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 Das Café Suiren

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Asami
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BeitragThema: Das Café Suiren   So 28 Apr 2013 - 2:04


Das Café Suiren


Das Café Suiren ist ein edles und sehr teures Café, welches sich innerhalb der Stadt Kyōwakoku befindet und relativ zentral liegt. Es besitzt eine äußerst elegante Einrichtung, welche zu einem großen Anteil von Schnörkeln verziert wird, ebenso wie von bester Qualität ist. Zusätzlich besitzt das Café eine Veranda, welche einen erholsamen und meist ruhigen Platz für die Gäste bietet und vereinzelt Tische für diese, sowie eine schöne Aussicht zur Verfügung stellt.

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Asami
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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   So 28 Apr 2013 - 2:05


First Post

Inzwischen befand ich mich nun schon ganze zwei Tage in Kyōwakoku und musste gestehen, dass meine vorige Demotivation diesen Ort zu besuchen zu Unrecht gewesen war, da das was ich von der Stadt bereits gesehen hatte mich wirklich faszinierte. Es hatte alles damit begonnen dass meine Mutter, welche nach dem Tod meines Vaters vor einigen Jahren zum Oberhaupt unserer kleinen Familie ernannt worden war, mich aufgrund unseres großen und wichtigen Einflusses in der Gesellschaft darum gebeten hatte Kyōwakoku wegen einiger geschäftlicher Beziehungen aufzusuchen, welchen sie derzeit nicht nachkommen konnte. Meine erste Reaktion bezüglich ihrer Äußerung war keineswegs positiv gewesen doch nun, nachdem ich ihr zuliebe ihrer Bitte nachgekommen war, bereute ich dies in keinster Weise, ganz im Gegenteil. Kyōwakoku war eine unglaublich schöne Stadt und erheblich größer als ich es zuvor gedacht hatte. Zudem bot sie eine große Auswahl an Möglichkeiten, so dass man teilweise gar nicht wusste, wo man anfangen sollte. Meine erste Wahl war zunächst auf das meiner Meinung nach wichtigste gefallen, nämlich das Hotel Rido, in dem bereits eine Suite für meinen Aufenthalt in nächster Zeit gebucht worden war, welche ich nach meiner langen Reise zu diesem Ort auch gleich ausgetestet hatte. Das Ergebnis war äußerst positiv ausgefallen. Am folgenden Tag kam ich zu dem Beschluss nun meine, wenn auch so schöne Suite, für einige Zeit zu verlassen und mich ein wenig in der Stadt umzusehen, was einige Zeit beansprucht hatte, bis ich letztendlich am späten Nachmittag beschloss mir einen Tee zu gönnen und mich daher in einem ansprechenden Café niederließ. Bereits kurz nachdem ich Platz genommen hatte, war sogleich eine Bedienung erschienen, welcher ich anschließend mitteilte, dass ich einen Jasmintee wünschte, woraufhin diese wieder verschwand und ich beschloss mich während der Wartezeit mit dem Buch zu beschäftigen, welches ich mir vor ein paar Stunden gekauft hatte. Es dauerte wirklich nicht lang, bis die Bedienung erneut erschien, dieses Mal mit der von mir gewünschten Tasse Jasmintee und mich höflich fragte, ob ich einen weiteren Wunsch habe, was ich verneinte bis auf jenen, dass ich nun in Ruhe lesen wollte, was ich allerdings der Höflichkeit wegen für mich behielt. Dennoch erhielt ich diese Ruhe, trotz dessen dass die Bedienung bereits wenige Sekunden später wieder verschwand nicht, da ein junger Mann neben meinem Tisch stehen blieb und mich mit einem Hauch von Arroganz im Blick betrachtete. Ahja und der war? Ich hob kurz die Augenbraue und widmete mich wieder meinem Buch. Sollte er doch tun was er wollte, solange er mich in Ruhe lesen ließ.

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Lau
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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   Mi 15 Jan 2014 - 20:08

