Inuyasha Legends


 
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 Taure-ména

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Sachiko
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BeitragThema: Taure-ména   Fr 13 Feb 2015 - 6:55


Taureména


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Sachiko
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BeitragThema: Re: Taure-ména   Fr 13 Feb 2015 - 7:44


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Wie lange war ich nun bereits auf dem Weg? Es mussten schon mehrere Stunden sein und obwohl mir Featherine den Weg beschrieben hatte, was hauptsächlich daraus bestand dass ich mich in Richtung Süden wenden sollte und wenn ich letztendlich an einen Fluss kam, diesem nur folgen musste, hatte ich dennoch das Gefühl kaum weiter gekommen zu sein. Allerdings war ich schon mit einem komischen Gefühl aufgebrochen, da Featherine mir nur auf die Schulter geklopft und mir Glück gewünscht hatte. Der Wald schien endlos und immer wieder hatte ich das Gefühl dass ich im Kreis lief, obwohl ich meine Position regelmäßig überprüfte. Mit einem langen Seufzen hob ich den Blick und betrachtete das Sonnenlicht, dass durch die Baumkronen grünlich wirkte. Das Ganze wäre so viel einfacher, wenn ich mich einfach dorthin hätte teleportieren können, aber dank eines... konnte man es Schutzzaubers nennen? War dies leider nicht möglich. Ich fragte mich immer noch ob es so eine gute Idee gewesen war hierher zu kommen oder, um genauer zu sein, ob ich es wirklich schaffen würde meine Fähigkeiten hier zu verbessern. Nach dem Kampf war mir bewusst geworden wie wenig ich eigentlich beherrschte und das trotz des jahrelangen Trainings, doch weder Rudolfs Freundin Seiya noch Featherine hatten mir wirklich helfen können. Sie waren sicherlich in anderen Techniken um einiges bewanderter als ich, doch ich bezweifelte dass mir etwas anderes lag als Heilmagie. Ich tastete kurz nach dem Beutel der über meiner Schulter hing und in dem sich einige Kopien befanden die ich mithilfe von Magie angefertigt hatte, als ich für wenige Tage zu Gast bei Featherine war. Ihr Archiv war einfach enorm riesig und ich hätte gern noch mehr Zeit darin verbracht und auch mehr Gespräche mit ihr geführt, da ich bestimmt einiges über Magie von ihr lernen konnte und zudem waren sie auch ziemlich unterhaltsam gewesen. Das Schwerste allerdings war Beatrice zurückzulassen, über Jahre waren wir nur durch die Regelung unserer Tanten getrennt gewesen, aber hatten uns fast jeden Abend heimlich getroffen. Sie war neben Ronove die einzige Person mit der ich offen sprechen konnte, die meine Lage verstand und teilte. Natürlich wusste ich, dass sie sich in guten Händen befand, immerhin waren Rudolf und Seiya in ihrer Nähe und auch Tenshi... auch wenn ich immer noch ein wenig skeptisch ihm gegenüber war, aber ich war mir sicher sie würden sich alle ihrer annehmen und versuchen sie aufzuheitern. Ärgerlich über meine Zweifel schob ich die Kapuze des Umhangs zurück und pustete einige Strähnen meiner Haare aus meinem Gesicht. Ich hatte das hier entschieden, niemand hatte mich gezwungen zu gehen, nein es war meine freie Wahl gewesen also warum zweifelte ich daran? Rudolf hatte zwar gesagt es sei nicht nötig, dass ich mir darum solche Gedanken machte und dass er nur froh war, dass Beatrice und ich lebend aus dem Anwesen herausgekommen waren, aber ich kam mir so nutzlos vor. Ich wusste er meinte es gut und ich hatte ihn wirklich vermisst über die Jahre, doch wenn ich bloß herumsaß würde meine Frustration nur noch steigen... außerdem hatte ich ja nicht vor für immer zu verschwinden. Es war Featherine gewesen die mir letztendlich den entscheidenden Hinweis gegeben hatte mich an die Elben in Shikoku zu richten, da sie über eine andere Magie verfügten als die die ich erlernt hatte und die womöglich in der Lage war schlimmere Verletzungen zu heilen. Ich hätte ansonsten wirklich aufgegeben, da sie auf meine Frage hin nur mit den Schultern gezuckt hatte und meinte das was sie mir beibringen könnte würde vermutlich nicht so enorm viel ausrichten dass ich zufrieden damit wäre. Ich seufzte erneut und wäre beinah in einer Wurzel hängen geblieben, weswegen ich einige Schritte nach vorn stolperte und... war das Wasser? Na endlich, ich hatte mich schon gefragt wann ich den Fluss erreichen würde. Aber das Plätschern war weder ein Fluss noch etwas dass der Beschreibung nah kommen würde, sondern ein mickriges kleines Bächlein, dass sich mühsam seinen Weg durch die Wurzeln bahnte. Aber was blieb mir anderes übrig? Geschlagen folgte ich dem Wasser, denn vielleicht sammelte es sich in einer ähnlichen Wasserquelle wie der von Feather beschriebene Fluss. Ich war vielleicht eine halbe Stunde gelaufen als ich um einen Baum bog und wie angewurzelt stehen blieb. Vor mir stand ein riesiger Elch, nicht einmal zwei Meter von mir entfernt. Ich war den wenigsten Tieren selbst begegnet, was wohl darauf zurückzuführen war, dass ich den Großteil meines Lebens bei meinen Tanten hatte verbringen müssen ohne überhaupt eine andere Möglichkeit zu haben, daher war diese Begegnung wirklich ein Schock. Doch das Tier schien nicht im Mindesten beeindruckt zu sein, sondern senkte nur leicht den Kopf und berührte den Beutel den ich über meiner Schulter trug. Ich überlegte was daran wohl interessant war, bis mir einfiel dass ich Blaubeerzweige darin mit mir trug, da sie Bestandteil für einen Zauber waren, der gegen Sehrschwierigkeiten helfen sollte. Ich öffnete den Beutel und hob das Päckchen mit den Zweigen heraus, was das Tier anscheinend zu freuen schien. Ernährten sich Elche von so etwas? Kaum hatte ich das Tuch aufgewickelt machte er sich auch schon daran die Zweige zu fressen und wirkte sichtlich zufrieden, während er seinen Kopf mit dem schweren Geweih sanft schüttelte. Erstaunlich, ich hatte damit gerechnet dass er entweder fliehen oder mich umrennen würde, doch er schien so zutraulich, dass ich vorsichtig die Hand ausstreckte und vorsichtig über seinen Kopf strich. Ich war so fasziniert von dem Tier, dass ich fast vergaß warum ich überhaupt hier war, aber so eine Gelegenheit bot sich schließlich nicht alle Tage.

