dass dies ein fataler Fehler sein würde, während ich auf der anderen Seite etwas ungeduldig wurde. Aber warum? Wenn ich mir alles was in den letzten Tagen geschehen war nur eingebildet hatte? Es nicht so war? Ich wollte diesen Gedanken nicht verlieren, ich wollte einfach nur Shinji und jetzt hatte ich ihn. Wenn die Gegenleistung dafür lediglich war, dass ich Personen ermorden war mir das nur recht. Schließlich war es ja auch so einfach, es machte schon beinahe Spaß. Ihre erstaunten Blicke, das Flehen, während sie all ihre Taten bereuten. Jeder von ihnen hatte seinen Tod verdient und wurde daran gehindert anderen das gleiche wie mir und Shinji anzutun. Und was noch wichtiger war, niemand würde mir Shinji nehmen können und das zählte. Das Ziehen wurde stärker und schließlich gab ich langsam nach. Auch wenn es falsch war, wenn es wirklich jener Teil von mir der zerstörerisch und gefährlich war, so war es mir egal. Er beschützte mich, er war da und gab mir Shinji. Also war ich nicht mehr allein.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:53

Ich erwiderte Seikos Küsse voller Zärtlichkeit und Hingabe. Wieso hatte das Schicksal sie mir so lange entrissen? Wieso hatte die Welt mich nur so viele Jahre leiden sehen wollen? War das lustig gewesen oder was? Nach dem Motto: Spielen wir mal 'Vernichten-wir-Shinjis-Leben-und-Glück' hat sicherlich Spaß gemacht. Schnell schüttelte ich den Kopf um diese merkwürdigen Gedanken zu vertreiben und widmete mich wieder vollkommen Seiko. Zärtlich ließ ich meine Küsse über ihre Wange bis hin zu ihrem Hals gleiten und versuchte sie noch enger an mich zu ziehen. Ich war mir nicht ganz sicher ob es das bloße Glücksgefühl war sie wiederzuhaben oder ob es an dem lag was Seiko tat, aber alles an mir sehnte sich nach ihr, auch wenn sie mir noch so nah war. Ich spürte wie Seiko die Arme um meinen Hals legte und küsste sie noch inniger. Irgendwo taten mir die anderen Männer ja schon fast leid, sie hatten nicht die Möglichkeit Seiko so in den Armen zu halten, sie zu küssen und ihr so nah zu sein, aber ich würde für nichts in der Welt dieses Gefühl eintauschen. "Das ist wahr. Dennoch ist sie im jetzigen Größenverhältnis nicht viel größer als die damalige." Ich grinste und küsste Seiko noch einmal. Wieso war es nur so verdammt schwer mich von ihr fernzuhalten? "Damals hast du aber auch sehr unruhig geschlafen, wenn ich dich daran erinnern darf. Du hast mich immer im Schlaf getreten, sodass ich fast auf dem Boden gelandet bin." Ich lachte und küsste dann zärtlich Seikos Stirn. Es war merkwürdig an die Zeit zurückzudenken die für uns beide so hart gewesen war. Damals hatte ich das Problem ganz einfach so gelöst, dass ich die Arme um Seiko gelegt hatte, denn so hatte sie es nicht schaffen können mich von der Couch zu schubsen. Das war einer der ersten Schritte in unserer Beziehung gewesen und vermutlich auch einer der wichtigsten. "Was machen deine Verletzungen? Hast du Schmerzen?" Seikos Worte machten mich für einen kurzen Augenblick nachdenklich. Die Verletzungen hatte ich schon vollkommen vergessen und bis auf ein leichtes Ziehen im rechten Arm empfand ich auch keine Schmerzen. "Mir geht es gut, ich sagte doch die