First Post

Es war ein angenehmer Nachmittag in Kyōwakoku, sowohl was das Wetter betraf als auch meine Planung für diesen Tag. Es standen keine wichtigen Geschäftsgespräche an, noch irgendetwas was meiner Aufmerksamkeit bedurft hätte, also stand dieser Tag mir ausnahmsweise zur freien Verfügung, was ich auch zu nutzen gedachte. Da die meiste Zeit eine rege Betriebsamkeit in den Räumlichkeiten meines, nun nennen wir es Geschäftes herrschte war dies nicht gerade der ideale Platz um seine Ruhe zu finden, zudem hatte es den Nachteil, dass beinah nur Männer als Angestellte dort arbeiteten, dass es auch nur sehr wenig ansprechende Gesellschaft gab. Meinen Assistenten hatte ich kurzerhand abgewimmelt, da dieser geradezu an meinen Fersen klebte und seine Bewunderung mehr als unnatürliche Ausmaße annahm. Normalerweise hätte ich ihn entlassen, aber da er sich schon mehrere Male als äußerst nützlich erwiesen hatte, hatte ich gnädiger Weise auf diese radikale Entscheidung verzichtet. Da ich allerdings nicht nur einen Assistenten besaß, was zugegebenermaßen eine eigennützige Entscheidung gewesen war, hatte ich sogar für diesen Nachmittag schon eine Begleitung. Meine Assistentin Virgo war sofort Feuer und Flamme gewesen, als ich sie darum gebeten hatte, mich an diesem Nachmittag zu begleiten. Sie war zwar nicht sonderlich intelligent oder eine besonders gute Gesprächspartnerin, aber sie bot einen angenehmen Anblick weswegen sie überhaupt noch angestellt war. Also waren wir aufgebrochen, jedoch ließ ich es mir zuvor nicht nehmen sie neu einzukleiden, da ihr voriger Kleidungsstil definitiv nicht in die Welt der Bessergestellten gepasst hätte. Meine Wahl fiel auf eines der besten Cafés in Kyōwakoku, was meiner Meinung nach nicht nur einen äußerst guten Tee zubereitete sondern auch eine angenehme Atmosphäre bot. Die Tür schwang auf und den freundlich grüßenden Angestellten nicht weiter beachteten, machte ich mich auf den Weg zu einem der hinteren Tische. Zu meiner Verwunderung und großem Ärgernis befanden sich heute ungewöhnlich viele Gäste in diesem Café. Daher war auch nur ein Tisch frei, welcher unglücklicherweise nur einen Stuhl bot. Ich hob die Augenbrauen und sah mich im Café um. Es gab zahlreiche Tische, welche zwar mit zwei Stühlen ausgestattet waren, allerdings nur von einer Person besetzt. An einigen Tischen saßen Männer, die in meiner Wahl gleich ausschieden, zwischen den Frauen viel meine Wahl auch recht schnell, da einige von ihnen hässlich waren wie die Nacht und die anderen einen noch geringeren Intelligenzquotienten aufzuweisen schienen als meine liebe Begleitung. Ich entschied mich für einen Tisch an dem sich eine junge Frau befand, die gerade in ein Buch vertieft war. Ich näherte mich also und blieb vor dem Tisch stehen. Einen Moment musterte ich sie ein wenig von oben herab, setzte dann jedoch mein charmantes Lächeln auf. "Entschuldigen Sie bitte vielmals, dass ich Sie stören muss." Ich wartete einen Moment, allerdings folgte keine wirklich Reaktion. Ich hob ein winziges bisschen die Augenbraue. Das nahm ich als Herausforderung. "Erwarten Sie zufälligerweise noch jemanden? Falls dies bei Ihrem Aussehen ungewöhnlicher Weise nicht der Fall sein sollte, wären Sie dann so freundlich mir diesen Stuhl zu überlassen?" fragte ich noch immer äußerst charmant und deutete mit einer leichten Handbewegung auf den Stuhl ihr gegenüber. Dass sie allerdings nicht so reagierte wie ich es gewohnt war, brachte mein Ego einen Moment ins Wanken, was ich allerdings mit einer anderen Tat aufzubessern gedachte. Ein junger Mann, der es anscheinend sehr eilig hatte, versuchte sich an mir vorbei zu quetschen, was ich vereitelte, indem ich ihm kurzerhand ein Bein stellte, was natürlich niemand mitbekam, und er durch den Raum segelte. "Ups." Ich sah spöttisch auf den am Boden liegenden Mann herab und zog eine Augenbraue nach oben, ehe ich mich wieder an die Frau wandte.

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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   Mi 15 Jan 2014 - 20:12

Noch immer saß ich im Café und schlug die Beine übereinander, während ich hin und wieder einen Schluck Tee trank und meine Aufmerksamkeit auf das Buch richtete. Ja, es war definitiv kein Fehlkauf gewesen, das stand fest. Ein Lächeln legte sich auf meine Züge und ich hob die Teetasse ein weiteres Mal an meine Lippen. Es wäre wirklich keine schlechte Idee sich diesen Laden zu merken sofern ich noch länger in der Stadt verweilen würde, denn das Café war wirklich schön eingerichtet und der Tee ganz ausgezeichnet. "Entschuldigen Sie bitte vielmals, dass ich Sie stören muss." Ein wenig widerwillig wandte ich meine Aufmerksamkeit von dem Buch ab und hob den Kopf, um einen Mann vor mir erblicken zu müssen, in dessen Blick eine gewisse Arroganz lag, welche mir wirklich missfiel. Ich hielt nicht viel von Personen die übertrieben selbstverliebt waren und sich überschätzten, weder bei Männern noch bei Frauen. Es war wirklich unglaublich nervig. "Erwarten Sie zufälligerweise noch jemanden? Falls dies bei Ihrem Aussehen ungewöhnlicher Weise nicht der Fall sein sollte, wären Sie dann so freundlich mir diesen Stuhl zu überlassen?" Ähnlich wie er zuvor hob ich kurz eine Augenbraue und deutete mit der rechten Hand auf den Stuhl, welcher sich auf der anderen Seite des Tisches befand. "Nur zu, bedienen Sie sich." meinte ich knapp und hatte mich bereits erneut meinem Buch zugewandt. Allerdings schaffte ich es vielleicht gerade einmal drei oder vier Zeilen zu lesen, da ein äußerst lautes Geräusch ertönte, welches offenbar von dem Kellner ausging, welcher gerade eben mit einem vollen Tablett zu Boden gestürzt war, was mir in gewisser Weise leid tat. Dafür würde er bestimmt Ärger bekommen. "Ups." Ich beachtete den Mann neben mir gar nicht und schritt hinüber zu dem Kellner um diesem aufzuhelfen und mich zu erkundigen, ob er sich verletzt habe. Tatsächlich hatte er sich durch die Gläser und Tassen, welche durch seinen Sturz zerbrochen waren einige Schnittwunden zugezogen, die zwar nicht tief aussahen, aber äußerst schmerzhaft wirkten und bestimmt auch brannten. Allerdings machte der Mann, welcher mich zuvor nach einem Stuhl gefragt hatte nach wie vor keinen Finger krumm und stand lediglich teilnahmslos daneben. Ärgerlich verengte ich kurz die Augen. Dabei sollte man meinen das sämtliche Leute, die sich in diesem Café befanden und zu über neunzig Prozent aus der oberen Gesellschaftsschicht entstammten, wenigstens ein wenig über Manieren wussten und wie man sich in so einem Falle zu benehmen hatte. "Was halten Sie davon nicht untätig herumzustehen, sondern wie ich diesem Mann zu helfen?"