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BeitragThema: Re: Taure-ména   Sa 14 Feb 2015 - 0:11


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In gewisser Weise war es wirklich erstaunlich, wie ruhig die Gegend in der letzten Zeit geworden war. Vor nicht einmal einem Jahr hatte es hier noch ständig Unruhen gegeben, Dämonen waren durch die Gegend gezogen, hatten ganze Städte und Dörfer in ihr Verderben gerissen und auch nicht vor dem Reich des Waldes Halt gemacht, was mir und meinen Untergebenen jede Menge Arbeit eingebracht hatte. Unzählige Male waren wir in den Kampf gezogen um unsere Heimat, das Land und unserer verwandten Völker zu beschützen und einander zu unterstützen, bis wir schließlich in einer alles entscheidenden Schlacht den verantwortlichen Dämon gefunden und vernichtet hatten. Der Krieg gegen ihn und das Imperium, welches er sich zusammengestellt hatte, war ein nahezu endloser Kampf gewesen, so dass ich mich gar nicht mehr hatte entsinnen können welche Bedeutung die Worte Ruhe und Frieden in sich trugen. Ein schmales Lächeln legte sich auf meine Züge, während ich auf einer der Plattformen stand und auf den Wald hinabsah, ehe ein kleiner Vogel zu mir flog und auf meiner Hand landete. Kurz schloss ich die Augen und lauschte dem sanften Rauschen der Bäume. Früher war all dies unvorstellbar gewesen. Kein Tier hätte es gewagt sich in die Lüfte zu erheben und die Welt zu erkunden, viel zu viel Unheil hatte sich herumgetrieben und den sofortigen Tod bedeutet. Doch nun war all dies vorüber und Dialyas Traum war endlich in Erfüllung gegangen, auch wenn sie diese Zeit des Friedens niemals hatte erleben können. Schon lange vor dem schicksalshaften Tag war sie gestorben, den Verletzungen einer Schlacht im Norden auf grausame Weise erlegen und einfach so aus meinem Leben gerissen worden. Das Einzige, was nun noch an sie erinnerte war ihr Grab, welches sich an einer Lichtung in meinem Reich befand, ein weißer Grabstein versehen mit ihrem Namen und einem elbischen Sprichwort. Fast täglich besuchte ich es, aus Angst sie eines Tages vergessen zu können, vielleicht auch ein wenig aus Schuldgefühlen, da ich sie damals nicht hatte beschützen können. Doch was waren ein schön aufgemachtes und gepflegtes Grab, sowie ein paar Worte schon noch wert wenn die Person längst verstorben war? Zwar glaubten wir Elben an ein Leben nach dem Tod, weshalb wir auch daran glaubten jene, die aus unserem Leben schieden eines Tages wiederzusehen. Die meisten wurden früher oder später einfach vergessen, bis man sich ihrem Pfad eines Tages anschloss und sie wiedersah. Doch bei Dialya war dies anders. Jedes Mal wenn ich auch nur daran dachte ich könnte sie für einen Moment vergessen wurde ich von Schuldgefühlen heimgesucht und fragte mich, warum sie damals hatte sterben müssen und nicht ich. Sie war so unschuldig gewesen, eine bezaubernde Elbin mit einem reinen Herz, die niemanden auf dieser Welt verurteilt oder gar gehasst hatte. Es war nicht gerecht, dass ein gutes Wesen wie sie so grausam hatte sterben müssen und nun nur noch ein Grab an ihre Person erinnerte. Ich seufzte leise und öffnete wieder die Augen woraufhin der Vogel, welcher immer noch auf meiner Hand saß, den Kopf zur Seite neigte und