Verletzungen sind nicht allzu dramatisch." Lächelnd beugte ich mich hinab und hauchte Seiko einen Kuss auf die Lippen. Wie schafften es nur all die Männer ihr zu widerstehen und sich ihr nicht sofort zu Füßen zu werfen? Ich erinnerte mich noch gut daran wie ihr damals in der Gosse immer die Männer nachgesehen hatten, aber das war kaum ein Vergleich zu ihrer jetzigen Schönheit. Damals war sie unter einer Schicht Schmutz und der allgegenwertigen Brutalität und Gewalt der Straße verdeckt gewesen, doch jetzt war sie freigelegt und für jedermann sichtbar, nicht mehr nur für mich. Ihre klaren blauen Augen die damals noch so voller Angst waren hatten nun einen liebevoll und zugleich selbstbewussten Ausdruck in sich. Wieder wurde die Angst in mir wach, dass sie, nun da sie stark und selbstständig war, womöglich nichts mehr mit mir zu tun haben wollte. Dass ich nun nur noch eine kleine Ablenkung war. Mit einer gewissen Verzweiflung schlang ich die Arme um sie und zog sie fest an mich. Ich würde sie nicht loslassen, außer sie wünschte es ausdrücklich. Jedoch wurde ich von meiner Angst abgelenkt als ich etwas anderes spürte. Die Schatten. Zwar war das Band nicht mehr das was es früher war, doch diese dunklen Energiewellen wurden mir noch immer deutlich übermittelt. Die Schatten waren über die Jahre unserer Trennung scheinbar stärker geworden denn es wurde für mich anstrengender sie zu kontrollieren und Seiko somit zu helfen. Ich wollte mir gar nicht ausmalen was alles passiert war, als ich ihr nicht hatte helfen können. Ich, der Einzige der wenigstens ein bisschen über diese Schatten triumphieren konnte. Ich schloss die Augen, lehnte meine Stirn an die ihre und konzentrierte mich auf die dunkle Energie die über unser Band zu mir strömte. Meine Muskeln verkrampften sich als ich sie wieder zurückzudrängen versuchte. Nichts würde mir meine Seiko jetzt wieder nehmen, nicht mal sie selbst mit ihrer dunklen Seite. Langsam spürte ich wie der eiserne Griff um sie nachließ, doch nur um sich sogleich auf mich zu stürzen. Ich spürte die Macht der Schatten, doch es gelang mir schließlich sie wegzusperren. "Alles in Ordnung?" fragte ich schließlich besorgt und legte eine Hand an Seikos Wange.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:54

"Damals hast du aber auch sehr unruhig geschlafen, wenn ich dich daran erinnern darf. Du hast mich immer im Schlaf getreten, sodass ich fast auf dem Boden gelandet bin." Manchmal gab es mir wirklich zu denken wie Shinji es schaffte zwischen all den Küssen und Berührungen noch zu sprechen, da sich seine Lippen die meiste Zeit auf den meinen oder auf meinem Hals befanden. Nicht dass ich etwas dagegen hätte oder so, nur eigentlich war ich als Frau die multitasking-fähige. Ich ließ meine Hände über seinen Körper gleiten und küsste ihn, wobei meine Versuche zu antworten zunächst scheiterten, bis ich es letztendlich doch zustande brachte. "Das war meiner Meinung nach durchaus berechtigt." Ja das war es. Nach allem was ich in dieser Zeit erlebt hatte, den Tod meiner Eltern, die Verfolgungen, die Trennung von Shina, all die Grausamkeiten die ich hatte mit ansehen müssen, die man auch mir hatte antun wollen. Ich schauderte. Selbst