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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   Mi 15 Jan 2014 - 20:14

Meine Laune senkte sich weiterhin, während die Frau am Tisch vor mir zuerst gar keine und dann nur leichte Anzeichen einer Reaktion auf meine Worte zu erkennen ließ. Was bildete sie sich eigentlich ein? Nun ja was sollte ich mich darüber unnötig aufregen, das weibliche Geschlecht war und würde immer ein Rätsel bleiben. Natürlich war es nicht immer der Fall das jedes weibliche Wesen in meiner Anwesenheit geradezu auf die Knie ging und mich anbettelte mit ihr zu sprechen, allerdings reagierten die meisten ansprechender auf meine charmante Art, die ich über die Jahre perfektioniert hatte. Entweder diese Frau litt schlichtweg an Geschmacklosigkeit oder an einer Sehschwäche. "Nur zu, bedienen Sie sich." Für einen Moment senkten sich meine Mundwinkel, was ich aber in weniger als einer Sekunde wieder im Griff hatte. "Zu freundlich von Ihnen." Ich beobachtete noch kurz wie der Mann einen Sturzflug durch den Raum hinlegte, allerdings war mir entgangen, dass er ein Tablett bei sich trug, auf dem sich Gläser befunden hatten, welche durch den Sturz allerdings zerbrochen waren und dem Mann einige leichte Verletzungen beschert hatten. Zu meiner Verteidigung hatte ich dies wirklich nicht bemerkt und meine Geste war nur auf seine Unhöflichkeit zurückzuführen sich einfach so an mir vorbeiquetschen zu können, was sich nun mal nicht gehörte, vor allem nicht da ich Gast in diesem Café war. Eine freundliche Bitte ihn vorbeizulassen hätte es auch getan, aber nein, man musste sich ja mit aller Gewalt an mir vorbeidrängeln wollen. Ich schüttelte für einen Moment den Kopf, ehe ich bemerkte wie die Frau sich erhoben hatte und auf den Gestürzten zueilte. Kannte sie den Mann? Ich zog die Augenbrauen verwundert nach oben und beobachtete die Szene, wobei mir nicht entging, dass sie den Mann weitaus freundlicher ansprach als mich. Definitiv Geschmacksverirrung. Ich griff mir den Stuhl, welcher mir zugesichert wurde und wollte mich gerade zu meinem Tisch und meiner Begleitung zurückbegeben, als ich die Stimme der Frau erneut zu Ohren bekam. "Was halten Sie davon nicht untätig herumzustehen, sondern wie ich diesem Mann zu helfen?" Was sollte das jetzt? Ich verengte für einen Moment die Augen. "Verzeihen Sie vielmals, aber ich nahm an ein erwachsener Mann schaffe es allein sich aufzurichten und Sie waren ja zu gütig mir vorauszukommen, allerdings denke ich mehr Hilfe wird nicht nötig sein, denn immerhin handelt es sich bei seinen Verletzungen lediglich um kleine Schnittwunden und nicht um lebensgefährliche Verletzungen. Wenn Sie mich jetzt entschuldigen würden, meine Begleitung wartet." Ohne einen weiteren Blick drehte ich mich um und trat mit meinem Stuhl zu Virgo an den Tisch und entschuldigte mich höflich dafür dass sie warten musste.

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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   Mi 15 Jan 2014 - 20:20