anschließend zu zwitschern begann, ehe seine Freunde aus dem Wald mit ihm sangen. "Nya Taur." Die Stimme, welche hinter mir ertönte war mir durchaus vertraut, sie stammte von Azariel, einem hohen Offizier meiner Armee, der schon in vielen Schlachten gekämpft und auch gesiegt hatte. Nach all den Jahren die wir uns kannten hatte sich eine Art Freundschaft zwischen mir und Azariel entwickelt, weswegen ich ihn gelegentlich auch zum Berater oder Gesandten ernannte. Diese Arbeit war weniger anstrengend als seine Tätigkeit als Offizier und auch von seiner Frau, welche mir schon öfter eine Predigt gehalten hatte, lieber gesehen. "Gibt es ein Problem, Azariel?", fragte ich und ahnte, dass die Ruhe welche ich zuvor noch genossen hatte, bald ihr Ende finden würde. "Nein, mein König. Es ist nur… Elerin ist erneut aus seinem Stall ausgebrochen. Außerdem wurde eine Fremde im Wald ausfindig gemacht, eine junge Frau." Am liebsten hätte ich geseufzt oder die Augen verdreht, als ich diese Nachricht erhielt. Elerin war an sich eigentlich ein ganz ruhiges Tier, aber spätestens nach Dialyas Tod hatte sich dies geändert und er war immer häufiger im Alleingang spazieren gegangen. So gesehen störte mich dies nicht, da wir die Hirsche an sich in der Natur hielten und ihnen viel Freiraum ließen, aber spätestens wenn es dämmerte sollten sie zurückkehren, da der Wald durchaus einige gefahren barg. "Ich danke dir Azariel. Ich werde mich selbst darum kümmern." Mit diesen Worten entließ ich den Vogel, welcher noch immer auf meiner Hand saß in die Lüfte und begab mich anschließend von der Plattform aus hinab zu den Hallen der Elben, ehe ich schließlich den Wald erreichte. Vermutlich war Elerin einfach wieder seinen üblichen Weg entlang gelaufen am Bach entlang bis zum Fluss, anschließend hinauf zur Lichtung und zu Dialyas Grab, wo er sich meistens hinlegte und irgendwann einschlief. Leise seufzte ich. Somit würde es auch nichts bringen zu Pfeifen oder nach ihm zu rufen, er würde es ja doch nicht hören. Dennoch fragte ich mich wer die Fremde war, die Azariel zuvor erwähnt hatte, aber vermutlich würde sich dies von selbst erledigen da es für Reisende nur zwei Möglichkeiten gab, hatten sie erst einmal diesen Wald erreicht. 1. Sie starben oder 2. Sie erreichten unser Reich und baten um Hilfe. Schließlich verließ ich den Weg und folgte dem kleinen Bach, welcher durch den Wald floss, ehe er anschließend etwas weiter südlich in den Fluss mündete.  Allerdings war das Bild, welches ich dort geboten bekam alles andere als erwartet, denn der gute Elerin ließ sich einfach von der Fremden, die Azariel zuvor erwähnt hatte, füttern und anschließend sogar von ihr streicheln. Einen Moment lang beobachtete ich halb verwirrt, halb fasziniert das Geschehen, denn dies war wirklich ungewöhnlich, ehe ich kurz pfiff woraufhin Elerin den Kopf hob und auf mich zustürmte, nachdem er mich erblickt hatte. "Wer bist du und was suchst du hier?", fragte ich an die Fremde gewandt, während Elerin seinen Kopf gegen meinen Arm drückte um gestreichelt zu werden. Ja erst das verhungerte Tier spielen und dann gestreichelt werden wollen, das war ja wieder typisch.

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BeitragThema: Re: Taure-ména   Sa 14 Feb 2015 - 1:21