wenn die Schatten das absolute Nichts waren, so hatten sie mich beziehungsweise in gewisser Weise auch sich selbst beschützt und mich vor vielen Dingen bewahrt. Schließlich wandte ich mich wieder Shinji zu, dieses Thema musste jetzt wirklich nicht aufkommen. "Allerdings hast du die Sache ja sehr gut gelöst, wobei ich an einigen Morgen noch panisch von der Couch gesprungen, weil ich dachte ich sei in Gefahr." Ich lächelte und küsste Shinji erneut. Wäre es möglich gewesen ihm auf irgendeine Art und Weise noch näher zu kommen, definitiv zu wissen dass er für immer bei mir war und nichts und niemand auf der Welt ihn mir jemals wieder nehmen konnte, ich hätte die Möglichkeit ergriffen. Ich wollte nur Shinji, völlig egal was die Welt sonst noch bot. Er war alles für mich. Völlig egal was ich tat, jeden Schritt, jede Handlung tat ich nur um ihm näher zu sein, wieder bei ihm zu sein. Ich wollte stark sein und hatte nach vielen Jahren alles erreicht. Doch ausgerechnet ihn hatte man mir nehmen müssen. "Mir geht es gut, ich sagte doch die Verletzungen sind nicht allzu dramatisch." Zärtlich erwiderte ich Shinjis Kuss, ehe ich mich wenn auch etwas widerwillig von ihm löste und meine Hand an seine Wange legte. "Wehe dem ist nicht so, sonst werden sie noch dramatisch." Ich spürte wie Shinji die Arme um mich schlang, mich schon fast verzweifelt fest an sich drückte so dass es einem ihm ersten Moment wirklich die Luft abdrücken könnte. Sanft ließ ich meine Finger über seine Wangen gleiten und küsste behutsam seinen Hals, während ich sein weiches Haar spüren konnte. Zugleich spürte ich immer noch dieses Ziehen, als würde man mich aus dieser momentanen Zeit wegbringen wollen, an einen anderen Ort in weiter Ferne. Aber war es dort wirklich besser? Würde ich alles erhalten, würde mir niemand mehr Shinji nehmen können wenn ich jetzt nur ein klein wenig nachgab? Was war schon dabei, ich hatte ja noch die Kontrolle und... Ich merkte wie Shinji seine Stirn gegen meine lehnte, wie all das was mir soeben so wunderschön, sanft und versprechend vorgekommen war plötzlich verschwand, als hätte man es wie eine Seifenblase zerplatzen lassen. "Alles in Ordnung?" Ich schlug keuchend die Augen auf und blickte in Shinjis Gesicht. Wenn das hier die Realität war dann... Nicht schon wieder. Ich hatte diese Schatten so oft im Griff doch sobald es nur einen kurzen Moment der Schwäche gab waren sie sofort zur Stelle. Aber das schlimmste an der Sache war, dass Shinji jetzt wo er sich wieder in meiner Nähe befand all dies von mir genommen hatte. So wie damals. Ich hatte es immer alles auf ihn umgeladen, vollkommen egoistisch. Nun hatte ich eine, wenn auch etwas schmerzvollere Variante gefunden dies ohne ihn in den Griff bekommen zu können. Jetzt hatte er wieder zu leiden und das war allein meine Schuld. Wie konnte ich nur behaupten ihn zu lieben, wo ich ihm so etwas grausames antat? Wie konnte er mich überhaupt lieben? Ich seufzte traurig. War ich nur ein Zeitvertreib? Oder tat er es aus Mitleid? Spielte er bloß mit mir und würde mich fallen lassen? "Du weißt dass ich das nicht mag.", antwortete ich schließlich. "Sie gehören zu mir und es ist nicht deine Aufgabe sie von mir zu nehmen. Du hast ein eigenes Leben, eines dass du nicht mit Dingen wie diesen zu belasten hast. Sie können mir nichts tun." Es war keine Lüge. Körperlich sorgten sie im Extremfall für mein Überleben sobald dieses in Gefahr war und ich nachgab. Das war nicht das Problem. Es war viel mehr der psychische Teil, jener der meine eigene Person unterdrückte und mich für sie zu einer Marionette machte. "Dir jedoch schaden sie."