Vollkommen ruhig saß ich noch immer am Tisch, wobei mein Blick nun kurzzeitig dem Mann galt, welcher zu meiner Belustigung kurzzeitig die Mundwinkel senkte. Irgendwie schien ihm das alles wohl nicht zu gefallen, aber das war ja wohl eher sein Problem anstatt meins. "Zu freundlich von Ihnen." "Stets eine Freude." antwortete ich mit einem kurzen, nicht einmal ganz unehrlichen Lächeln auf seine Worte, welches allerdings nur wenige Sekunden auf meinem Gesicht verweilte, bis ein lautes Klirren ertönte. Kurz darauf ging ich zu dem Kellner, der sich aufgrund seines Sturzes einige, wenn auch kleinere Verletzungen zugezogen hatte um nach diesem zu sehen und ihm zu helfen. Was mich allerdings wirklich ärgerte, war dass der Mann, welcher gerade eben mit seiner arroganten und übertrieben charmanten Art an meinen Tisch getreten war um sich an meinem Stuhl zu vergreifen ungerührt da stand und nichts tat. "Verzeihen Sie vielmals, aber ich nahm an ein erwachsener Mann schaffe es allein sich aufzurichten und Sie waren ja zu gütig mir vorauszukommen, allerdings denke ich mehr Hilfe wird nicht nötig sein, denn immerhin handelt es sich bei seinen Verletzungen lediglich um kleine Schnittwunden und nicht um lebensgefährliche Verletzungen. Wenn Sie mich jetzt entschuldigen würden, meine Begleitung wartet." Ich verengte für einen Moment die Augen und musste mich wirklich beherrschen nicht augenblicklich meinen Stuhl zurückzuverlangen, nicht nur um dem Kellner damit zu helfen sondern aus reiner Niederträchtigkeit dem werten Herrn gegenüber, welcher vorhatte diesen mit sich zu nehmen. "Allein der Höflichkeit wegen wäre sie vonnöten gewesen." gab ich zurück und musste mich im ersten Moment wirklich beherrschen keinen bissigen Ton an den Tag zu legen, während ich ihm antwortete. "Zudem hat es keinerlei Bedeutung wie schwerwiegend seine Verletzungen sind, Ihr Verhalten ist einfach unhöflich und unangebracht." Im ersten Moment war ich wirklich über den letzten Teil meines Satzes erstaunt gewesen, bereute ihn im Nachhinein jedoch nicht. Schließlich entsprach er der Wahrheit. Anschließend, nachdem ich leicht perplex zugesehen hatte, wie der Mann sich ohne mit der Wimper zu zucken einfach entfernte, half ich dem Kellner schließlich und setzte ihn auf meinen Stuhl, während zwei weitere Angestellte des Cafés erschien und sich um ihren verletzten Kollegen als auch den entstandenen Schaden kümmerten und diesen beseitigten. Ich wartete noch eine kurze Zeit, unter anderem um zu sehen wie sich die Sache nun entwickeln würde und beschloss nach einer guten viertel Stunde zu gehen, wobei der Kellner mich trotz meiner Einwände den Tee nicht bezahlen ließ und dies zum Dank für meine Hilfe selbst tun wollte. Es ärgerte mich ein wenig, da ich wirklich mehr wie genug Geld hatte, vermutlich ganz im Gegensatz zu ihm, doch es wäre unhöflich gewesen darüber längere Zeit zu debattieren und wenn es ihm so wichtig war, dann sollte er auch seinen Willen bekommen. Anschließend verließ ich das Café um mich zurück in das Hotel zu begeben, da es wirklich höchste Zeit wurde meine Einkäufe endlich abzulegen und mein Buch lesen zu können.


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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   Sa 21 Feb 2015 - 1:52



Nervös trat ich von einem Fuß auf den anderen und schickte Stoßgebete zum Himmel auf dass die Zeit schneller vergehen würde. Wieso nur hatte ich mich überreden lassen ebenfalls herzukommen? Mein Blick huschte nach rechts zu Mariko, welche wirklich umwerfend aussah und meiner Laune nicht wirklich zum besseren verhalf. Ich konnte gar nicht beschreiben wie neidisch ich auf ihre langen, kastanienfarbenen Locken war, aber für meine Arbeit eigneten sich lange Haare einfach nicht. Nachdem ich an jenem folgenschweren Tag das Badehaus noch immer wutentbrannt verlassen hatte, hatte ich mich entschlossen Sasuke eine Begleitung auszusuchen die er gar nicht ausschlagen konnte und so meinen Kontakt mit ihm auf dieses Minimum zu reduzieren, doch Mariko musste mir einen Strich durch die Rechnung machen. Sie arbeitete als Kellnerin in einer Bar die ich zu meinen Favoriten zählte und wir hatten uns dadurch kennengelernt. Von allen Freundinnen die ich besaß, und das waren nicht unbedingt viele, war sie die Einzige die alle Punkte abdeckte. Sie war zwei Jahre jünger als ich, bildschön, hatte Erfahrung mit Männern und wusste ein Gespräch mit Niveau zu führen, zudem war sie trotz ihrer Schönheit wirklich intelligent und praktischerweise gerade Single. Wenn sie Sasuke nicht gefiel so hatte er tatsächlich Tomaten auf den Augen oder brauchte schlichtweg eine Brille. Doch Mariko spielte dieses Spielchen nicht so wie ich beabsichtigt hatte und wollte das Blind-Date unter keinen Umständen allein antreten, auch alle meine Versuche sie davon zu überzeugen eine ihrer Freundinnen mitzunehmen scheiterten, da sie nur Hideo hatte überreden können ebenfalls teilzunehmen und dieser hatte seit längerem zu meinem Bedauern ein Auge auf mich geworfen. Mir blieb also nichts anderes übrig, da es keinen Ersatz für Mariko gab und so konnte ich nur hoffen, dass sie und Sasuke sich so gut verstanden dass sie sich von uns trennten und ich so schnell es ging verschwinden konnte. Ich fühlte mich sichtlich unwohl und es war merkwürdig seit längerem wieder Absätze zu tragen und nicht eines meiner regulären Outfits. Aber Mariko war strikt dagegen gewesen, dass ich eher schlicht gekleidet auftauchte. Wenn sie sich schon auftakelte, dann sollte ich gefälligst ebenfalls leiden, so ihre Worte. Schade dass ich ihr nicht sagen konnte, dass ich schon genug litt, denn ich wünschte mir nichts lieber als nachhause gehen zu können. Es würde so aussehen als wäre ich diejenige gewesen die auf ein Doppeldate bestanden hatte und alles was ich in Sasukes Augen dann noch sein würde war schlicht und einfach erbärmlich. Wenn wenigstens Hideo schon auftauchen würde, doch der ließ sich wie gewohnt Zeit. "Sitzt mein Haarband auch richtig?" Aus den Gedanken gerissen sah ich hinüber zu Mariko, welche an ihrer Frisur herumzupfte und dabei war diese zu ruinieren. "Moment, lass mich das kurz sehen." Bevor sie noch mehr ruinieren konnte schob ich das Haarband wieder an seinen Platz und versuchte ihre Locken die sich darin verfangen hatten wieder ordentlich zu legen. "Oh Gott ist er das?" Es war schon beinahe unnötig aufzusehen, denn an Marikos Tonfall konnte ich ziemlich sicher feststellen, dass sie tatsächlich Sasuke entdeckt haben musste. Dennoch hob ich den Blick von ihren Haaren und erkannte Sasuke in der Menge und wünschte mir umso mehr eine Krankheit vorgeschoben zu haben. Warum sah dieser Mann so verflucht gut aus egal was er trug? Sein Outfit war geradezu leger und dennoch schien es als wäre er ein Prominenter der da durch die Menge ging. "Äh Kasumiko? Ich glaube mein Haarband sitzt jetzt richtig." Oh zum Teufel noch mal, wieso konnte ich mich nie an meine eigenen Pläne halten und weiterhin Groll gegen Sasuke hegen? "Tut mir leid." Schnell zog ich meine Hände zurück und suchte stattdessen in der Menge nach Hideo, damit ich nicht direkt aussah wie das fünfte Rad am Wagen.