Ich fragte mich allmählich ob ich das Reich der Elben wohl noch vor Anbruch der Dämmerung ausfindig machen konnte, denn ich hatte um ehrlich zu sein nicht die größte Lust die Nacht allein im Wald zu verbringen, vor allem wenn ich mir Feathers Warnung ins Gedächtnis rief. Im Gegensatz zu anderen Kindern hatte ich nur in frühester Kindheit im Wald gespielt und das war auch eher selten vorgekommen, da ich dank der Familientradition eigentlich keine Geschwister hätte haben sollen und so meinen Bruder Rudolf behandeln musste, als gehöre er nicht in unsere Familie oder sei nur ein entfernter Verwandter. Die Mühen waren allerdings nach der Geburt von Beatrice und dem Tod unserer Mutter vergebens gewesen, denn es war unmöglich zu verstecken dass sie und ich verwandt waren. Danach hatte ich die Außenwelt so gut wie nie wieder gesehen und nachdem Rudolf ein Mal versucht hatte uns mitzunehmen war es gänzlich unmöglich gewesen, da unsere Tanten einen Barrierezauber weitläufig um das Grundstück errichtet hatten. Vermutlich war ich vollständig hilflos wenn ich die Nacht hier verbringen musste und mich wilden Tieren gegenübersah, die nicht unbedingt freundlich gestimmt waren. Natürlich beherrschte ich neben der Heilmagie auch noch andere Grundkenntnisse, aber ganz unbeschadet würde ich vermutlich nicht davon kommen. Wie dem auch sei, meine beste Chance das Elbenreich zu finden bestand tatsächlich darin diesem kleinen Strom Wasser zu folgen, da es der Neigung entsprechend wohl irgendwo zu einem größeren Strom treffen musste. Es fühlte sich schon irgendwie komisch an so ganz auf mich selbst gestellt zu sein, da in den letzten Jahren kein einziges Mal wirklich allein war, auch wenn es sich anders angefühlt hatte. Auch seit dem Tag an dem wir das Anwesen verlassen hatten, war ich entweder mit Beatrice, mit Rudolf und Seiya oder wie in den letzten Tagen mit Featherine zusammen gewesen, aber jetzt gerade kam ich mir so allein vor wie schon lange nicht mehr. Schnell und entschieden schüttelte ich den Kopf, dies war meine Entscheidung und somit auch meine Konsequenzen mit denen ich mich abfinden musste. Und zu aller Erst musste ich mir Gedanken darum machen, dass ich vor der Dämmerung die bewohnten Gebiete erreichte. Allerdings wurde ich von dieser Aufgabe abgehalten als ich mich plötzlich einem Elch, wie ich vermutete, gegenübersah. Das Tier war regelrecht majestätisch und hätte mich ohne große Mühe vermutlich umrennen können, doch stattdessen sah er mich nur neugierig an und plünderte anschließend die Blaubeerzweige die ich mitgenommen hatte. Immerhin interessierte er sich lediglich dafür und so dramatisch war es auch wieder nicht, immerhin konnte ich mir neue besorgen, ich hatte ja lediglich testen wollen ob ich den Zauber aus einem von Featherines Büchern, welchen ich mit Magie kopiert hatte, auch wirklich zu einem Ergebnis führen würde. Während das Tier noch genüsslich die Blaubeerzweige vertilgte streckte ich die Hand aus und berürhte behutsam dessen Kopf. Ich hatte mir nie vorstellen können jemals einem so riesigen Tier gegenüberzustehen oder es gar zu berühren und nun war ich hier. Doch ein Pfiff unterbrach mich in diesen Gedanken und das Tier machte kehrte und preschte in die entgegengesetzte Richtung davon um schließlich vor jemandem stehen zu bleiben. Gehörte er etwa jemandem? Dann war es wirklich kein Wunder, dass er so zutraulich war. Und wenn sich hier jemand befand, dann hieß dass wohl dass ich nicht weit von den Elben entfernt war. Fast hätte ich erleichtert aufgeseufzt, doch da wurde schon das Wort an mich gerichtet. "Wer bist du und was suchst du hier?" Der Mann vor mir gehörte offensichtlich den Elben an, seine Haltung hatte etwas anmutiges und er wirkte vollkommen natürlich zwischen dem Grün des Waldes. Allerdings faszinierte mich eines noch mehr und das war die Krone auf seinem Kopf deren Machart ebenso anmutig wirkte wie er selbst, wenn ich Featherines Beschreibung trauen konnte so stand ich tatsächlich vor König Thranduil, dem Herrscher des Elbenreiches. Schnell verbeugte ich mich tief. "Mein Name ist Ushiromiya Sachiko, ich bin auf anraten von Bernkastel Featherine Aurora hier um beim Volk der Elben meine Heilmagie zu verbessern." Auf eine Anrede verzichtete ich vorerst, da ich mir nicht vollkommen sicher war, dass ich tatsächlich dem König gegenüberstand und mir nicht bereits bei der ersten Begegnung hier eine Peinlichkeit erlauben wollte. Allerdings fand ich kaum Anzeichen die Zweifel zuließen, da er so hoheitsvoll wirkte, dass ich mir regelrecht winzig in seiner Präsenz vorkam. Aber wie kam es, dass ich direkt dem König gegenüberstand? Gab es in diesen Wäldern nicht genug Gefahren die es veranlassen würden, dass Wachen für den Schutz ihres Königs sorgten?