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:56

Zärtlich erwiderte ich noch immer Seikos Küsse und erinnerte mich unterdessen an die Zeit in der Gosse, wie verdammt kalt es gewesen war und dass es bis auf die mickrige Decke kaum etwas gab was warmhielt. Fast war es mir als würde ich das Pfeifen des Windes wieder hören, der durch jegliche Löcher und Ritzen hereindrang. Aber das war Vergangenheit, so etwas würden wir nie wieder durchleben müssen. "Das war meiner Meinung nach durchaus berechtigt." Sanft legte ich die Finger unter Seikos Kinn und hauchte ihr einen weiteren Kuss auf die Lippen. "Ich habe ja auch nicht gesagt dass es nicht berechtigt war, ich habe nur gesagt dass ich jedes Mal fast auf dem Boden gelandet bin." grinsend dachte ich an das erste Mal zurück als sie mich mit voller Wucht getreten und so von der Couch befördert hatte. Mein Blick musste damals wirklich lustig ausgesehen haben, denn Seiko, die durch das Geräusch meines Aufpralls wach geworden war, hatte sich darüber noch lange lustig gemacht. "Allerdings hast du die Sache ja sehr gut gelöst, wobei ich an einigen Morgen noch panisch von der Couch gesprungen, weil ich dachte ich sei in Gefahr." Ich lachte bei ihren Worten da ich mich noch allzu gut zurückerinnerte. Zwar hatte ich mit meiner Aktion unterdrückt dass mich Seiko weiterhin trat, allerdings sprang sie den ersten Morgen vollkommen panisch auf und schaute mich keuchend an, wobei ich überhaupt nicht verstanden hatte was denn mit ihr los war. "Das stimmt allerdings, aber das mit der Gefahr würde ich noch immer nicht ganz ausschließen." sagte ich grinsend und küsste sie dann innig. Jedoch erfasste mich noch immer tiefe Sorge als ich an den Übergriff der Schatten auf Seiko dachte. Zwar belasteten sie mich für einen Augenblick, doch das ging schnell vorbei. Was hatte Seiko nur die Zeit über getan die ich nicht bei ihr gewesen sein konnte? Wie hatte sie in dieser Zeit die Schatten besiegt? Ich bezweifelte nicht dass sie stark war und mehr Macht über sie hatte, aber die Schatten waren stark, das hatte ich soeben bemerkt. "Du weißt dass ich das nicht mag. Sie gehören zu mir und es ist nicht deine Aufgabe sie von mir zu nehmen. Du hast ein eigenes Leben, eines dass du nicht mit Dingen wie diesen zu belasten hast. Sie können mir nichts tun. Dir jedoch schaden sie." Ich seufzte als ich Seikos Worte vernahm, in gewisser Hinsicht hatte sie ja auch Recht. "Aber du gehörst zu meinem Leben, du bist mein Leben. Wie kann ich mitansehen dass sie dich quälen wo ich genau weiß dass ich dir helfen kann?" Zärtlich fuhr ich mit den Fingern über ihre Wange. "Außerdem schaden sie mir nur für einen Augenblick, dich beherrschen sie, sie manipulieren dich. Begreifst du nicht dass ich mir bloß Sorgen um dich mache?"