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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   So 22 Feb 2015 - 15:08


Ich musste zugeben dass die knapp eineinhalb Wochen nach meinem und Kasumikos Treffen im Badehaus erstaunlich schnell vorübergegangen waren und somit unsere Verabredung in der Stadt am Sonntag bedrohlich näher gerückt war. Zwar hatte ich mir immer wieder Gedanken gemacht, wie ich Kasumiko an diesem Tag eine zumindest kleine Freude oder… nannten wir es Entschädigung bereiten konnte, doch dank Lord Shingen und Yukimura war mir dafür nicht sehr viel Zeit geblieben. Das Ganze hatte letztendlich damit geendet, dass ich sogar gestern Abend noch einen Auftrag hatte erledigen müssen, der mich nahezu die halbe Nacht gekostet hatte weswegen ich heute Morgen fast nicht aus dem Bett gekommen war. Ein Blick auf den Wecker hatte mir anschließend mitgeteilt dass ich keine fünf Minuten mehr liegen bleiben konnte, woraufhin ich schnell unter die Dusche gesprungen und anschließend die erstbesten Kleider aus meinem Schrank gezogen hatte, welche nicht allzu Ninja-mäßig aussahen. Dies hatte zu einem eher einfachen, legeren Outfit geführt bestehend aus einer dunklen Hose, einem weißen Hemd und einer schwarzen Jacke, sowie einem dunkelgrünen Schal, da es doch relativ kalt werden konnte wenn man sich als Ninja durch die Gegend bewegte. Hoffentlich hatte sich Kasumikos Freundin nicht zu overdressed, denn sonst sähe ich neben ihr aus wie ein ungebildeter Vollpfosten. Am späten Vormittag in der Stadt angekommen, war es in dieser doch wärmer als von mir am Morgen erwartet, weswegen ich die Jacke auszog und sie mir über die Schulter legte, während ich mich fragte ob es in dem von Kasumiko gesagten Café möglicherweise etwas zu essen gab, da mein Frühstück aufgrund des Zeitmangels leider hatte ausfallen müssen. Noch ein wenig verschlafen fuhr ich mir mit der Hand durchs Haar und blickte mich um, wobei mir auffiel dass Kyōwakoku eigentlich eine ganz nette Stadt war wenn man sie nicht nachts im stockdunkeln während eines Auftrags zu beobachten hatte. Es schien eine Menge Einkaufsläden und andere Geschäfte zu geben und auch sonst wirkte die Stadt relativ belebt. Nachdem ich das Café nach einigen Minuten immer noch nicht gefunden hatte, beschloss ich eine Gruppe junger Damen zu fragen, welche nur kicherten und mir mit roten Gesichtern sagten, dass der gesuchte Ort sich gleich um die Ecke befand und ob sie mich nicht dorthin begleiten dürften. Dankend lehnte ich das Angebot ab und stellte fest, dass die Mädchen tatsächlich die Wahrheit gesagt hatten… und leider auch dass das Café Suiren ein verdammter schickimicki Schuppen war in dem man reichen Leuten das Geld aus der Tasche zog. Kurz blickte ich an mir herab. Hmm… nicht sehr passend dieses Outfit, aber jetzt war es ja sowieso zu spät um etwas anderes aufzutreiben. Schließlich betrat ich das Café, wobei ich wirklich hoffte dass Kasumiko aus Neid oder irgendwelchen anderen, sinnlosen Gründen ihre Freundin begleitet hatte, da ich wirklich noch nicht in Form war und keine Lust auf großen Smalltalk mit einer Frau hatte, die ich gar nicht kannte. Zudem wollte ich mich wirklich noch bei ihr entschuldigen, dafür dass ich sie im Badehaus so geärgert hatte, so ein Gewissen war wirklich etwas Blödes. Ich seufzte leise und bog um eine Ecke des Cafés, wo ich anschließend Kasumiko entdeckte, zusammen mit ihrer Freundin wie ich vermutete, welcher sie gerade die Frisur oder was auch immer richtete. Während ich Freundin mich offenkundig begeistert anstarrte, musterte Kasumiko mich zu meiner Enttäuschung nur kurz und suchte anschließend die Menge nach jemand anderem ab, der wichtiger wie ich zu sein schien. Ein Doppeldate, das hatte ich befürchtet. Allerdings hatte ich nicht geglaubt, dass Kasumiko sich wirklich darauf einlassen würde, auch wenn ich anzweifelte, dass sie dies nur tat um mich eifersüchtig zu machen. Vielleicht mochte sie die vierte Person ja wirklich gern. Ich schüttelte kurz den Kopf und ging stattdessen zu dem Tisch, an dem die beiden saßen um mich von diesem Gedanken abzulenken. "Hey, ich bin Sasuke.", meinte ich schließlich in einem freundlichen Ton an Kasumikos Freundin gewandt und schenkte ihr ein Lächeln, was diese in Verlegenheit zu bringen schien. Anschließend ließ ich mich auf einem Stuhl nieder und legte meine Jacke über die Lehne während ich Kasumiko beobachtete, welche nach wie vor die Menge absuchte. "Erwartest du noch jemanden, Kasumiko?"