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BeitragThema: Re: Taure-ména   Sa 14 Feb 2015 - 2:22


Es war wirklich mehr als nur ironisch, dass der sonst Fremden gegenüber sehr scheue Elerin sich auf einmal von dieser Frau füttern ließ, als sei es das normalste dieser Welt und sich verhielt, als würde er im Reich der Elben Tag ein Tag aus verhungern. Leise seufzte ich, während der Hirsch noch immer seinen Kopf an meinen Arm drückte, um etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen und gestreichelt zu werden. Vermutlich würde er in den folgenden Minuten noch versuchen mich umzuwerfen nur um endlich etwas Zuwendung zu erhalten und ich hatte nun wirklich keine Lust erneute Bekanntschaft mit dem Waldboden zu machen, den kannte ich wirklich gut genug. Langsam ließ ich meine Hand durch Elerins weiches Fell am Hals gleiten, woraufhin dieser zufrieden wirkte und den Kopf etwas drehte, darauf bedacht mich nicht mit seinem etwas zu hellen Geweih zu verletzen. Zugegeben, als er noch kleiner war, war er pflegeleichter gewesen. Schon als Kalb hatte ich Elerin gesehen, schließlich war er in diesem Wald geboren worden. Keiner der Männer hatte ihn als Reittier haben wollen, da er im Vergleich zu den anderen Tieren seines Alters etwas schwächlich gewirkt hatte, einen Eindruck, den sein etwas zu helles Geweih nicht gerade verbessert hatte. Schließlich hatte ich mich dem kleinen Etwas angenommen nachdem er mir ständig entgegengerannt war und ihn Elerin getauft, beruhend auf dem elbischen Wort elerina für sterngekrönt, was mir in Anbetracht seines zu hellen Geweihs, welches damals fast weiß gewirkt hatte durchaus passend erschienen war. Wie sich später gezeigt hatte, war meine Entscheidung eine gute Wahl gewesen, denn aus dem kleinen Hirsch hatte sich ein stattliches Tier entwickelt, das sehr ausgeprägte Sinne besaß und seinem Herrn treu ergeben war. "Mein Name ist Ushiromiya Sachiko, ich bin auf anraten von Bernkastel Featherine Aurora hier um beim Volk der Elben meine Heilmagie zu verbessern." Featherine. Spätestens als ich diesen Namen hörte, hätte ich am liebsten sofort umgedreht und so getan als hätte ich die Fremde, welche sich nun als Ushiromiya Sachiko vorgestellt hatte, niemals gesehen. Irgendwie hätte ich mir das ja auch denken können, dass Feather mir nun wo ich nicht mehr so viel zu tun hatte, keine Ruhe gönnte sondern mir gleich etwas Neues auf den Hals hetzte. Das musste sowas wie ihr Hobby sein. "Mein Name ist Eryndir Thranduil, ich bin der Herrscher der Waldelben.", stellte ich mich Sachiko vor und bedeutete ihr sich aufzurichten. Wieso schickte Featherine offensichtlich eine Hexe zu mir um sie Heilmagie zu lehren? Featherine selbst hatte sich vor einiger Zeit bei uns Elben aufgehalten und einiges gelernt, jedoch nichts was ihre Fähigkeiten in einem immensen Ausmaß gesteigert hätten. Letztendlich hatte sie sich mehr mit den Mythen und der Kultur des Elbenvolkes befasst, denn bei ihrem Ausmaß an magischen Fähigkeiten wäre nahezu alles andere auch Zeitverschwendung gewesen. Zudem hatte sie bereits ein dermaßen komplexes Hintergrundwissen besessen, dass sie das meiste was wir sie gelehrt hatten sehr schnell hatte erlernen können, was vermutlich der einzige Grund war weswegen ich Hexen heute großen Respekt zollte. Ich musste zugeben, sie hatte mich damals ziemlich beeindruckt, wenn sie mich nicht gerade mal wieder versucht hatte zu ärgern. Hoffentlich war Sachiko nicht auch so, das konnte nämlich ziemlich anstrengend sein. "Wir unterrichten keine Fremden in unseren Künsten, erst recht nicht wenn es sich dabei nicht um Elben handelt.", stellte ich schließlich fest. Bei Featherine war es eine Ausnahme gewesen, weil wir dank der Zusammenarbeit mit ihr gemeinsam ein Gebiet geschützt hatten und sich somit eine Art Zweckgemeinschaft gebildet hatte, welche durch Feathers Charakter eine freundschaftliche Ebene erreicht hatte. "Sofern du keinen triftigen Grund hast wofür du ausgerechnet unsere Heilmagie benötigst, solltest du dieses Reich schnellstmöglich wieder verlassen." Ich bezweifelte zwar das Featherine jemanden ohne Grund zu uns schicken würde aber schließlich kannte ich diese Sachiko ja nicht, womöglich hatte sie Feathers Namen auch einfach nur aufgeschnappt und nutzte dies jetzt ein wenig aus um sich Vorteile zu verschaffen. Sollte sie wirklich von Featherine geschickt worden sein, würde sie sicherlich einen guten Grund auszuweisen haben, weswegen sie ihre Fähigkeiten so dringend verbessern musste, dass sie eine Reise zu einem Ort wie diesem auf sich nahm.