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:56

"Ich habe ja auch nicht gesagt dass es nicht berechtigt war, ich habe nur gesagt dass ich jedes Mal fast auf dem Boden gelandet bin." Ich küsste Shinji sanft während meine Finger über seine Wangen strichen. Ein wenig belustigt dachte ich an mehrere Situationen zurück bei denen ich Shinji versehentlich aus dem Bett getreten hatte. Naja gut später hatte ich es ganz selten auch gewollt getan, aber das hatte durchaus berechtigte Gründe gehabt. "Das stimmt, aber es ist wirklich keine Absicht gewesen... zumindest meistens nicht." Ich grinste Shinji an, gab ihm einen Kuss und kuschelte mich an ihn. Es erschien mir unmöglich, dass ich Shinji bei mir hatte. Vor nicht einmal 24 Stunden hatte ich es für unmöglich gehalten ihn jemals wiederzusehen und nun lag ich mit ihm in einem Bett und kuschelte mich an ihn. Hätten wir einander nicht schon viel früher finden können? Warum hatte es ganze acht Jahre lang gedauert? "Das stimmt allerdings, aber das mit der Gefahr würde ich noch immer nicht ganz ausschließen." Ich hob den Kopf und grinste Shinji ebenfalls an. "Tatsächlich?", fragte ich gespielt nachdenklich und erwiderte seinen Kuss leidenschaftlich. "Und wie genau darf ich das nun verstehen?" Ich ließ meine Hände über seine Brust gleiten und legte sie auf seine Hüften. "Aber du gehörst zu meinem Leben, du bist mein Leben. Wie kann ich mitansehen dass sie dich quälen wo ich genau weiß dass ich dir helfen kann? Außerdem schaden sie mir nur für einen Augenblick, dich beherrschen sie, sie manipulieren dich. Begreifst du nicht dass ich mir bloß Sorgen um dich mache?" Ich seufzte und zwang mich dazu nicht die Augen zu verdrehen. Immer diese uralte Diskussion, die hatte es schon früher über Stunden hinweg gegeben. Nicht schon wieder. "Sie waren schon immer da, ich kann mit ihnen umgehen, du musst dir keine Sorgen machen." Ich sah Shinji an und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. "Du musst sie mir nicht abnehmen. Dir schaden sie in jenem Moment viel mehr als bei den Versuchen mich zu manipulieren. Bei mir hört es einfach irgendwann auf, während sie dich vollkommen auslasten. Du kannst nicht gegen sie ankommen." Leicht traurig blickte ich Shinji an und legte meine Hand an seine Wange. "Licht wird nie ohne Schatten existieren oder gegen die Dunkelheit ankommen. Ich möchte nur, dass dir nichts passiert."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:58

"Das stimmt, aber es ist wirklich keine Absicht gewesen… zumindest meistens nicht." Ein kurzes Lachen entwich mir bei Seikos Worten. "So langsam bin ich mir nicht mehr sicher ob es wirklich keine Absicht war." meinte ich neckend und küsste sie dann erneut. Wie kam es nur dass plötzlich alles so natürlich erschien? So selbstverständlich? Ich hatte Seiko acht Jahre lang für tot gehalten, sie acht Jahre lang vergeblich gesucht und nun lag sie hier neben mir und wir sprachen miteinander als hätte es niemals eine Trennung gegeben. Wie sehr wünschte ich mir doch dass es wirklich so gewesen wäre, dass uns wirklich niemand getrennt hatte, aber dem war nicht so. "Tatsächlich? Und wie genau darf ich das nun verstehen?" Ich küsste Seiko noch immer und vermochte kaum mehr mich von ihr zu lösen, das Verlangen nach ihr wurde immer größer und ich hatte wirklich Mühe damit es zurückzuhalten. "Das heißt du solltest es so verstehen, dass es besser wäre mich erneut aus dem Bett zu treten wenn du nicht