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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   Mo 23 Feb 2015 - 0:54


Ich war mir nahezu zu 100% sicher, dass es ein Fehler gewesen war Mariko zu begleiten, denn entweder würde Sasuke a) dafür sorgen dass ich mich erneut ärgerte b) sich trotz Marikos Anwesenheit irgendwelche blöden Sprüche leisten oder sogar c) dafür sorgen dass ich eifersüchtig wurde, womit er zu meinem Bedauern vermutlich sogar Erfolg haben würde. Immerhin hatte ich die letzten Tage tatsächlich frei gehabt, da mein reizender Boss mit seiner neuen Flamme verreist war und ich daher keine Aufträge von ihm entgegennehmen konnte. Entsprechend hatte ich endlich mal wieder ausschlafen können und meine Wohnung in Ordnung gebracht in der sich in letzter Zeit Papierkram und Staub gehäuft hatten. Dabei waren auch einige alte Sachen rausgeflogen und ich hatte mich wieder an Zeiten erinnert an denen Kasuga heulend auf meiner Couch gesessen und über ihre unerwiderte Liebe gejammert hatte. Meinen liebevolle Rat, dass sie sich nicht an Kenshins Sohlen kleben sollte wie ein hartnäckiger Kaugummi wurde allerdings undankbar ausgeschlagen. Wobei ich zugeben musste dass Kasugas flammende Leidenschaft für Kenshin manchmal sogar ganz niedlich sein konnte, vor allem da sie sich wie ein Kind an Weihnachten darüber freute wenn er ihr Aufmerksamkeit schenkte. Zudem hing sie zwar an ihm, aber ich wusste selbst dass ihre Tätigkeit ihr nicht viel Freiraum ließ und sie so nicht Tag ein Tag aus an seiner Seite stand, sondern ihn wohl eher mäßig zu Gesicht bekam. Manchmal beneidete ich sie um ihre Liebe zu Kenshin, auch wenn diese bisher anscheinend nur einseitig war. In meinem Leben gab es jedoch niemanden für den ich mich derart aufgeopfert hätte. Fast hätte ich geseufzt, doch ich riss mich vor Mariko zusammen. Während ich anschließend ihre Frisur rettete konnte ich hören, dass sie Sasuke entdeckt hatte und dass ihr anscheinend gefiel was sie da sah. Na damit hatte er doch schon so gut wie gewonnen, konnte ich jetzt nachhause? Natürlich sah Sasuke mal wieder aus wie ein Model unter dem gemeinen Volk und ich hätte vermutlich ein Ballkleid tragen können und wäre neben ihm verblasst. "Hey, ich bin Sasuke." Ich sah wie Sasuke Mariko ein Lächeln schenkte und sie geradezu dahinschmolz, unbeeindruckt wendete ich den Blick wieder in Richtung Eingang und hoffte dass Hideo sich endlich mal hierher bewegte. "Mariko, es freut mich sehr dich endlich kennenzulernen. Kasumiko hat mir schon so viel von dir erzählt." Ach hatte ich das? "Sie erwähnte zwar, dass du charmant bist, aber da hat sie wohl ziemlich untertrieben." Ach hatte ich das? Er hatte sich gerade einmal vorgestellt, waren das alle Erwartungen die sie stellte? Das war eigentlich nicht die Mariko die ich kannte. "Erwartest du noch jemanden, Kasumiko?" Ja, meine Motivation. "Wo du schon fragst, ja in der Tat aber er scheint sich etwas zu verspäten." antwortete ich und versuchte in Rücksicht auf Mariko freundlich zu klingen. Jedoch erblickte ich wenig später Hideo, welcher sich in unsere Richtung bewegte und anschließend nach meiner Hand griff und einen Kuss darauf hauchte. Ih. "Hideo, schön dass du es einrichten konntest. Das ist übrigens Sasuke. Sasuke das ist Hideo." Meine ach so charmante Begleitung musterte Sasuke kurz. "Freut mich." Wow, waren wir heute aber freundlich. Nach der Begrüßung, zu welcher ich mich dazu aufgerafft hatte aufzustehen, setzten Hideo und ich uns ebenfalls. Dank des runden Tisches saß ich nun zwischen Hideo und Sasuke und betete inständig zu Gott, dass er die Zeit schneller vergehen ließ.