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BeitragThema: Re: Taure-ména   Sa 14 Feb 2015 - 8:01


Bemüht darum nicht vor Nervosität von einem Fuß auf den anderen zu treten sah ich König Thranduil an und wartete darauf, dass er sich auf meine Worte äußerte. Es wäre mir so viel lieber gewesen einer niedriger gestellten Person zu begegnen als gleich dem König, wenn ich mich durch meine fehlende Welterfahrenheit blamierte, so konnte ich doch gänzlich vergessen jemals ernst genommen zu werden. Langsam aber sicher bahnte sich in mir das Gefühl an, dass dies alles tatsächlich ein Fehler gewesen war und ich einfach bei Feather und ihren Büchern hätte bleiben sollen. Immerhin hatte ich mir durch Bücher das meiste von meinem Wissen angeeignet und dabei wurde mir vor Nervosität nicht beinahe schlecht. Aber sie hatte mir ja gut zugeredet und mir gesagt, es wäre eine gute Idee und ich würde davon profitieren. Bisher merkte ich davon allerdings noch nichts, nur dass mir wieder bewusst wurde mit wie wenigen Personen ich mein ganzes Leben ich zu tun gehabt hatte, um ehrlich zu sein konnte ich diese tatsächlich an zwei Händen abzählen und das machte meine Nervosität keineswegs besser. Ich hatte keine Erfahrung darin mit jemandem Smalltalk zu reden noch mit den Problemen die auf längere Zeit auf einen zu kamen wenn man sich mit anderen beschäftigte. Ich war nur gut darin zu lernen, denn das war alles was ich meiner Jugend getan hatte. Und was konnte ich schon groß über mich berichten, dass ich eine ach so tragische Existenz gefristet hatte und eigentlich dazu bestimmt gewesen war meine Schwester auf den Tod zu bekämpfen? Selbst wenn dies alles der Wahrheit entsprach so würde es doch bloß so aussehen als versuche ich die Aufmerksamkeit zwangsweise auf mich zu ziehen und das würde niemals meine Absicht sein. Ich hasste zu viel Aufmerksamkeit und mir war es das liebste wenn man mir nur so viel Beachtung schenkte wie es gerade nötig war. "Mein Name ist Eryndir Thranduil, ich bin der Herrscher der Waldelben. Wir unterrichten keine Fremden in unseren Künsten, erst recht nicht wenn es sich dabei nicht um Elben handelt. Sofern du keinen triftigen Grund hast wofür du ausgerechnet unsere Heilmagie benötigst, solltest du dieses Reich schnellstmöglich wieder verlassen." Mein Herz rutschte zu meinen Füßen und beinahe wäre ich seiner Aufforderung gefolgt und hätte diesen Wald so schnell wie möglich verlassen. Meine Gedanken überschlugen sich und ich hatte Mühe überhaupt einen klaren Kopf zu behalten. Er brauchte einen Grund? Feather hatte nichts von einem Grund gesagt und was hatte ich schon für einen? Ich war zu schwach gewesen und hatte Beatrice nicht helfen können als sie dringend meine Hilfe benötigte, ich hatte in der Sache versagt in der ich meine Stärke gesehen hatte. Ich versuchte ruhig zu atmen, die Erinnerung an diesen Tag nicht wieder aufsteigen zu lassen. Doch was sollte ich König Thranduil nun sagen, sicherlich hatte er keinerlei Interesse daran sich meine dramatische Lebensgeschichte anzuhören und auf sein Mitleid konnte ich noch weniger hoffen, doch was blieb mir für eine Wahl? Entweder ich konnte ihn von meinem Willen überzeugen, dass ich um jeden Preis meine Fähigkeiten verbessern wollte oder ich konnte genauso gut zurück zu Featherine gehen. Schließlich atmete ich tief ein hob dann wieder den Blick. "Ich habe mein Leben lang Heilmagie studiert und dies immer als meine einzige Stärke angesehen, doch vor kurzem wurden die Menschen die mir am meisten am Herzen liegen so schwer verwundet, dass mir bewusst geworden ist dass ich weder die Stärke noch das Wissen besitze um ihnen helfen zu können. Das brachte mich dazu Featherine aufzusuchen, doch sie sagte mir dass das was sie mir beibringen könne meine Kräfte nicht allzu sehr verbessern würde und ich mich stattdessen an Euer Volk wenden soll. Ich will nie wieder zusehen müssen wie diejenigen die mir von meiner Familie geblieben sind, leiden müssen. Bitte lasst mich meine Fähigkeiten hier verbessern, nya taur." brachte ich schließlich hervor und verbeugte mich erneut. Ich wusste nicht ob ich ihn hatte überzeugen können oder ob ihm dieser Grund nicht genug war und er mich aus seinem Reich verweisen würde, alles was ich jetzt tun konnte war zu beten. Ich wollte diesen Weg nicht umsonst gekommen sein und endlich in der Lage sein im Fall der Fälle richtig zu helfen anstatt verzweifelt und hilflos herum zu stehen.