willst dass ich dir gefährlich werde." Ein verschlagenes Grinsen huschte über meine Züge ehe ich Seiko sanft in die Kissen drückte und mich nun über ihr befand. "Ansonsten könnte das hier eskalieren." murmelte ich und beugte mich hinab um ihren Hals mit Küssen zu liebkosen. "Sie waren schon immer da, ich kann mit ihnen umgehen, du musst dir keine Sorgen machen. Du musst sie mir nicht abnehmen. Dir schaden sie in jenem Moment viel mehr als bei den Versuchen mich zu manipulieren. Bei mir hört es einfach irgendwann auf, während sie dich vollkommen auslasten. Du kannst nicht gegen sie ankommen. Licht wird nie ohne Schatten existieren oder gegen die Dunkelheit ankommen. Ich möchte nur, dass dir nichts passiert." Sanft legte ich meine Hand über die ihre und verschränkte unsere Finger miteinander. "Ich möchte nicht mit dir streiten. Ich kann nur bloß nicht dabei zusehen wie du leidest, nicht einmal durch einen Teil deiner selbst und keine Sorge, ich werde schon nicht zulassen dass deine Schatten mich verschlingen." Ohne ein weiteres Wort beugte ich mich hinab und unterband jedes weitere Wort des Widerspruchs mit einem leidenschaftlichen Kuss.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 0:59

"So langsam bin ich mir nicht mehr sicher ob es wirklich keine Absicht war." Ich kicherte amüsiert und fuhr mit den Fingern über seine Brust. "Größtenteils war es wirklich ungewollt.", antwortete ich ehrlich und nickte mehrere Male. "Es gab nur ein paar wenige Male bei denen es Absicht gewesen ist. Zum Beispiel an dem Tag wo du irgendwie mit einem Fisch in Verbindung gekommen bist. Der Geruch war unerträglich." Ich verzog bei der Erinnerung das Gesicht. Ja, da war es wirklich Absicht gewesen, dass ich Shinji von der Couch geschmissen hatte, aber der Geruch war eine wahre Foltermethode. Ich war damals beinahe wegen Sauerstoffmangel gestorben. Damals hätte es schon Atmungsmasken geben sollen, Frechheit. "Das heißt du solltest es so verstehen, dass es besser wäre mich erneut aus dem Bett zu treten wenn du nicht willst dass ich dir gefährlich werde. Ansonsten könnte das hier eskalieren." Ich spürte wie Shinji mich sanft in die Kissen drückte und sich anschließend über mir befand. Grinsend sah ich zu ihm hinauf. "Und wenn ich das nicht möchte? Du solltest wissen, dass ich kein Feind der Gefahr bin." Anschließend beugte er sich zu mir hinab und begann meinen Hals mit Küssen zu bedecken. Ich seufzte wohlig auf und legte Shinji die Arme um den Hals um ihn zu mir zu ziehen. "Du bist nicht der Einzige in diesem Bett der gefährlich werden könnte." Ich ließ sein weiches Haar durch meine Finger gleiten und begann schließlich ihn zärtlich zu küssen. Wie hatte ich es nur all die Jahre lang ohne das, ohne ihn aushalten können? Es kam mir in diesem Moment so vor als würde ich erst jetzt zu leben beginnen und war die vorigen acht Jahre irgendwo anders gewesen. Shinji war mein Leben, ich wollte nur ihn. Ich gab mich dem Verlangen nach ihm hin und ließ meine Hände über seinen Rücken und seine Brust gleiten. "Ich möchte nicht mit dir streiten. Ich kann nur bloß nicht dabei zusehen wie du leidest, nicht einmal durch einen Teil deiner selbst und keine Sorge, ich werde schon nicht zulassen dass deine Schatten mich verschlingen." Ich setzte schon zu einer Antwort an als ich Shinjis Lippen auf den meinen spürte und seinen Kuss erwiderte. "Das möchte ich auch nicht.", gab ich ehrlich zurück. "Ich hab nur... Angst um dich."