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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   So 10 Mai 2015 - 13:59


Noch immer fühlte ich mich in meinem derzeitigen Outfit mehr wie nur deplatziert in dem Café, erst recht als ich feststellte wie aufgetakelt Kasumiko und ihre Freundin, die sich mir als Mariko vorgestellt hatte, waren. Nun, jetzt war es ja ohnehin zu spät. Ich rückte meinen Schal ein wenig zu recht um die weniger schicken Stellen meines Hemds zu überdecken und wandte mich anschließend Mariko zu, welche sich nahezu überschlagen hatte als ich an den Tisch herangetreten war und nun auch schon losredete. "Mariko, es freut mich sehr dich endlich kennenzulernen. Kasumiko hat mir schon so viel von dir erzählt." Ach hatte sie das? Mein Blick wanderte kurz zu Kasumiko, die immer noch das Café absuchte und mich gekonnt zu ignorieren versuchte. Einen Moment lang überlegte ich Kasumiko zu fragen, wie viele ihrer Schimpftriaden über mich sie an Mariko ausgelassen hatte und ob sie eine ungefähre Zahl im Kopf hatte, aber in Anbetracht dessen dass ich sie kürzlich erst so verärgert hatte, so wie meinem Vorsatz heute freundlich zu sein, sparte ich mir den Kommentar. "Ich hoffe nur Gutes.", meinte ich anschließend mit einem Lächeln an Mariko gewandt und betete, dass diese bald eine neue Ablenkung finden würde um den Smalltalk zu umgehen. Wenn sie die ganze Zeit über derart gesprächig wäre, würde dies ein langer langer Tag werden. "Sie erwähnte zwar, dass du charmant bist, aber da hat sie wohl ziemlich untertrieben." Wow, diese Lüge war ja nahezu greifbar. Einen Moment lang glaubte ich zu halluzinieren, da ich in meinen Gedanken einen Vogel durch den Hintergrund fliegen sah, gefolgt von mehreren Fragezeichen. Was war an `Hey, ich bin Sasuke` jetzt wahnsinnig charmant gewesen? Das Hey? Das ich bin? Oder das Sasuke? Manchmal ergab die Logik von Frauen einfach überhaupt keinen Sinn. Aber hey, wenn sich vorstellen schon ein Kompliment war, sollte mir dies nur recht sein, das bedeutete für mich dass ich weniger heucheln musste und Smalltalk darüber, wie gut Mariko das Kleid stand, wie hübsch ihre Haare waren oder was für ein schönes Gesicht sie hatte schon einmal einschränken konnte. Frauen brauchten diese Selbstbestätigung über ihr Aussehen und ihren Charakter ja nahezu immer, das war wirklich anstrengend. Schließlich blickte ich wieder zu Mariko und hob kurz die Augenbrauen. "Ich bezweifle dass sie das erwähnt hat, oder etwa doch Kasumiko?" Für diese Frage würde sie mich vermutlich noch ein Stückchen mehr hassen, wie sie es ohnehin schon tat. Aber der Tag an dem Kasumiko mich als charmant bezeichnete existierte einfach nicht, weder in dieser Welt, noch in einem Paralleluniversum. "Wo du schon fragst, ja in der Tat aber er scheint sich etwas zu verspäten." Nicht nur dass ich erst diese greifbare Lüge aufgetischt bekam, jetzt gab es greifbaren Hass von Kasumiko noch gratis dazu, ein 2 in 1 Geschenk heute umsonst nur im Café Suiren, schlagen sie gleich zu. Zwar lächelte Kasumiko freundlich, doch dies genügte nicht um ihren Missmut zu überdecken, welchen jedoch Mariko sogleich ablöste indem sie einfach losredete und mir unzählige Fragen stellte. Wie war das Leben als Ninja? Gut. Hatte man viel Freizeit? Keine. War der Beruf riskant? Man konnte nur jeden Tag getötet werden, wenn man unvorsichtig war. Machte der Beruf Spaß? Wenn man es toll fand andauernd die Wände reparieren zu müssen, weil der Vorgesetzte seinen Schüler durch die Wand warf, sicher. Herrje sie war doch mit Kasumiko befreundet, wieso konnte sie ihr nicht die ganzen Fragen zumuten? Kasumiko hatte doch bestimmt schon mehr wie einmal bei ihrer Freundin gejammert wie anstrengend das Leben als Ninja war. Wieso bekam ich das jetzt ab? Schließlich erschien nach einer gefühlten Ewigkeit endlich Kasumikos Begleitung, was meine Laune noch tiefer sinken ließ, falls dies überhaupt noch möglich war. "Hideo, schön dass du es einrichten konntest. Das ist übrigens Sasuke. Sasuke das ist Hideo." - "Freut mich." Am liebsten hätte ich die Bedienung angehalten und sie um ein ‚Vorsicht Rutschgefahr‘ Schild gebeten, da dieser Mann einfach nur unglaublich schleimig und überheblich auf mich wirkte. Mit was für Menschen gab Kasumiko sich eigentlich ab? Und mich bezeichnete sie als schlechte Gesellschaft, das war ja wohl ein schlechter Scherz. Aber wenigstens schien ich nicht allein mit meiner Einstellung zu sein, denn Hideo schien mindestens genauso wenig erfreut von meiner Anwesenheit wie ich von der seinen. "Mich ebenfalls."