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BeitragThema: Re: Taure-ména   Sa 14 Feb 2015 - 16:17


In gewisser Weise war es schon fast belustigend zu sehen wie aufgeregt Sachiko war, denn nichts hätte besser zeigen können wie deplatziert sie an diesem Ort war als die Tatsache, dass sie derart unruhig in meiner Gegenwart wurde. Normalerweise hielt sich mein Respekt gegenüber Leuten, die derart leicht aus dem Konzept zu bringen waren, sehr in Grenzen da ich es schlicht und ergreifend nicht leiden konnte wenn man stotternd vor mir stand und auf Mitleid hoffte, von dem ich nicht gerade allzu viel besaß. Doch bei Sachiko hatte es schon beinahe etwas Niedliches an sich, was mir in gewisser Weise vertraut vorkam, auch wenn ich nicht sicher wusste woher. Zudem schlug sie sich trotz ihrer Aufregung erstaunlich gut, sie stotterte weder bei ihren Worten, noch rannte sie panisch davon und verursachte damit keine zusätzliche Arbeit durch eine Rettungsaktion, da sie sehr sicher keine einzige Nacht in diesem Wald ohne Hilfe überlebt hätte. "Ich habe mein Leben lang Heilmagie studiert und dies immer als meine einzige Stärke angesehen, doch vor kurzem wurden die Menschen die mir am meisten am Herzen liegen so schwer verwundet, dass mir bewusst geworden ist dass ich weder die Stärke noch das Wissen besitze um ihnen helfen zu können. Das brachte mich dazu Featherine aufzusuchen, doch sie sagte mir dass das was sie mir beibringen könne meine Kräfte nicht allzu sehr verbessern würde und ich mich stattdessen an Euer Volk wenden soll. Ich will nie wieder zusehen müssen wie diejenigen die mir von meiner Familie geblieben sind, leiden müssen. Bitte lasst mich meine Fähigkeiten hier verbessern, nya taur." Aufmerksam lauschte ich Sachikos Worten, die mir sofern sie der Wahrheit entstammten durchaus als triftiger Grund erschienen. Es war durchaus berechtigt seine Fähigkeiten verbessern zu wollen um jene, die einem am Herzen lagen zu beschützen, das wusste ich selbst zu gut. Zudem stimmte es, dass es vermutlich keine Form der Magie gab die Featherine Sachiko hätte beibringen können, welche einen großen Erfolg erzielt hätte. Featherine war letztendlich nun einmal the witch of theatergoing, ihre Stärke lag darin das Geschehen und die Zukunft zu bestimmen, ähnlich wie die Autorin eines Buches. Zwar war sie eine hervorragende Heilerin, doch auch bei uns war sie trotz meiner Unterweisung an ihre Grenzen gelangt, da ihre Form der Magie verglichen mit meiner grundverschieden war. Wenigstens hatte sie damals erstaunlich lang durchgehalten, aber die antiken elbischen Heilkünste zu erlernen war selbst für die meisten Elben eine große Herausforderung, bei der sie irgendwann aufgaben. Featherine hatte sich damals darauf beschränkt sie in der Theorie zu erlernen und sich die Anwendung von mir zeigen zu lassen, selbst angewandt hatte sie sie jedoch nicht, weswegen ich auch meine Zweifel besaß ob Sachiko dies gelingen würde. "Es ist nicht einfach die Heilmagie der Elben zu lernen, erst recht wenn man nicht elbischer Herkunft ist.", stellte ich fest und streichelte Elerin, welcher immer noch keine Ruhe gab und immer wieder mit seinem Kopf meinen Arm stupste. "Es ist vollkommen verschieden zu allem, was du jemals gelernt hast. Dein voriges Wissen wird dir hier nicht viel nützen, wenn du es nicht vergisst, wirst du nicht imstande sein unsere Form der Magie zu erlernen oder gar zu beherrschen." Ich machte eine Pause und musterte Sachiko kurz. Sie wirkte ein wenig unsicher, aber wenn sie nicht dazu bereit war ihr voriges Wissen vorerst in den Hintergrund zu stellen, konnte sie auf der Stelle umkehren und den Wald verlassen, denn dann wäre sie niemals dazu imstande unsere Heilkünste zu erlernen. "Traust du dir diese Aufgabe zu?" Ich hob die Augenbrauen und blickte Sachiko erwartungsvoll an. Wäre ihre Antwort ein Nein war das einzige, was ich noch für sie tun konnte ihr jemanden zu schicken, der sie sicher aus dem Wald brachte und Featherine eine Nachricht zukommen zu lassen, in der ich ihr mitteilte ihre verehrte Freundin leider nicht unterweisen zu können. "Und noch etwas. Solange du keine Zugehörige des elbischen Volkes bist, hast du keinerlei Recht auch nur ein Wort elbisch zu sprechen. Vergiss also lieber schnell wieder was Featherine dir erzählt hat, du befindest dich nicht in ihrer Position und genießt nicht ihren Rang."