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 1:00

"Größtenteils war es wirklich ungewollt. Es gab nur ein paar wenige Male bei denen es Absicht gewesen ist. Zum Beispiel an dem Tag wo du irgendwie mit einem Fisch in Verbindung gekommen bist. Der Geruch war unerträglich." Unwillkürlich musste ich grinsen als Seiko das Gesicht verzog. "Hey, wir brauchten damals etwas zu essen und ich konnte ja nicht wissen dass der Geruch so hartnäckig sein würde." Ich musste selber zugeben dass es damals wirklich unpraktisch gewesen war kein annehmbares Bad zu besitzen wie ich es jetzt tat, denn der Gestank war wirklich an mir haften geblieben, ich hatte Seiko da schon verstehen können. Leider war es durchaus schmerzhaft gewesen unvorbereitet auf den Boden zu knallen. "Und wenn ich das nicht möchte? Du solltest wissen, dass ich kein Feind der Gefahr bin. Du bist nicht der Einzige in diesem Bett der gefährlich werden könnte." Mit einem kurzen Grinsen ließ ich meine Küsse nach oben gleiten ehe sie Seikos Lippen erreichten und ich sie in einem leidenschaftlichen Kuss mit den Meinen vereinte. Alles an meinem Körper sehnte sich nach ihr während ich meine Hände schließlich an ihre Wangen legte und sie weiterhin voller Zärtlichkeit und Leidenschaft küsste. Wie hatte ich es nur all die Jahre ohne sie aushalten können? Ich war nie eine neue Beziehung eingegangen und hatte auch sonst keine körperlichen Liebschaften geführt da es für mich immer nur Seiko gegeben hatte und auch nur geben würde. Ich würde niemals eine andere Frau lieben. "Das möchte ich auch nicht. Ich hab nur… Angst um dich." Voller Liebe blickte ich Seiko entgegen und fuhr mit den Fingern sanft über ihre Wangen. "Das musst du nicht, ich werde nie wieder so schwach sein wie ich es war." sagte ich und hauchte ihr weitere Küsse auf die Lippen. Meine Finger glitten von ihren Wangen über ihren Hals zu ihren Schultern und schoben die schmalen Träger ihres Oberteils ihre Schultern hinab.

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BeitragThema: Re: Das Apartment von Seiko   So 14 Apr 2013 - 1:02

"Hey, wir brauchten damals etwas zu essen und ich konnte ja nicht wissen dass der Geruch so hartnäckig sein würde." Ich lachte kurz auf. "Als hartnäckig würde ich das nicht bezeichnen, wohl eher als ultimative Foltermethode. Aber immerhin haben wir seit dem Tag nie wieder Fisch gegessen." Wie es schien hatte der Geruch uns damals etwas traumatisiert, wobei sich diese Fischfeindlichkeit bis heute größtenteils gehalten hatte. Ich war allgemein nie ein großer Freund von Fisch gewesen und es gab nur wenige Dinge, die ich wirklich mochte in denen Fisch enthalten war, zum Beispiel Sushi. Ansonsten bevorzugte ich dann doch lieber Geflügelfleisch. Somit war mein damaliges Handeln Shinji kurzerhand von der Couch zu werfen doch wohl berechtigt gewesen. Vielleicht hätte ich ihn vorwarnen sollen... neeein zu viel Arbeit. Schließlich spürte ich wie Shinji mich innig küsste und seine Hände an meine Wangen legte. Ich seufzte wohlig auf und zog ihn zu mir hinunter, während ich seinen Kuss ausgiebigst und leidenschaftlich erwiderte. Er hatte ja keine Ahnung wie sehr er mir gefehlt hatte. Für mich würde es niemals einen anderen Mann geben. Er war der Einzige. Der Einzige der mich so erleben durfte, um den ich Angst hatte, der mich küssen und derart berühren durfte, der Einzige für den ich ohne eine Millisekunde zu zögern gestorben wäre. "Das musst du nicht, ich werde nie wieder so schwach sein wie ich es war." Ich fuhr mit den Händen über seinen Rücken und spürte all die Muskeln unter ihnen, während ich Shinji weiterhin küsste. Ich wollte ihn bei mir haben, seine Nähe spüren, spüren wie er mich küsste, die Wärme seines Körpers, seine Stimme hören. Ich ließ meine Hände nach unten zu seiner Hüfte wandern ich öffnete seine Hose, als ich auch schon spürte wie Shinji die Träger meines Oberteils hinabschob. Ich gehörte ihm, nur ihm. Und das bis an mein Lebensende.

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