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BeitragThema: Re: Das Café Suiren   Mi 13 Mai 2015 - 8:51

Ich war kurz davor mich zu entschuldigen und anschließend durch das Fenster auf der Toilette zu verschwinden, denn ich fühlte mich hier mehr als nur deplaziert. Mariko die anscheinend hin und weg von Sasuke war konnte ich als Gesprächspartner nun so oder so vergessen und Hideo war in diesem Gebiet zu nicht viel mehr zu gebrauchen. Und ich hatte herzlich wenig Lust das gesamte Date über schweigend am Tisch zu sitzen oder mich von Hideo zu schwallen zu lassen, was er wirklich wunderbar beherrschte. Zumindest musste ich mir keine Sorgen darüber machen, dass Mariko Sasuke nicht mögen könnte und obwohl sie etwas, nun sagen wir mal holprig anfing konnte sich dieses Gespräch noch zum Besseren wenden, vor allem wenn es zu anderen Themen als nur der Begrüßung kam. Da Mariko Bedienung war hatte sie Erfahrung darin ein Gespräch zu führen und das merkte man auch, also sollte Sasuke in diesem Bereich auch keine Einwände haben. "Ich hoffe nur Gutes." Marikos Lächeln konnte wirklich umwerfend sein, ich hoffte nur dass es bei Sasuke auch zog. "Aber natürlich." In diesem Punkt hatte sie nicht einmal gelogen, denn ich wäre schön blöd gewesen Mariko zu erzählen, dass ich mich regelmäßig mit Sasuke stritt und er in manchen Situationen ein ganz schöner Großkotz sein konnte. Daher hatte ich nur erzählt, dass ich ihn bei einem Auftrag kennengelernt hatte und wie er so war, seine Arroganz mal ausgenommen, vor allem sein Aussehen und seine charmante, faszinierende Art hatte ich dabei betont. Immerhin musste ich Mariko ja etwas neugierig machen und verleugnen konnte ich diese Tatsachen auch nicht. "Ich bezweifle dass sie das erwähnt hat, oder etwa doch Kasumiko?" Ich widmete meine Aufmerksamkeit wieder Sasuke, der vermutlich damit gerechnet hatte dass ich aufgrund des Vorfalls im Badehaus Mariko nur von seinen schlechtesten Seiten erzählen würde, aber da hatte er sich getäuscht. "Doch, immerhin hab ich damit doch nur Tatsachen ausgesprochen, oder hätte ich etwa lügen sollen und sagen dass du langweilig und so charmant wie ein Stein bist?" Ich schenkte ihm ein kurzes Lächeln ehe ich noch einmal in die Menge starrte, noch immer ein wenig Hoffnung dass sich Hideo auf dem Weg hierher vielleicht verlaufen hatte oder von irgendwas umgerannt und gestorben war. Wenn dies eines Tages eintreten würde so wäre ich die Erste die ein bisschen Dreck auf sein Grab warf um anschließend jegliche Erinnerung an diesen Mann aus meinem Gedächtnis zu löschen. Allerdings wurde meine Hoffnung zerstört als ich ihn anschließend entdeckte und meine Laune endgültig in den Keller rutschte. "Freut mich." - "Mich ebenfalls." Oh na die Chemie zwischen den beiden stimmte aber nicht im Geringsten. Während sich Sasuke nach der unterkühlten Begrüßung scheinbar schon fast zu überschlagen schien wieder das Gespräch mit Mariko aufzunehmen wandte sich Hideo mir zu und begann, wie zu meiner größten Befürchtung, auch schon mich zu zu schwallen mit Dingen die mich nicht im Ansatz interessierten. "Du siehst bezaubernd aus, Kasumiko. Das Kleid steht dir hervorragend, du solltest so was öfter tr..." Noch bevor Hideo seinen schleimigen Haufen Komplimente beenden konnte unterbrach ich ihn indem ich die Bedienung darüber informierte dass wir gern bestellen würden, welche bedeutete dass sie gleich bei uns sein würde. Wir erhielten also die Bestellkarten, was Hideos Redefluss allerdings noch weniger hinderte. "Wie genau sagtest du, haben du und Sasuke..." Hatte er Sasukes Namen gerade extra so betont? "...euch kennengelernt? Nicht dass ich eifersüchtig wäre, immerhin sind wir ja schon einige Male ausgegangen." Bevor ich mich beherrschen konnte hatte ich auch schon die Karte auseinander gerissen. "Oh, da war wohl eine Seite lose." Ich setzte ein unschuldiges Lächeln auf, während ich innerlich dabei war Hideo zu ermorden. Gings noch?! Wir hatten uns in der Bar getroffen wo Mariko arbeitete, welcher ich auch die wundervolle Bekanntschaft mit Hideo zu verdanken hatte, aber das wars dann aber auch. "Ich glaube du verwechselst da was, immerhin haben wir uns nur zwei Mal in der Bar getroffen." Ich hatte wirklich Mühe freundlich zu bleiben und wäre Hideo fast an die Kehle gesprungen, sollte er sich noch weitere solcher Ausrutscher erlauben.

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