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BeitragThema: Re: Taure-ména   So 15 Feb 2015 - 22:54


Noch immer spürte ich ein flaues Gefühl im Magen, ausgelöst durch die Nervosität und ich hatte wirklich das Gefühl mir könnte in jedem Augenblick schlecht werden. Doch egal wie überrascht und irritiert ich von allem war so wurde mir doch bewusst wie naiv meine Vorstellungen gewesen waren, hatte ich tatsächlich angenommen ich könnte ins Reich der stolzen Elben spazieren und würde mit offenen Armen empfangen werden? Da zeigte sich wieder einmal wie wenig Ahnung ich von der Welt hatte. Vielleicht hätte ich warten sollen, erst Erfahrung sammeln sollen bevor ich mich daran machte alle mir bekannten Persoen zu verlassen und auf eigene Faust an einem fremden Ort lernen zu wollen. Ich hätte zumindest die Hilfe von Rudolf und Seiya gehabt, doch wenn ich mich nun blamierte durch Dinge über die ich nichts wusste, so wirkte ich lediglich dumm und einfältig. Wieder einmal verfluchte ich meine Tanten, für alles was sie mir genommen und was sie mir vorenthalten hatten. Doch nun wo sie tot waren, was brachte es mir da schon sie zu verfluchen und zu beschimpfen? Nichts änderte sich, ob ich es nun tat oder nicht. Doch mir wurde bewusst wie sehr ich mir jemanden an meine Seite wünschte, ob nun Beatrice, Rudolf, Seiya oder Featherine. Ich fühlte mich einfach hilflos und das ärgerte mich, ich war immerhin kein Kind mehr. Im nächsten Jahr würde ich bereits 25 Jahre alt werden, ein Alter an dass ich in manchen Tage nicht einmal hätte denken können. Und von diesen 25 Jahren blieben mir bloß die ersten fünf, die ich in Freiheit verbracht hatte, bevor ich von dieser unsichtbaren Mauer eingeschlossen gewesen war. "Es ist nicht einfach die Heilmagie der Elben zu lernen, erst recht wenn man nicht elbischer Herkunft ist. Es ist vollkommen verschieden zu allem, was du jemals gelernt hast. Dein voriges Wissen wird dir hier nicht viel nützen, wenn du es nicht vergisst, wirst du nicht imstande sein unsere Form der Magie zu erlernen oder gar zu beherrschen. Traust du dir diese Aufgabe zu?" Traute ich mir das zu? Das war eigentlich ziemlich egal, denn wenn ich es mir nicht zutrauen würde, so konnte ich gleich Lebwohl sagen und gehen. Zudem war lernen alles was ich gut konnte und wenn ich mir einmal in den Kopf gesetzt hatte eine Sache zu erlernen so beschäftigte ich mich so lange damit, bis ich es auch wirklich beherrschte. Natürlich schreckt es mich ein wenig ab, dass ich alles vergessen musste was ich bisher gelernt hatte. Featherine hätte mich wirklich vorwarnen können was da auf mich zukam anstatt mich mit einem Lächeln zu verabschieden. Doch für solche Gedanken war es zu spät und sich damit nun zu beschäftigen brachte mich keinen Schritt weiter. Schließlich wandte ich mich seiner Frage zu und nickte. "Ja, das traue ich mir zu." Mit diesen Worten beließ ich es, denn was hätte ich schon mehr sagen können? Ich konnte ja schlecht damit prahlen wie sehr ich mir das zutraute, denn um ehrlich zu sein hatte ich ein wenig Angst davor den Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Es würde mit Sicherheit nicht einfach werden, aber da musste ich jetzt durch. Im Gegensatz zu meinen Studien im Anwesen meiner Tanten war dies schließlich selbstbestimmt. Wenn ich hier versagte war alles was mir blühte, dass ich diesen Ort wieder verlassen musste anstatt der Strafen die meine Tante damals bei Versagen aufgezogen hatte. "Und noch etwas. Solange du keine Zugehörige des elbischen Volkes bist, hast du keinerlei Recht auch nur ein Wort elbisch zu sprechen. Vergiss also lieber schnell wieder was Featherine dir erzählt hat, du befindest dich nicht in ihrer Position und genießt nicht ihren Rang." Ich verkrampfte mich erneut bei diesen Worten und sandte ein Stoßgebet zum Himmel, dass ich meinen Aufenthalt hier überstehen würde und mir weiterer dieser Situationen ersparen konnte. Mir blieb nichts weiter als dem Ganzen zuzustimmen, denn er hatte ja Recht. Nachdem sich diese Dinge geklärt hatten erklärte er sich tatsächlich bereit mit mir zu den bewohnten Gebieten zu gehen. Der Anblick der sich mir dort bot verschlug mir die Sprache und ich war so fasziniert, dass ich beinah überhört hätte wie König Thranduil mir sagte ich solle mich bei den Heilern in einem der größeren Gebäude melden.


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BeitragThema: Re: Taure-ména   

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Taure-ména

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